Ungewöhnliches Flacker-Polarlicht entdeckt

Dieses Polarlicht leuchtet nicht nur, der blassrosa Bereich in der Mitte flackert auch extrem schnell, wie Videoaufnahmen entüllten. © Ayumi Y. Bakken
Geisterhaftes Flackern: Mit einer Highspeed-Kamera haben Forscher ein ungewöhnliches Polarlicht-Phänomen eingefangen: eine Aurora, die extrem schnell pulsiert. 50 bis 80 Mal in der Sekunde wird das Leuchten heller und wieder dunkler – und damit viel schneller als bei den bisher bekannten pulsierenden Auroren. Zudem tritt dieses Highspeed-Flackern gleichzeitig mit dem langsameren Pulsieren auf. Eine Theorie, warum das so ist, haben die Forscher bereits.

scinexx

Polarlichter erscheinen meist als grünlich oder rötlich leuchtende Schleier oder vorhangartige Schlieren am Himmel. Sie entstehen, wenn die energiereichen Teilchenströme von Sonnenstürmen mit dem Erdmagnetfeld und den Teilchen der Ionosphäre wechselwirken. Entlang der Magnetfeldlinien rasen dann schnelle Elektronen in Richtung der Pole und regen bei Kollisionen die Luftteilchen zum Leuchten an.

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Käßmann fordert, dass Kirche bei Scheidungen sensibler wird

Die Theologin Margot Käßmann fordert von der evangelischen Kirche einen besseren Umgang mit zerbrechenden Ehen.

evangelisch.de

„Die Voraussetzung für Ehe ist, dass man für immer zusammen bleiben will. Aber daran kann man scheitern wie an anderen Dingen im Leben auch“, sagte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und EKD-Reformationsbotschafterin am Donnerstag in Wittenberg. Von Kirchengemeinden wünsche sich Käßmann, Brüche im Leben der Menschen nicht zu tabuisieren.

Aus Sicht reformatorischer Theologen wie Martin Luther (1483-1546) oder Johannes Bugenhagen (1485-1558) sei Ehe kein Sakrament und eine Scheidung möglich. „Trotzdem ist das in unserer Kirche ein Thema, das wir seit Beginn der Reformation diskutieren und noch nicht ausdiskutiert haben“, sagte Käßmann, die sich selbst in ihrer Amtszeit als Landesbischöfin Hannovers scheiden ließ und daraufhin starker Kritik ausgesetzt sah. Kein Mensch lebe sündenfrei, betonte Käßmann, aber alle dürften mit ihren Sünden vor Gott treten. Das sei ein wesentlicher Bestandteil Luthers Gottesbildes und seiner Definition von Freiheit.

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Skeptiker machen PSI-Test in Würzburg

Sabine Krümmer pendelt, um die richtige Antwort zu erfahren. Schwingt das Pendel rechts herum, bedeute das „ja“, links sei es ein „Nein“. Bild: BR24
Gibt es Phänomene zwischen Himmel und Erde, die man nicht wissenschaftlich erklären kann? Funktionieren Gedankenübertragung, Geistheiler oder Wünschelruten? Diesen Fragen sind die „Würzburger Skeptiker“ auf der Spur.

BR24

Organisiert sind die Skeptiker aus Leidenschaft in einem Verein namens „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“ kurz GWUP. Jedes Jahr lädt diese Gruppe von Wissenschaftlern und interessierten Laien Kandidaten zum sogenannten PSI-Test ein, um ihre scheinbar übernatürlichen Kräfte unter wissenschaftlichen Bedingungen zu untersuchen.

In diesem Jahr heißt der erste Kandidat Alexander Moersdorf. Er ist ein hagerer Mann Mitte 40, ganz in schwarz gekleidet, mit Cowboyhut und grauem Spitzbart. Er kommt aus der kleinen Ortschaft Schmelz im Saarland und ist eigentlich  Straßenbaumeister. In der Hand hält er einen kleinen Kreuzpickel in der Größe eines Zimmermannshammers. Damit könne er wie mit einer Wünschelrute metergenau Wasser oder Strom im Boden finden, sagt er selbst, und zwar metergenau. Und das will er beweisen.

