„Besonders auf Deutsche hat es Erdogan abgesehen“


Der türkische Journalist Yavuz Baydar Quelle: picture alliance / dpa
In Istanbul hat ein Prozess gegen 17 Journalisten der Zeitung „Cumhuriyet“ begonnen. Der renommierte Medienrechtler und Journalist Yavuz Baydar erklärt, warum die Vorwürfe gegen die Angeklagten „absurd und haltlos“ seien.

Von Boris Kálnoky | DIE WELT

DIE WELT: Herr Baydar, heute ist in der Türkei der jährliche Tag der Pressefreiheit. Zugleich ist es der Prozessauftakt im Verfahren gegen 17 Journalisten und Manager der Zeitung „Cumhuriyet“. Zufall?

Yavuz Baydar: Schwer zu sagen. Aber es ist schon schockierend, dass gerade dieser Zeitpunkt gewählt wurde. Es ist auf jeden Fall ein bedeutsames Detail und zeigt, wie radikal und rücksichtslos die Regierung gegen Journalisten und den Journalismus vorgeht. Es hilft uns aber auch insofern, als man den Zusammenhang zwischen dem Thema Pressefreiheit und dem Prozess auf diese Weise besonders gut sichtbar machen kann.

DIE WELT: Worum geht es bei dieser ersten Anhörung?

Baydar: Es sind Formalitäten, die aber sehr lange dauern können. Die Anklageschrift muss vorgelesen werden. Sie ist sehr lang. Dann bekommt jeder der 17 Angeklagten die Möglichkeit zu antworten, ohne zeitliche Begrenzung. Dann werden sich die Anwälte der Angeklagten äußern. Alles in allem kann diese erste Anhörung bis zu vier Tage dauern.

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