Die deutschen Kinder des Dschihad


Dutzende minderjährige deutsche Staatsangehörige könnten noch im Kampfgebiet im Irak sein. (Foto: REUTERS)
Die Behörden wissen nicht, wie viele deutsche Minderjährige noch in der irakischen Stadt Mossul sind, von ihren Eltern verschleppt oder dort geboren – und auch nicht, wie sie ihnen helfen sollen.

Von Georg Mascolo, Volkmar Kabisch, Amir Musawy | Süddeutsche.de

Seit der sogenannte Islamische Staat Stück für Stück zerfällt, herrscht bei den deutschen Sicherheitsbehörden eine sonderbare Atmosphäre: große Erleichterung und große Anspannung zugleich. So genau wie möglich soll registriert werden, wer von den deutschen Dschihadisten im sogenannten Endkampf um das Kalifat tot zurückbleibt, wer als vermisst gilt oder versucht, sich im letzten Moment abzusetzen. Rückkehrer, die es aus dem Kampfgebiet zurück nach Deutschland schaffen, gelten als besondere Gefahr für die innere Sicherheit. Es ist eine Statistik des Krieges, für die viel Mühe aufgewendet wird. Eine eigene Arbeitsgruppe namens „Reise“ wacht über die Zählung.

Kinder wie Saifullah oder Saifudin kommen darin nicht vor. Die beiden Jungen mit deutscher Staatsangehörigkeit sind sechs und zehn Jahre alt. Ihr Schicksal ist nur bekannt, weil ihre Mutter Fatima M. zu der Gruppe deutscher Frauen gehört, die diesen Monat von irakischen Spezialeinheiten in Mossulfestgenommen wurden. Angeblich sollen sie zeitweise für die gefürchtete Sittenpolizei des Islamischen Staats gearbeitet haben.

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