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Seine Opfer tötete er mit Biss in den Adamsapfel

Mindestens 24 Männer brachte Fritz Haarmann (1879-1925) ums Leben und zerstückelte sie anschließend Quelle: pa/ dpa (2)
Bis zu einem Menschen pro Woche soll Fritz Haarmann 1923/24 in Hannover umgebracht und zerstückelt haben. Selbst erfahrene Reporter brauchten damals „gute Nerven, um die Schilderungen Haarmanns anzuhören“.

DIE WELT

Von Berufs wegen sind Strafrichter und Staatsanwälte hartgesotten. So schnell überrascht sie nichts, erst recht nicht das Geständnis eines Angeklagten. Anders ist es aber, wenn ein mutmaßlicher Serienmörder gleich am ersten Tag seines Verfahrens immer wieder in den voll besetzten Gerichtssaal ruft: „Ja, glauben Sie denn, dass es Spaß macht, einen Menschen umzubringen?“ So etwas geht selbst erfahrenen Juristen an die Nieren.

Ebenso wie Gerichtsreportern. Paul Schlesinger, besser bekannt unter seinem Kürzel „Sling“, leitete in der Weimarer Republik nicht nur das Rechtsressort der angesehenen „Vossischen Zeitung“. Er war auch beim Strafprozess gegen Fritz Haarmann im Dezember 1924 anwesend.

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„Humanismus“ ist nur ein Wort

Bild: RDF
Michael Schmidt-Salomon hat die Bücher von Yuval Noah Harari scharf kritisiert

Von Harald Stücker | Richard-Dawkins-Foundation

Im Kern der Kritik steht dessen Charakterisierung des Nationalsozialismus als „evolutionärer Humanismus“. Damit provoziert Harari nicht nur den Widerspruch von Humanisten allgemein, sondern insbesondere den der Giordano Bruno Stiftung, die den „evolutionären Humanismus“ in einer völlig anderen Bedeutung zu ihrer Marke entwickelt hat. Allerdings scheint es hier vor allem um einen Streit um Worte und Etiketten zu gehen.

In etlichen Kommentaren dazu hieß es sinngemäß: Gut zu wissen, dann muss ich diesen Harari ja nicht mehr selbst lesen. Wahrscheinlich würde ich mich nur provoziert fühlen und aufregen. Dazu gebe ich zu bedenken, dass es lohnend sein kann, Bücher zu lesen, die dazu provozieren, die eigene Position zu überdenken. Yuval Noah Harari hat zwei bemerkenswert geistreiche, überaus lesenswerte Bücher geschrieben. Sapiens, deutsch Eine kurze Geschichte der Menschheit, erzählt diese Geschichte in groben Zügen, Homo Deus spinnt sie spekulativ zu einer prognostischen Geschichte der Zukunft weiter.

Die Begriffe „Religion“ und „Humanismus“ verwendet er auf idiosynkratische Weise. „Religion“ ist in seiner Lesart jeder Ideenkomplex, der eine Gesellschaft dadurch ordnet und ihr Richtung und Orientierung gibt, dass die meisten Mitglieder dieser Gesellschaft daran glauben. Ob darin ein oder mehrere Götter vorkommen, ist nebensächlich. Religion wird damit also zu einem wertfreien Begriff. Harari wählt bewusst den Begriff „Religion“ statt den der „Ideologie“, um deutlich zu machen, dass es sich nicht um einen wesentlichen Unterschied handelt, ob die herrschenden Werte generierenden Narrative von Göttern handeln oder nicht.

Mit dem Begriff „Humanismus“ verhält es sich ähnlich. Der Humanismus ist für Harari die herrschende Religion der Moderne. Das meint er ziemlich wörtlich: eine Religion, die ihre Wertvorstellungen nicht mehr aus und auf Gott, sondern aus dem und auf den Menschen bezieht. Bemerkenswert daran ist, dass für Harari die Geschichte der theistischen Religion als bestimmende Kraft abgeschlossen ist. Es führt kein Weg zurück zur Herrschaft der Religion.

