Islam-Erklärer: Der Märtyrer, dein Role Model


Ein Durchblicker: Kabarettist Kerim Pamuk fragt in seinem Lexikon: Der Islam, das Islam, was Islam? (picture-alliance / dpa / Maurizio Gambarini)
Kerim Pamuk hat ein satirisches Islam-Lexikon geschrieben, von A wie „Abfall vom Glauben“ über „Fatwa“ bis Zuckerfest. Nicht alle Einträge sind witzig gemeint. Beim Thema „liberaler Islam“ wird der Autor ernst.

Von Mechthild Klein | Deutschlandfunk

Auf dem Cover des Islam-Lexikons ist ein im Comic-Stil gezeichneter Frauenkopf zu sehen. Bis auf einen Sehschlitz ist die Frau verschleiert und zwinkert dem Betrachter aufmunternd zu. Keine Frage, hier spielt einer mit den Klischees. Widersprüche gehören zu Religionen dazu, und das, obwohl es die Wahrheit doch nur im Singular gibt. Der Autor Kerim Pamuk breitet die Ungereimtheiten genüsslich aus. Von A wie „Abfall vom Glauben“ über „Döner“ oder „Koran“ bis Z wie Zuckerfest oder M wie Märtyrer. Kerim Pamuk:

„Das arabische Wort hierfür lautet ‚Schahid‘ und hat die gleiche Bedeutung wie das aus dem Griechischen entlehnte ‚Märtyrer‘: Zeuge. Der Märtyrer ist gerade ein schwer angesagtes ‚Role Model‘ für junge muslimische und viele europäische Männer, die auf dem Sexualmarkt zu den Ladenhütern gehören, weil sie keine besonders gute Partie sind oder ihnen die eigene sexuelle Orientierung Schwierigkeiten macht. Am besten lassen sich potentielle Märtyrer von islamistischen Rattenfängern rekrutieren, wenn sie um die Zwanzig sind. Ab Dreißig lässt der Drang, im Dschihad für 72 Jungfrauen zu sterben, spürbar nach. Vermutlich weil mit Dreißig der akute Hormonstau langsam dem Verstand weichen muss – im Idealfall.“

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