BERTELSMANN STUDIEN – Opium für die Mächtigen


Angela Merkel und Liz Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, im Jahr 2006 / picture alliance
Wieder einmal macht die Bertelsmann Stiftung mit einer Studie von sich reden, diesmal über Populismus. Das Muster ist dabei immer gleich: Unter dem Deckmäntelchen des „zivilgesellschaftlichen“ Engagements soll die Gesellschaft auf Linie gebracht werden

Von Alexander Grau | Cicero

Demokraten sind Populisten. Das geht gar nicht anders. Denn die Demokratie ist die Herrschaft („kratos“) des Volkes („demos“). Und letzteres heißt auf Latein „populus“. Soviel dazu.

In Deutschland jedoch genießt der Populist keinen guten Ruf, im Gegenteil. Anti-Populismus gehört zur neuen deutschen Staatsräson. Bis zum einem gewissen Punkt ist das auch verständlich. Schließlich hat man in Deutschland mit politischen Marktschreiern unangenehme Erfahrungen gemacht.

Doch der Populismus ist kein Privileg der extremen politischen Rechten. Populismus hat überhaupt keine inhaltliche Positionierung. Im Kern ist er vielmehr ein Anti-Elitarismus. Der Populist, so kann man ihn vielleicht definieren, ist davon überzeugt, dass es ein gesundes Volksempfinden gibt und verbildete oder gar korrupte Eliten an den wahren Interessen des Volkes vorbeiagieren.

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2 Gedanken zu “BERTELSMANN STUDIEN – Opium für die Mächtigen

  1. Danke für die Erläuterung des Begriffs Populismus. Ich hoffe, dass dieser Post von möglichst Vielen gelesen wird, die dieses Wort oftmals sehr leichtsinnig und verfälscht und aufhetzend verwenden.

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