Soziologin: Kirchen müssen „Versuchung der Macht widerstehen“


Innsbrucker Forscherin Stöckl bei „Salzburger Hochschulwochen“: Europäisches kooperatives Staats-Kirchen-Modell bewährt sich in „postsäkularen Konflikten“ – Berliner Neurowissenschaftler Haynes: Hirnforschung führt zu neuen ethischen Debatten
In einer Zeit zunehmender globaler kultureller Konflikte, in denen auch religiöse und moralische Fragen immer stärker eine Rolle spielen, sollten Kirchen und Religionsgemeinschaften der „Versuchung der Macht widerstehen“.

kathpress

Das hat die auf postsäkulare Konflikte spezialisierte Innsbrucker Soziologin Kristina Stoeckl im Rahmen eines Vortrags bei den „Salzburger Hochschulwochen“ am Samstag unterstrichen. Zwar sei diese Gefahr in Europa nicht virulent, aber Beispiele etwa aus Russland oder den USA würden zeigen, wie leicht in postsäkularen Konflikten Religionen und Kirchen zu politisch einflussreichen Kräften werden könnten. Hüten sollten sich die Kirchen vor dieser Versuchung insofern, als dies einem konservativen, modernitäts-skeptischen Flügel innerkirchlich in die Hände spiele.

„Postsäkulare Konflikte“ zeichnen sich laut Stoeckl u.a. dadurch aus, dass sie potenziell transnational sind, keine eindeutigen Lösungen mehr kennen und vor allem nicht mehr an der Bruchlinie religiös-säkular entlang laufen, sondern sich zwischen konservativen und liberalen Positionen entwickeln und damit zum Teil quer durch Religionen und Kirchen laufen. Beispiele hierfür seien etwa die Debatten über die „Ehe für alle“, aber auch die Frage nach der Rechtmäßigkeit des Kreuzes in öffentlichen Räumen.

weiterlesen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s