„Mehr als ein Jahrhundert, nachdem Nietzsche verkündet hat, Gott sei tot, scheint der Allerhöchste ein Comeback zu erleben. Doch das ist ein Trugbild. Gott ist tot – es dauert nur eine Weile, den Leichnam loszuwerden.“ (Homo Deus, S. 364)

Das ist ein Schlüsselsatz für das Verständnis von Hararis Position. Wie nebenbei erklärt er hier seine überraschende Position, dass die großen nicht-humanistischen Weltreligionen keine aktive Rolle mehr spielen, nur noch eine reaktive. Die humanistisch-wissenschaftliche Kultur des Westens hat die Welt erobert, weil sie frühzeitig all ihre Ressourcen in den Dienst des Menschen gestellt hat, nicht mehr in den Dienst der Götter. Alle anderen Kulturen, die das nicht getan haben, spielen in Zukunft keine Rolle mehr, und wenn, dann höchstens als Problem. Der Islam ist für Harari nicht etwa eine Religion von gestern, sondern von vorgestern:

„Der radikale Islam stellt keine ernsthafte Bedrohung für das liberale Paket dar, denn bei aller religiösen Inbrunst begreifen seine Anhänger die Welt des 21. Jahrhunderts nicht wirklich.“ (Homo Deus, S. 364)

„Der Islam ist noch nicht einmal mit der industriellen Revolution zurande gekommen – kein Wunder, dass er wenig Relevantes über Gentechnik und künstliche Intelligenz zu sagen hat.“ (Homo Deus, S. 371)

Hier wird wieder deutlich, dass Harari aus höherer Warte auf die Welt schaut, aus der die Probleme der Tagespolitik kaum zu erkennen sind. Natürlich stellt der Islam aktuell eines der größten Probleme dar, aber intellektuell, perspektivisch, hat er nichts zu bieten. Es ist nicht etwa so, dass wir im Westen vor den großen, revolutionären islamischen Ideen Angst haben müssten, dass eine kommende Welle islamischer Innovationskraft droht, uns zu überrollen. Nein, es sind von uns entwickelte Innovationen – etwa in Landwirtschaft oder Medizin – die es islamischen Gesellschaften überhaupt erst ermöglichen, zu wachsen und zu gedeihen; und von uns entwickelte Massenvernichtungswaffen – mit denen sie uns bedrohen.

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Was sich Chefs von „verrückten Hunden“ und Hähnen abschauen

foto: imago/westend61 Eine brutale, aber sehr wirksame Strategie von Führungskräften ist die sogenannte Mad Dog Strategy: Man weiß nie, wann der Hund beißen wird – und muss daher selbst eine Strategie fahren, die einen Biss unwahrscheinlich macht
Verhaltensforscher und Evolutionsbiologe Gregor Fauma über Parallelen zwischen der Tierwelt und Machtkämpfen im Unternehmen

Von Gregor Fauma | derStandard.at

In erster Linie müssen Leader eine fürsorgliche Dominanz ausüben. Repressive Dominanz ist nämlich nicht gerade populär. Die Fähigkeiten, Streit zu schlichten, Projekte zu initiieren und den Zusammenhalt der Gruppe zu fördern, sind von eminenter Wichtigkeit, wenn man eine gute Führungsperson sein will. Wer das kann, bekommt von den anderen eventuell diesen Status verliehen. Dann läuft alles wie von selbst.

Der Hahnenkampf

Betrachten wir einmal das Zustandekommen von Rangsystemen bei Tieren: Wenn zwei Kamm-Hähne einen Kampf austragen, so versuchen sie, den Kamm des anderen zu verletzen und damit zu verkleinern. Denn wer den größeren Kamm hat, ist ranghöher. Blutet bei einem der Tiere der Kamm, ist der Kampf vorbei, und der Sieger steht fest. Je größer jedoch ein Kamm ist, desto leichter ist er zu treffen. Größe stellt ergo ein Handicap im Kampf dar.

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Erneut Razzien gegen Journalisten in Türkei

Schon vor zwei Jahren zum Tag der Pressefreiheit wurde dies festgestellt.FOTO: DPA
In der Türkei sind 35 Journalisten festgenommen worden. Ihnen werden Verbindungen zur Gülen-Bewegung vorgeworfen.

DER TAGESSPIEGEL

Die türkische Polizei hat bei Razzien in Istanbul zahlreiche Journalisten festgenommen. Insgesamt sei die Festnahme von 35 Medienvertretern angeordnet worden, meldete der Sender CNN Türk am Donnerstag. Ein Redakteur der regierungskritischen Zeitung „Birgün“ sei unter den bereits Festgenommenen.

