Frankreichs planloser Kampf gegen Islamisten


© AP Wie will Frankreich seine Hauptstadt künftig vor islamistischen Attentätern schützen?
Islamistische Gefährder zu entradikalisieren ist eine schwierige Aufgabe. Die französische Regierung hat es mit einem Pilotprojekt versucht – und ist nun krachend gescheitert.

Von Michaela Wiegel | Frankfurter Allgemeine

In einem Landschloss im Weinbaugebiet der Touraine sollten bis zu 25 junge radikale Franzosen betreut werden. Ziel war es, sie in einem kollektiven Umerziehungsprogramm zu deradikalisieren. Doch nach nur knapp einem Jahr hat Innenminister Gérald Collomb das Experiment jetzt für gescheitert erklärt. „Das Zentrum von Beaumont-en-Véron wird geschlossen“, sagte er. Bereits seit März haben die zwölf Betreuer des „Zentrum zur Prävention, Eingliederung und Staatsbürgerschaftslehre“ im Schloss von Pontourny nichts mehr zu tun. Der letzte Bewohner, ein junger Mann, musste das Zentrum im Februar verlassen, nachdem er wegen Gewalttaten rechtskräftig verurteilt worden war. Wie die französische Presse berichtete, war seine „Therapie“ anders verlaufen als geplant. „Er hat das Programm wie eine antiislamische Indoktrinierung aufgefasst und sich weiter radikalisiert“, urteilten die Betreuer in einem vertraulichen Bericht. Nach der Schließung des Zentrums steht die Regierung ohne eine klar erkennbare Strategie im Umgang mit radikalen Islamisten da.

weiterlesen

Advertisements

Ein Gedanke zu “Frankreichs planloser Kampf gegen Islamisten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s