Lutheraner und Reformierte: Es war keine Liebeshochzeit


Protestantische Kirchen sind beide, aber theologisch unterscheiden sich Reformierte und Lutheraner. Die Nassauische Union vor 200 Jahren war darum etwas Besonderes. Für das strittige Abendmahl wurde eigens ein „Unionsbrot“ erfunden.

Von Nils Sandrisser | evangelisch.de

Angeblich war der persönliche Wunsch des Herzogs ausschlaggebend. Wilhelm I. von Nassau, der dem reformierten Bekenntnis in der Tradition von Calvin und Zwingli anhängt, will gemeinsam mit seiner lutherischen Frau Luise das Abendmahl feiern. Im Jahr 1817 ist das undenkbar: Es gibt mehrere protestantische Kirchen, die theologisch uneins sind.

Wilhelm will das ändern. Neben dem gemeinsamen Abendmahl mit der Gattin hat er auch einen ganz handfesten Beweggrund: Nach den Wirren der napoleonischen Zeit muss er seine Herrschaft in Nassau festigen. Er will das Land vereinheitlichen – und praktischerweise die Kirchen gleich mit. Im Falle der Katholiken ist das zwar von vornherein aussichtslos, aber nicht bei den verschiedenen Richtungen der Protestanten.

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