Den Journalisten würden Verbindungen zur Bewegung um den Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen, die die türkische Führung für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich macht. Laut CNN Türk werden sie beschuldigt, den Messenger-Dienst ByLock benutzt zu haben. Über den Dienst sollen Gülen-Anhänger unter anderem über die Vorbereitung des Putschversuchs kommuniziert haben. Die Gülen-Bewegung gilt in der Türkei als Terrororganisation.

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Sekte in den USA verzeichnet Missbildungen durch Vielehe

Er ist der Anführer: Warren Jeffs (Archivfoto von 2007) ist wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu lebenslanger Haft verurteilt.
Die Fundamentalistische Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist ein radikaler Ableger der Mormonen. Ihre Mitglieder zeugen durch die polygame Lebensweise vermehrt Kinder mit schweren Missbildungen.

Von Dirk Hautkapp | General Anzeiger

Der berühmte Zion Nationalpark liegt um die Ecke. Bis zum Grand Canyon ist es auch nicht weit. Aber was kann die Schönheit der Natur schon ausrichten, wenn Erdbewohner aus Frömmigkeit fortgesetzt Leid und Elend erzeugen? Diese Frage stellt sich im idyllischen Short Creek. Ärzte im Grenzgebiet der US-Bundesstaaten Utah und Arizona warnen vor einer Katastrophe. In den Reihen der Fundamentalistischen Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (FLDS), einer radikalen Abspaltung der Mormonen, häufen sich Fälle eines genetischen Defekts, der mit mit schweren Missbildungen und massiver geistiger Behinderung einhergeht.

Ursache der unheilbaren Erkrankung ist nach Überzeugung des Kinderarztes Theodore Tarby aus Phoenix Inzucht. In den unter Short Creek bekannten Städtchen Hildale und Colorado City, wo Vielehe und Zwangsverheiratungen von Minderjährigen das gesellschaftliche Leben bestimmen, ist unter den 7500 Einwohnern blutsverwandtschaftlich nahezu jeder auf die Sektengründer Joseph Smith Jessop und John Yates Barlow zurückzuverfolgen. Darum wird mit einem exponentiellen Anstieg der Krankheit gerechnet.

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Transgender-Frauen aus US-Streitkräften verklagen Trump

Schon Ende Juli gab es Proteste gegen den Beschluss der Trump-Administration, Transgender vom Militärdienst auszuschließen. – APA/AFP/PAUL J. RICHARDS
Entlassung? Pensionszahlungen? Das Verbot des Militäreinsatzes für Transgender könnte bis zu über 10.000 Personen betreffen. Fünf Transgender-Frauen klagen.

Die Presse.com

Fünf Transgender-Frauen aus den US-Streitkräften verklagen Präsident Donald Trump und das Pentagon – nachdem Trump verkündet hat, dass kein Transgender mehr in der Armee dienen soll. Mit der am Mittwoch vor einem Bundesgericht eingereichten Klage wollen die Frauen erreichen, dass das von Trump reaktivierte Transgender-Verbot für verfassungsfeindlich erklärt wird.

Ursprünglich sollten die Streitkräfte seit Juli offiziell für Transgender geöffnet sein. Nach einer Anordnung des ehemaligen Präsidenten Barack Obama sollte das Transgender-Verbot für die Armee damit also eigentlich aufgehoben werden. Dieser Termin wurde dann vom Pentagon kurzfristig um ein halbes Jahr verschoben, um Zeit für weitere Prüfungen zu haben.

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Schlepper stößt 120 Migranten aus Afrika ins Meer – 29 Tote

Themenbild. dpa
Der Fahrer eines Flüchtlingsbootes hat mehr als 120 Migranten aus Somalia und Äthiopien gezwungen, ins Wasser zu springen. Fast 30 starben, 22 werden vermisst. Die Überlebenden verscharrten die Leichen notdürftig am Strand.

DIE WELT

Ein Schlepper hat der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge vor der Küste Jemens 29 aus Somalia und Äthiopien stammende Migrantenertrinken lassen. Auf einem Boot habe der Schmuggler dort am Mittwoch mehr als 120 Migranten gezwungen, ins Wasser zu springen, berichtete die in Genf ansässige IOM.

