Spiritualisierter Reichtum


Peter Brown Der Schatz im Himmel Aus dem Englischen von Michael Bayer und Karin Schuler Verlag: Klett-Cotta, Stuttgart 2017 ISBN: 9783608948493

Bereits in der Antike klaffte die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinander. Jesus‘ überliefertes Gleichnis, wonach eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt, gibt Zeugnis davon. Ausgehend von diesem berühmten Wort bei Lukas 18,18-27 spürt der emeritierte Althistoriker Peter Brown der Frage nach, wie es die Christen in der Spätantike mit Wohlstand und Reichtum hielten.

Von Theodor Kissel | Spektrum.de

„Der Schatz im Himmel“ (englischer Originaltitel „Through the Eye of a Needle – Wealth, the Fall of Rome, and the Making of Christianity in the West, 350-550 AD“) erzählt auf mehr als 900 Seiten die Geschichte der ebenso „heidnisch“ wie christlich geprägten Welt des Römischen Reichs. Chronologisch zwischen 350 und 550 n. Chr. und geografisch auf den Bereich des westlichen Mittelmeerraumes bezogen, zeigt Brown auf, wie die ursprünglich der Armut verpflichtete Kirche zu Beginn des 5. Jahrhunderts zu einer wohlhabenden Institution wurde.

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Das Buch verwebt zwei Handlungsstränge. Der erste handelt von der ambivalenten Rolle des Christentums als einer Religion, die einerseits in der antiken Welt wurzelte und andererseits, als dominierende Religion im Westen des Römischen Reichs, maßgeblich zum Wandel der Antike beitrug. Der zweite Strang handelt vom Zusammenbruch der Zentralgewalt im 5. Jahrhundert und der Christianisierung Europas.

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