Über religiöse Einbahnstraßen zum Extremismus


Charles Darwin und die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich.

Von Efgani Dönmez | Die Presse.com

Bei Interviews klopfen Journalisten ihr Gegenüber gerne auf direktem Wege ab. Fix im Repertoire ist die Frage an Kirchenvertreter, wie man denn zum Zölibat stehe; oder die Frage an FPÖ-Vertreter, wie man es denn mit dem Judentum halte. Will man wiederum Vertreter der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs (IGGIÖ) aus der Reserve locken, reicht offenbar schon, den Naturwissenschaftler und Begründer der Evolutionstheorie Charles Darwin anzuführen.

Zur Erinnerung: der IGGIÖ-Präsident Ibrahim Olgun sprach sich in einem Interview für wissenschaftsbasierten Islam aus. So weit, so gut. Als dies jedoch in türkischen Medien als Befürwortung von Darwins Evolutionstheorie interpretiert wurde, sah sich der offizielle Vertreter der österreichischen Muslime gezwungen, auf Distanz zu gehen und wie in Rage in türkischen Kanälen seine zuvor getätigten Aussagen zu dementieren und zu relativieren. Heute hören wir nun: die IGGIÖ lehnt Darwin ab.

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