Irakische Schiitenführer erfinden sich neu


foto: reuters / saudi royal court Muqtada al-Sadr, der irakische Schiitenführer, beim saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Sadr stilisiert sich als irakischer Nationalist – was einer Absage an den Iran gleichkommt.
Die religiöse Identität scheint in der arabischen Politik momentan keine Konjunktur zu haben: Vom Golf kommt eine Säkularismus-Empfehlung, und im Irak distanzieren sich Turbanträger von ihrer schiitischen Agenda

Von Gudrun Harrer | derStandard.at

Dieser Schuss ging nach hinten los: Als der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in Washington, Yousef al-Otaiba, am Samstag in einem Interview mit PBS den Säkularismus pries – den das böse Katar verweigere -, kam das in gewissen Kreisen im wahhabitischen Saudi-Arabien gar nicht gut an. „Aufruf zum ‚regime change‘, Verschwörung gegen den Islam“, solche Stimmen kamen vom saudischen Klerus, aber auch aus der Königsfamilie.

Die Affäre erhellt die schizoide Situation der neuen Führung in Riad, die sich so gibt, als habe Saudi-Arabien – das die Front gegen Katar anführt, dem die Unterstützung der Muslimbrüder vorgeworfen wird – mit dem politischen Islam nichts zu tun.

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