Meinungsfreiheit: Wissenschaft in der Seele


Der US-amerikanische Radiosender KPFA im kalifornischen Berkeley storniert einen Auftritt des britischen Biologen und Religionskritikers Richard Dawkins – wegen jahrealter Tweets.

Von Andrian Kreye | Süddeutsche.de

Eigentlich sollte der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins im August bei einer Veranstaltung des progressiven Radiosenders KPFA im kalifornischen Berkeley über sein neues Buch sprechen. Dann wurde der Auftritt storniert. Die Begründung des Senders war, Dawkins habe sich verletzend über den Islam geäußert. Und schon tobt eine neue Schlacht um die Meinungsfreiheit, die in den USA derzeit von allen Seiten bedrängt wird.

Dawkins Buch trägt den Titel „Science in the Soul“ (Wissenschaft in der Seele) und ist vor allem ein Plädoyer für die Naturwissenschaften. Nun ist Richard Dawkins natürlich nicht nur einer der führenden Evolutionswissenschaftler der Gegenwart. Er prägte beispielsweise 1976 den Begriff Mem, um die evolutionären Mechanismen der Ideengeschichte zu erläutern. Vergangene Woche erst wurde sein Buch „Das egoistische Gen“ in einer Umfrage der Royal Society zum einflussreichsten Wissenschaftsbuch aller Zeiten gewählt. Darüber kann man vielleicht streiten. Aber da ist man auch schon bei der zweiten Rolle Dawkins‘ in der jüngeren Ideengeschichte.

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