Das Massaker von Mosul: „Wir töteten sie alle. Daesh, Männer, Frauen und Kinder“


Spezialeinheiten dringen in die zerstörte Altstadt vor. Bild (vom 11. Juli): Tasnimnews.com/CC BY-SA-4.0
Wie viele Menschen in der Schlacht um die Stadt starben, wird niemals mehr eruiert werden können, zuletzt ging das irakische Militär nach Aussagen von Soldaten mit großer Brutalität vor

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Ein irakischer Soldat berichtete MEE, dass beim blutigen Kampf um die Altstadt alle Hemmungen gefallen seien: „Wir töteten sie alle. Daesh, Männer, Frauen und Kinder. Wir töteten alle.“ Ein irakischer Offizier sagte, es gebe viele Zivilisten unter den Leichen: „Nachdem die Befreiung verkündete wurde, gab es den Befehl, alles zu töten, was sich bewegt.“ Der Befehl sei nicht richtig gewesen, aber die Soldaten hätten gehorchen müssen: Die meisten IS-Kämpfer ergaben sich und wir töteten sie einfach. Wir machten sehr wenige Festnahmen.“

Der Grund sei nicht, dass die Gefängnisse in Bagdad voll seien. Am Anfang der Offensive habe man IS-Kämpfer noch den Geheimdiensten übergeben – was für Gefangene allerdings mitunter noch schrecklicher war, als gleich erschossen zu werden (IS-Verdächtige werden wie Vieh in Gefängnissen gehalten) -, aber dann habe man immer weniger festgenommen. Nach der vom irakischen Regierungschef erklärten Befreiung (Der IS wird nie wieder eine Stadt im Irak erobern) wurde an manchen Stellen weiter gekämpft. Einzelne IS-Kämpfer haben sich in den angelegten Tunnelsystemen versteckt und verüben von dort aus weiter Angriffe.

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