Vom asymmetrischen Krieg zurück zur konventionellen Kriegsführung


US-Brigade bei Saber Guardian Anfang Juli. Bild: Eucom.mil
Die Verschärfung des Konflikts zwischen der Nato und Russland wiederbelebt militärstrategisch und waffentechnisch den Kalten Krieg und damit den Boom der Rüstungsindustrie

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Schon länger ist wieder ein Wettrüsten, auch ein nukleares, eingetreten. Aber im Unterschied zum Kalten Krieg werden die Konflikte nicht mehr im Wesentlichen von zwei Blöcken, geführt von den Weltmächten Sowjetunion und USA, bestimmt, die Welt ist multipolarer geworden. Zwar wird die derzeit herrschenden Situation wieder durch die Konkurrenz zwischen Russland und den USA dominiert, aber dazu kommt längst auch China, das sich zwar gegen die USA mit Russland verbündet hat, aber keineswegs einen Block bildet. Dazu kommen weitere Staaten, die wie Israel, Pakistan und Indien über Atomwaffen verfügen, während Nordkorea allen Staaten bislang demonstriert, dass man mit dem Besitz von Atomwaffen zumindest für lange Zeit unangreifbar wird.

Nachdem seit 2014 der Konflikt mit Russland nach der Annexion der Krim nicht angefangen, sondern sich nur weiter aufgeschaukelt hat, kommt nach den asymmetrischen Kriegen gegen islamistische Aufständische in Afghanistan und im Irak sowie in anderen Ländern Szearien einer Kriegsführung zwischen mit schweren Waffen bis Atombomben hochgerüsteten Staaten wieder auf. Man muss annehmen, dass sich hier die Kommandanten auf beiden Seiten wohler fühlen, die ihren Militärjob während des Kalten Kriegs gelernt haben.

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