„Fleisch aus Tierfabriken, wie kann das koscher sein?“


Bild. rbb|24
Die jüdischen Speisegesetze fordern einen achtsamen Umgang mit Tieren. Doch auch im Judentum gibt es weltweit Massentierhaltung und brutale Massenschlachtungen. Ist veganes Essen da eine gute Alternative im Sinne der Tora?

Von Barbara Zillmann | rbb|24

Itay Novik ist Koch und „Food Designer“. Der Israeli aus Tel Aviv wohnt in Berlin-Neukölln. Für ihn und seine Freunde ist es praktisch, vegetarisch oder sogar vegan zu leben: „Wenn du vegan lebst, ist es viel einfacher zu reisen. Ich kenne viele orthodoxe Leute, die in ein veganes Restaurant gehen, weil sie wissen: Da gibt es weder Milch noch Fleisch oder Eier. Damit sind sie ’sicher‘ und müssen nicht so viel fragen.“

Die jüdischen Speisegesetze, „Kaschrut“, enthalten viele Regeln, die einen achtsamen Umgang mit der Schöpfung, auch mit den Tieren fordern. „Du sollst das Lämmchen nicht in der Milch seiner Mutter baden“, heißt es etwa bildhaft zur Trennung von milchigen und fleischigen Speisen. Doch auch im Judentum gibt es weltweit Massentierhaltung und brutale Massenschlachtungen. Da müsste der vegane Trend doch ganz im Sinne der Tora sein, zumal Früchte, Gemüse, Korn seit jeher als „parve“ gelten, als neutral zwischen milchig und fleischig.

Novik selbst kochte zum Beispiel für die jüdische Lebensmittel-Messe „Nosh“ im März und gestaltet bei jüdischen Events in Berlin das kulinarische Programm. Immer mit regionalen Zutaten – und je nach Wunsch – koscher, vegan oder mediterran.

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