Eon profitiert von Rückzahlung der Brennelementesteuer


© DPA Hier werden Brennelemente eingesetzt.
Anfang Juni erklärte das Bundesverfassungsgericht die Atomsteuer für verfassungswidrig. Eon erhielt mehr als drei Milliarden Euro zurück – und konnte seinen Gewinn jetzt erheblich steigern.

Frankfurter Allgemeine

Eon-Chef Johannes Teyssen will nach den Rekordverlusten des Energiekonzerns wieder in die Offensive gehen. „Wir haben den finanziellen Spielraum, um in neues Wachstum zu investieren“, sagte der Manager am Mittwoch. Der Konzern hatte mit einer Kapitalerhöhung und der Rückzahlung der Atomsteuer durch den Bund mehrere Milliarden Euro eingenommen. 2016 hatte der Versorger nach hohen Abschreibungen einen Nettoverlust von 16 Milliarden Euro verbucht.

Im ersten Halbjahr fuhr der Konzern einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,8 Milliarden Euro. Dies war zwar ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent, lag aber über den Schätzungen der Analysten von 1,56 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis kletterte dank eines besseren Zinsergebnisses um 46 Prozent auf 881 Millionen Euro. Operativ lief es zuletzt vor allem im wichtigen Netzgeschäft besser, während Eon im Vertriebs- und im Ökostromgeschäft im Halbjahr noch mit Einbußen kämpfte.

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