Kurz darauf hätten Mitarbeiter der Organisation, die an die Vereinten Nationen angegliedert ist, am Strand 29 Leichen in flachen Gräbern entdeckt. Die überlebenden Flüchtlinge hätten die Leichen notdürftig in der südlichen Provinz Schabwa verscharrt. 22 Migranten würden außerdem noch vermisst.

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Schädelfund schließt Stammbaumlücke

Der Schädel des Nyanzapithecus alesi – eines vor 13 Millionen Jahren lebenden Urzeit-Menschenaffen. © Fred Spoor
Spektakulärer Fund: In Kenia haben Forscher den Schädel eines 13 Millionen Jahre alten Menschenaffen entdeckt. Das gut erhaltene Fossil ist in doppelter Hinsicht bedeutsam: Es schließt eine bisher klaffende Lücke im Stammbaum von Menschenaffen und Menschen und es ist der am vollständigsten erhaltene Schädel eines ausgestorbenen Menschenaffen überhaupt, wie die Paläontologen im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Vor rund sechs bis sieben Millionen Jahren trennten sich die Stammeslinien von Mensch und Schimpanse. Doch wie sich der gemeinsamen Vorfahren beider entwickelte und wie die ersten Hominoiden, die Vorfahren der Menschenaffen und Menschen, entstanden, ist bisher unbekannt. Denn aus der entscheidenden Zeit vor 23 bis fünf Millionen Jahren gibt es kaum Fossilien, darunter so gut wie keine Schädel.

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Gender-Bias in der Diagnostik: Autismus könnte bei Mädchen unerkannt bleiben

foto: istockphoto.com/payamona
Autismus ist bei Buben häufiger als bei Mädchen. Neue Studien legen jedoch nahe, dass Mädchen die Krankheit lediglich besser verbergen

dieStandard.at

Buben leiden deutlich öfter an Autismus als Mädchen. Das ist eine weitverbreitete Annahme über die Entwicklungsstörung. In den USA etwa kommt auf vier Buben mit Autismus nur ein autistisches Mädchen. Diese Häufung der Krankheit bei Buben legt nahe, dass es genetische Faktoren gibt, aufgrund deren es für sie wahrscheinlicher ist, an Autismus zu erkranken. Das ist neuen Forschungen zufolge jedoch nur teilweise für das ungleiche Verhältnis verantwortlich. Denn zusätzlich dazu finden sich immer mehr Hinweise darauf, dass es in der Diagnostik der Erkrankung einen Gender-Bias gibt, der dazu führen könnte, dass Autismusspektrumsstörungen bei Mädchen erst später oder gar nicht diagnostiziert werden.

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Afghanistan: Gabriel und de Maizière halten an Abschiebepraxis fest

Terroranschlag in Afghanistan/Kabul, bei dem mindestens 80 Menschen getötet wurden.
Einem Zwischenbericht der Bundesregierung zur Sicherheitslage in Afghanistan zufolge können abgelehnte Asylbewerber im Einzelfall abgeschoben werden. Grünen-Politiker Nouripour Kritisiert Gabriel, er male sich die Sicherheitslage schön aus Angst vor der AfD.

MiGAZIN

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wollen daran festhalten, nur Straftäter und Gefährder nach Afghanistan abzuschieben. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, sagte am Mittwoch in Berlin, es werde ein zwischen den Ressorts abgestimmter Zwischenbericht zur Sicherheitslage in Afghanistan an die Bundesländer übermittelt. Die Länder sind für die Durchsetzung von Abschiebungen zuständig.

Der Zwischenbericht komme zu dem Ergebnis, dass die bisherige Haltung der Bundesregierung zu den erzwungenen Rückführungen nicht korrigiert werden müsse, sagte Schäfer. Die Bundesregierung ist der Auffassung, dass abgelehnte Asylbewerber je nach konkretem Fall in Afghanistan sicher leben können. Die Sicherheitslage hänge unter anderem von der Region sowie von persönlichen Umständen wie etwa Geschlecht und ethnischer Herkunft der Betroffenen ab, erklärte Schäfer mit Verweis auf den Zwischenbericht.

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Kapitulation vor Antifeminismus?

