Luther für alle?


links: Bildnis von Gewalt gegen Juden entstanden 1250 ;rechts: „Von den Juden und ihren Lügen“: mit dieser Schrift begann Martin Luthers Serie judenfeindlicher Schriften von 1543. Bild: zu-Daily.de
Viele Schauen zum Reformationsjubiläum besuchen weniger Leute als erwartet, doch die Landesausstellung ist schon jetzt ein Erfolg. Vielleicht weil die Macher einen breiteren Zugang zum Thema wählten

Von Hans Kratzer | Süddeutsche.de

Während das Lutherjahr 2017 vielerorts in Deutschland schleppend verläuft, herrscht in Coburg Zufriedenheit. Die auf der Veste und in der Kirche St. Moriz präsentierte Landesausstellung „Ritter, Bauern, Lutheraner“ erweist sich wie schon die vorherigen Landesausstellungen als Publikumsmagnet. „Vor der Halbzeit der Ausstellung zählen wir bereits 55 000 Besuche auf der Veste und 35 000 in der Kirche St. Moriz“, sagt Projektleiter Peter Wolf. Dem stellvertretenden Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte bereiten diese Zahlen sichtlich Freude. „Das übertrifft unsere Erwartungen.“

Viele andere Luther-Ausstellungen finden bei Weitem weniger Zuspruch, die Veranstalter sind enttäuscht. „Luther – kein Sommermärchen“, titelte dementsprechend die Frankfurter Rundschau. Auch bei der „Weltausstellung Reformation“, die sich in Thüringen durch die Lutherstadt Wittenberg zieht, blieben die Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen zurück. Zur Eröffnung rechnete man mit 500 000 zahlenden Besuchern. Ende Juni waren aber erst 40 000 Einzelkarten verkauft. Jetzt aber liege man mit den Zahlen im Plan, sagt Ulrich Schneider, der Geschäftsführer des veranstaltenden Vereins.

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