Die gottloseste Gegend der Welt


Vivienne und Tino Taubert mit dem Modell ihrer Kirche, das fast fertige Original im Hintergrund © Doreen Reinhard für ZEIT ONLINE
Ein Schlagerpaar aus Sachsen hat eine Kapelle gebaut. Darin gibt es weder Kreuze noch Altar. Es ist eine Geschäftsidee für Brautpaare im atheistischen Osten.

Von Doreen Reinhard | ZEIT ONLINE

Die Tauberts, zwei Schlagersänger aus Sachsen, haben eine eigene Kapelle gebaut. Darin gibt es weder Kreuze noch Altar. Es ist eine Geschäftsidee für Brautpaare im atheistischen Ostdeutschland. Vivienne und Tino Taubert haben nie an einen Gott geglaubt. Der stärkste Glaube, der sie trägt, ist der an einen großen Traum. Sie haben schon viel in ihrem Leben angepackt, aber noch nie so eine wahnwitzige Idee. Seit sieben Jahren planen und verhandeln sie, oft sah es aus, als müssten sie aufgeben. Viele haben die Tauberts Spinner genannt und über sie gelacht. Sie haben trotzdem weitergemacht.

Nun ist es fast geschafft: Ihr Traum steht, mitten auf ihrem Grundstück in Callenberg, einer ländlichen Gemeinde am Rand des Erzgebirges. Ein Bau wie aus einer anderen Zeit, mit schlanken Fenstern, alten Säulen, Kreuzgewölbe und einem neun Meter hohen Türmchen auf dem Dach. Das Paar hat eine optische Täuschung gebaut. Eine Kirche, die aussieht, als stünde sie schon seit Jahrhunderten, aber auf keinen Fall eine Kirche sein soll. Für Menschen, die keiner Religion angehören, sich bei manchen Gelegenheiten aber trotzdem nach der Aura alter Gotteshäuser sehnen – zum Beispiel, wenn sie heiraten.

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