HP agentin.org. Screenshot: bb
Der Heinrich-Böll-Stiftung hat ihr Online-Lexikon „Agent*In“ vom Netz genommen.

Von Peter Nowak | TELEPOLIS

Ein kritisches Lexikon zum Antifeminismus wollte die grünennahe Heinrich-Böll- Stiftungzur Verfügung stellen. Doch wer die Seite anklickt, erfährt nur, dass das Projekt zurzeit ruht. Dafür gibt es auf der Homepage der Heinrich-Böll-Stiftung eine Erklärung, die eine Kapitulation vor einer wochenlangen rechten Kampagne darstellt.

Dort heißt es:

In Abstimmung mit der Redaktion des Projekts hat der Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung das Online-Lexikon „Agent*In“ vom Netz genommen. Die öffentlich und intern geübte Kritik am Format der „Agent*In“ hat uns deutlich gemacht, dass dieser Weg nicht geeignet ist, die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung zu Antifeminismus zu führen. Wir bedauern sehr, dass durch die gewählte Form manche an antidemokratische Methoden erinnert werden und entschuldigen uns bei denjenigen, die sich möglicherweise persönlich verletzt fühlen.

Stellungnahme der Heinrich-Böll- Stiftung

Hier wird sich bei denen entschuldigt, die als bekannte Personen des Antifeminismus auf dem Wiki aufgeführt waren. Mitte Juli wurde er freigeschaltet und zeitgleich wurde eine Broschüre unter dem Titel „Gender raus“ publiziert. In einer Pressemitteilung, in der die Broschüre und das Wiki beworben wurden, heißt es:

Angriffe gegen Feminismus, Gleichstellungspolitik, sexuelle Selbstbestimmung, gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechterforschung haben stark zugenommen. Die gemeinsam vom Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung herausgegebene Broschüre „Gender raus!“ Zwölf Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender-Kritik bietet verständliche Argumente und Anregungen, wie antifeministische Behauptungen und Parolen entlarvt und richtiggestellt werden können. Das Online-Lexikon Agent*In (Information on Anti-Gender-Networks) informiert tiefergehend zu den Gruppierungen und Akteur*innen, die hinter diesen Angriffen und Parolen stecken. Die Agent*In ist als sogenanntes Wiki ein gemeinsames Projekt des Gunda-Werner-Instituts in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von feministischen Autor*innen. Lexikon und Broschüre ergänzen sich gegenseitig.

Pressemitteilung

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Made in China: Online-Händler Alibaba verkauft „Flüchtlingsboote“

Screenshot/Alibaba
Immer wieder tauchen Anzeigen auf Alibaba auf, die Flüchtlingshelfer verärgern: Billige Schlauchboote werden als ideal für den Flüchtlingstransport angepriesen

Die Presse.com

Auf der Seite des chinesischen Online-Riesen Alibaba bewirbt eine Firma ihre Boote als „high-quality refugee boats“. Die Schlauchboote, die es ab 800 Dollar gibt, sollen besonders für den Transport von Flüchtlingen geeignet sein. Die Beispielbilder der Anzeige zeigen vollbesetzte Boote, optional kann man Schwimmwesten dazu bestellen. Es gab bereits in der Vergangenheit ähnliche Anzeigen, die nach Protest von Flüchtlingsorganisationen offline gestellt wurden.

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Überraschung! Potsdamer Garnisonkirchturm wird teurer – mit Staatsknete geht das

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Der Wiederaufbau des Turms der Potsdamer Garnisonkirche wird teurer als bislang geplant.

evangelisch.de

Der weitere Erhalt eines DDR-Gebäudes in unmittelbarer Nähe des historischen Standortes der 1945 zerstörten und 1968 abgerissenen Barockkirche führe zu Mehrkosten, die zunächst nicht vorgesehen waren, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch in Potsdam mit. Bei Erteilung der Baugenehmigung sei man von einem Abriss des Gebäudes ausgegangen. Die genaue Höhe der Mehrkosten werde derzeit ermittelt. Im Gespräch sei eine Übernahme der Kosten durch die Stadt. Der Hochbau des Kirchturms soll den Angaben zufolge im Frühjahr 2018 starten.

