Die Suche nach einer zweiten Welt begann als Häresie und heisst heute Forschung


Universum Nasa, Esa, Hubble SM4 ERO Team
Woher kommt eigentlich die unauslöschliche Neugier auf ausserirdische Wesen? Sie wurzelt in der Sehnsucht nach der Wiederherstellung der alten Schöpfungsordnung und hat über die Jahrhunderte die wunderlichsten Verkleidungen angenommen.

Von Philipp Theisohn | Neue Zürcher Zeitung

1400 Lichtjahre von unserer Sonne entfernt zieht im Sternbild des Schwans ein Himmelskörper seine Kreise, von dem viel zu erwarten wäre, befindet er sich doch in einer sogenannten «habitablen Zone». Habitabel nicht für uns, aber möglicherweise für unseresgleichen, folgt man dem astrophysikalischen Kalkül: Der Abstand des Exoplaneten zu seinem Stern hält seine Durchschnittstemperatur etwa auf dem Niveau der Erde, flüssiges Wasser mag es dort geben oder gegeben haben – und dementsprechend auch Leben, so wie Erdbewohner sich nun einmal Leben vorstellen. In jenem Augenblick im Juli 2015, in welchem dem Gestirn nach seinem Entdeckerteleskop der Name Kepler 452b verliehen wurde, verwandelte es sich folgerichtig von einem Gesteinsbrocken, der sechs Milliarden Jahre auch gut ohne uns ausgekommen war, in die Projektionsfläche einer Sehnsucht: der Sehnsucht nach der zweiten Erde.

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