Das dunkle Erbe der Präsidentenvilla


Die Dienstvilla des Bundespräsidenten im Berliner Stadtteil Dahlem Quelle: picture alliance / dpa
1933 wurde der heutige Berliner Dienstwohnsitz des deutschen Staatsoberhaupts dem jüdischen Eigentümer offenbar unter Wert abgepresst. Darüber hat ein Gutachter das Bundespräsidialamt aber im Unklaren gelassen.

Von Sven Felix Kellerhoff | DIE WELT

Amtierende Staatsoberhäupter leben überall in der Welt in repräsentativen Residenzen oder Schlössern statt in privaten Wohnungen. Natürlich hält auch Deutschland für seinen Präsidenten eine Dienstvilla bereit, gelegen in der Pücklerstraße 14 im noblen Berliner Stadtteil Dahlem. Zuletzt wohnte hier Altbundespräsident Joachim Gauck, sein Nachfolger Frank-Walter Steinmeier soll in Kürze einziehen.

Allerdings fällt nun ein Schatten auf die Immobilie Pücklerstraße 14. Denn wie jetzt durch Recherchen der „Bild“-Zeitung bekannt geworden ist, musste der jüdische Eigentümer das Haus 1933 unter Druck und weit unter Wert verkaufen. Herausgefunden hat das der Historiker und Jurist Julien Reitzenstein bei Forschungen über die Wissenschaftsabteilung der SS, die in unmittelbarer Umgebung der Pücklerstraße mehrere Grundstücke nutzte. Reitzenstein forscht seit vielen Jahren über Opfer des NS-Regimes und lehrt an verschiedenen Universitäten.

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