Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen: Die sündige Kirche


Der Eingang zum Gymnasium der Regensburger Domspatzen. (dpa/Armin Weigel)
Der öffentliche Druck zu den Missbräuchen in der katholischen Kirche müssten, anhalten, kommentierte Joachim Frank im Dlf: Ansonsten würden diejenigen, die immer noch nichts verstanden hätten, wieder Oberwasser bekommen – wie etwa der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation Gerhard Müller.

Von Joachim Frank | Deutschlandfunk

Destruktiv, zerstörerisch war die katholische Kirche lange genug. Die Seelen ungezählter Kinder und Jugendlicher hat sie zerstört. Nein, nicht die Kirche als Ganzes. Wohl aber all jene Priester, Ordensleute, Seelsorger, die sich an Schutzbefohlenen vergingen, sie schlugen, misshandelten, sexuell missbrauchten.

Und die Kirchenoberen, die wegschauten, abwiegelten, sich um die Täter sorgten, noch mehr aber um die heilige Kirche. Das alles hatte System: Institutionenschutz vor Opferschutz. Schon deshalb ist es falsch und gefährlich, die Vergehen auf Einzelfälle und individuelles moralisches Versagen zu reduzieren.

Der am Dienstag vorgelegte Abschlussbericht zu den jahrzehntelangen Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen gibt erneut Zeugnis vom ganzen Ausmaß der Verwüstung im Raum der Kirche. Der Bericht ist besonders erschütternd, weil so viele Sänger des weltberühmten Chors zu Opfern wurden. 550 waren es über die Jahrzehnte.

weiterlesen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s