Rheinmetall-Manager – 1000 Kampfpanzer für Erdogan


Ein Aktivist steht vor dem Reichstag in Berlin mit einem Transparent mit der Aufschrift „Keine Panzer für Erdogan!“ vor einem alten Kampfpanzer vom Typ Leopard I und demonstriert gegen Aufträge an den Rüstungskonzern Rheinmetall für den Bau einer Panzerfabrik in der Türkei. Den Panzer hatten die Aktivisten vor den Reichstag bringen lassen © Jörg Carstensen/dpa
Ein Dinner mit dem Präsidenten und dubiose Partner als Türöffner: Interne Unterlagen beweisen, wie trickreich der Rüstungskonzern Rheinmetall den Bau von Panzern in der Türkei einfädelte.

Von Hans-Martin Tillak | stern.de

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat eine geplante Panzerfabrik in der Türkei viel intensiver vorbereitet als bislang bekannt. So trafen Manager des deutschen Unternehmens im November 2015 den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan persönlich zu einem Abendessen im Yildiz-Palast in Istanbul, bei dem es offenkundig um die geplante Produktion der Panzer ging. Das berichten wir gemeinsam mit dem Recherchezentrum Correctiv und der türkischen Exilredaktion Özgürüz in unserer neuen Ausgabe. Dem stern liegen ein bei dem Treffen entstandenes Gruppenfoto mit dem Präsidenten sowie Unterlagen vor, die die beteiligten Medien auswerten konnten. Sie geben bislang unbekannte Einblicke in das politisch hoch brisante Waffengeschäft.

1000 Kampfpanzer im Gesamtwert von sieben Milliarden Euro

In einer dem stern, Correctiv und Özgürüz vorliegenden Präsentation für Investoren kündigte Konzernchef Armin Papperger bereits Ende November 2015 und damit in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit dem Erdogan-Termin ein Joint Venture für den Bau von „gepanzerten Fahrzeugen“ mit türkischen Partnern an.

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