Dem Sekten-Guru verfallen


Ariela Bogenberger blickt zurück: „Über 20 Jahre versucht man, etwas zu reparieren, das niemals kaputt war.“ (Foto: Ariela Bogenberger/BR)
Sie ist eine erfolgreiche Drehbuchautorin – und viele Jahre heimlich Sekten-Mitglied. Ariela Bogenberger erzählt in „Aussteigen“ von der Kirschblütengemeinschaft und was die ihr alles genommen hat.

Von Katharina Riehl | Süddeutsche.de

Ganz am Ende des Films dreht sich das Gespräch zum ersten Mal, wird die Befragte plötzlich zur Fragestellerin. Die Frau, die gerade über Stunden die dunkelsten Momente ihres Lebens offengelegt hat, fragt die Regisseurin hinter der Kamera: „Was mich interessiert: Warum? Was ist das, was dich an diesem Thema anzieht oder anspricht?“ Und eine Stimme antwortet aus dem Off: „Das bist vor allen Dingen du.“

Das ist ein hübsches Ende für diesen Film, denn treffender könnte man auch als Zuschauer die Frage nach dem Warum nicht beantworten. Eineinhalb Stunden lang sieht man eine Frau auf einem Stuhl sitzen und erzählen, es gibt keine anderen Figuren, es gibt keine Handlung, keine Archivaufnahmen, nicht einmal alte Fotos; es gibt nur diese brünette Frau mit den Perlenohrringen, die davon erzählt, wie sie in eine Gruppe hineingeriet, von der sie sich erst 20 Jahre später eingestehen konnte, dass es eine Sekte war.

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