Vom Kindergarten abgemeldet, weil dort zu viele Türken sind


Bunt © mccheek auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Was machen Erzieher, wenn Eltern rassistisch werden? Auf einer Tagung diskutierten Experten mit Mitarbeitern von Wohlfahrtspflege über Erfahrungen und Strategien. So viel ist sicher: Soziale Arbeit muss auf Rechtspopulismus reagieren.

Von Jasmin Maxwell | MiGAZIN

Sozialarbeiter, Altenpfleger und Erzieher begegnen bei ihrer Arbeit nach Erfahrung der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen zunehmend rechtspopulistischen Einstellungen. Viele Mitarbeiter von Wohlfahrtsverbänden seien verunsichert, wie sie reagieren sollten, sagte Oliver Baiocco von der Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege dem Evangelischen Pressedienst. „Wenn Eltern sagen: In Ihrem Kindergarten sind zu viele Türken, da nehme ich mein Kind raus! Was macht dann eine Erzieherin?“ Auf einer Tagung Mitte Juli wollten sich Mitarbeiter der Freien Wohlfahrtspflege über Erfahrungen austauschen und Gegenstrategien entwickeln.

„Einen goldenen Weg gibt es nicht“, betonte Baiocco, der Vorsitzender des Arbeitsausschusses Bildung der Landesarbeitsgemeinschaft und Geschäftsbereichsleiter im Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW ist. Oft helfe es aber, zunächst ruhig zu bleiben und das Gespräch nicht abreißen zu lassen. Vorwürfe wie „Du bist ein Nazi“ seien dagegen nicht hilfreich. Auf der Tagung „Rechtspopulismus in der Bildungs- und Sozialarbeit“ sollten die Teilnehmer unter anderem das Argumentieren gegen Stammtischparolen üben.

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