AWO gegen Kopftuch in der Schule


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Eine Muslimin erhält von der AWO Hessen Süd eine mündliche Zusage, arbeitet zwei Tage in der Kinderbetreuung – dann heißt es: wegen ihres Kopftuchs darf sie nicht beschäftigt werden. Nun geht der Streit vor Gericht.

Von Oliver Teutsch | Frankfurter Rundschau

Es geht hoch her am Freitag vor dem Arbeitsgericht Frankfurt. „Ich darf Sie bitten, hier dem Gütetermin gerecht zu werden“, muss Richterin Silke Kohlschiffer beide Parteien gleich zweimal ermahnen. Auslöser des hitzigen Rechtsstreits ist die Frage, ob die Arbeiterwohlfahrt Hessen Süd eine Muslimin beschäftigen muss, die zum Zeichen ihrer Religiosität ein Kopftuch trägt.

Für Mahdia Maleki lief die Sache mehr als unglücklich. Die 26-Jährige bewarb sich zum Ende ihres Studiums für die Nachmittagsbetreuung an der Kasinoschule in Höchst. Nach dem Vorstellungsgespräch bei der zuständigen Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hessen Süd bekam die Sozialpädagogin eine mündliche Zusage und wurde zu zwei pädagogischen Tagen Anfang März eingeladen. Daraufhin kündigte sie ihre Tätigkeit als Honorarkraft bei einem Forschungsprojekt. Am zweiten Tag ihrer Hospitanz kam dann aber die Kehrtwende. Die Bewerberin dürfe wegen ihres Kopftuchs nicht eingestellt werden, hieß es aus der Zentrale der AWO.

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