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Afghanische Dorfbewohner berichten von Taliban-Gewaltorgie

Drei der befreiten Geiseln im Dorf Mirzawalang. – APA/AFP/STR
Laut Augenzeugen erschossen und enthaupteten die Extremisten Geiseln in einem nordafhganischen Schiiten-Dorf – unter Mithilfe des IS.

Die Presse.com

Nach ihrer Befreiung aus den Händen der radikalislamischen Taliban haben afghanische Dorfbewohner am Mittwoch von brutalen Szenen während der Geiselnahme berichtet. Laut Behörden töteten die Islamisten mindestens 50 Menschen in dem Ort Mirzawalang im Norden Afghanistans, Dorfbewohner sprachen von einer regelrechten Gewaltorgie. 235 Geiseln waren am Dienstag nach Verhandlungen wieder freigekommen.

Die befreiten Dorfbewohner berichteten, die meisten Getöteten hätten der bei den sunnitischen Taliban verhassten schiitischen Hazara-Minderheit angehört. Sie seien entweder erschossen oder enthauptet worden. „Die Angreifer haben eine Gruppe von Männern, Frauen und Kindern hinter einen Hügel geführt und alle erschossen“, sagte ein Einwohner des Orts, Ali Dad Zafari.

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Huber: „Selbstgerechtigkeit tötet öffentlichen Diskurs“ – er sollte damit anfangen selbstgerecht zu sein

Quelle:dradio.de
Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, hat eine mangelnde öffentliche Diskussion kritisiert.

evangelisch.de

„Ich glaube wir erleben eine neue Kultur der Selbstgerechtigkeit: Man schließt sich im Kokon der eigenen Überzeugungen ein, bleibt unter Gleichgesinnten und pflegt seine Vorurteile“, sagte Huber der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Diese Selbstgerechtigkeit tötet den öffentlichen Diskurs.“ Huber wird am 12. August 2017 75 Jahre alt. Er war von 2003 bis 2009 EKD-Ratsvorsitzender und von 1994 bis 2009 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

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Lemmy Kilmister und „Lemmysuchus“, das Urzeit-Krokodil

(Foto: Mark Witton/AFP)
Wissenschaftler haben ein Reptil nach dem verstorbenen Motörhead-Gründer Lemmy Kilmister benannt. Es war eine der „bösesten Kreaturen, die jemals die Erde bewohnt haben.“

Süddeutsche.de

Die Cover von Heavy-Metal-Platten aus den 1980er-Jahren wirken heute wie Fossilien aus einer untergegangenen Ära der Popkultur. Insofern ist diese Illustration eines urzeitlichen Krokodils höchst treffend: Das Bild sieht aus, wie das Plattencover einer Hardrockband – und es würdigt den großen Lemmy Kilmister, den verstorbenen Sänger und Bassisten der Band Motörhead.

Bei dem grausigen Tier handelt es sich um ein sechs Meter langes Meereskrokodil, das vor etwa 165 Millionen Jahren lebte. Die fossilen Überreste der Panzerechse waren bereits 1909 in einer Tongrube nahe der britischen Stadt Peterborough entdeckt worden.

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Trump Is So Needy He Has Staff Prepare a Special Folder for Him Twice a Day

Image: NBCNews/YouTube
A new report reveals White House officials treat the president like a spoiled toddler.

By Hunter | DailyKos-Alternet

In today’s news, VICE News reports that the president of the United States is treated like a spoiled pouting toddler by his own staff—and that his staff fights for the privilege of doing it.

Twice a day since the beginning of the Trump administration, a special folder is prepared for the president. The first document is prepared around 9:30 a.m. and the follow-up around 4:30 p.m. Former Chief of Staff Reince Priebus and former Press Secretary Sean Spicer both wanted the privilege of delivering the 20- to 25-page packet to President Trump personally, White House sources say.These sensitive papers, described to VICE News by three current and former White House officials, are not top-secret intelligence or updates on legislative initiatives. Instead, the folders are filled with screenshots of positive cable news chyrons (those lower-third headlines and crawls), admiring tweets, transcripts of fawning TV interviews, praise-filled news stories, and sometimes just pictures of Trump on TV looking powerful.

Did I say toddler? I mean dog. The White House staff treats Donald Trump like an anxiety-riddled dog.

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