Sven Lau: Der Missionar und der Krieg


Seit neun Monaten sitzt der bundesweit bekannte Islamist Sven Lau in Untersuchungshaft © Boris Roessler/DPA
Im Prozess gegen Sven Lau wird am heutigen Mittwoch das Urteil erwartet. Zum ersten Mal stand in Deutschland ein salafistischer Prediger vor Gericht, weil er Terroristen unterstützt haben soll.

Von Barbara Opitz | stern.de

Dieser Text erschien zuerst im September 2016 im stern. Wir bieten ihn heute, vor dem Urteil gegen Sven Lau, noch einmal zum Hintergrund an.

Sven Lau sitzt in einem „Subway“-Imbiss an der Bundesstraße 7 in Wuppertal, im Niemandsland zwischen den Stadtteilen Barmen und Elberfeld. 70er-Jahre-Architektur, Media Markt, Huk-Versicherung; der einzige Ort, an dem man sich ungestört unterhalten könne, sagt Lau. Es ist der 8. Oktober 2014. Der salafistische Prediger hat gerade den vorläufigen Höhepunkt seiner Bekanntheit erreicht. Im September ist er mit zehn seiner „Brüder im Glauben“ durch die Innenstadt von Wuppertal gezogen. In orangefarbenen Westen mit der Aufschrift „Shariah-Police“ sprachen sie junge Muslime an, verteilten Flyer. Und waren am nächsten Tag in ganz Deutschland ein Thema. 40.000 Likes bekam Lau auf seiner Facebook-Seite, alle großen Medien berichteten.

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