„Tyrannei des Neurotypischen“


Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project
Wie das Bemühen um Diversität in Sachen Hautfarbe, Geschlecht und sexuelle Orientierung die Diversität im Denken einschränkt

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Der bekannte Evolutionsbiologe Richard Dawkins wies letzte Woche auf einen kurz vorher in Quilette erschienenen Aufsatz des Evolutionspsychologen Geoffrey Miller hin, in dem dieser ein Paradoxon der Diversitätspolitik an US-Universitäten schildert: Die Bemühungen, solche Bildungseinrichtungen nach Kriterien wie Hautfarbe, Geschlecht und sexuelle Orientierungen „diverser“ zu machen, haben dort nämlich den Nebeneffekt, dass eine andere Art von Diversität verschwindet: Die „Neurodiversität“ – die Vielfalt unterschiedlicher Denkweisen, die auch eine biologische Basis hat.

Um das zu illustrieren, lädt Miller, der an der University of New Mexico forscht, seine Leser ein, sich vorzustellen, wie es bekannten Exzentrikern wie Isaac Newton an US-Universitäten wohl heute ergehen würde: Seiner Ansicht nach wäre der britische Naturwissenschaftler mit den neuen Tabus in den USA noch weniger gut zurechtgekommen als mit den alten religiösen und ständischen im barocken England, in dem er lebte. Anhand von Äußerungen, die Newton zu seinen Lebzeiten machte, vermutet Miller, dass der geniale Gravitationsbeschreiber bald in den Fokus von SJW-Medien wie Jezebel und des Office for Equity, Diversity, and Inclusion geraten würde, das er mit der damaligen Inquisition vergleicht.

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