Türkei: General belastet Deutschland im Putsch-Prozess


Akin Öztürk während seiner aktiven Zeit als Luftwaffengeneral| Quelle: picture alliance / dpa
Einer der Hauptangeklagten im Putsch-Prozess in der Türkei wähnt „ausländische Mächte“ als Drahtzieher – darunter Deutschland. Ist der General davon wirklich überzeugt? Vieles spricht dafür, dass er extremem Druck ausgesetzt wurde.

Von Boris Kalnoky | DIE WELT

Prellungen und Blutspuren in den Gesichtern, Augen ohne Hoffnung – so erschienen festgenommene Offiziere auf Fotos der türkischen Staatsmedien nach dem gescheiterten Coup im vergangenen Sommer. Es waren Bilder, die alles darüber sagten, was den Putschisten in der Türkei blühte. Eine Botschaft war diese: Die Türkei hat zwar Gesetze gegen Misshandlung in Polizeigewahrsam, gegen Folter – aber ab sofort würden diese Gesetze nichts mehr bedeuten.

Ein Gesicht stach heraus: Akin Öztürk. Wattebausch am blutverkrusteten Ohr, eingefallenes Gesicht – der einstige Luftwaffenchef wirkte wie ein wandelnder Toter. Zum Zeitpunkt des Putschversuchs besaß er keine aktive Funktion mehr in den Streitkräften, war aber hoch angesehen und immer noch Mitglied im Obersten Militärrat.

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