In Amerika tobt ein Kulturkampf um Reiterstandbilder


Statue des Generals Robert E. Lee in Charlottesville, Virginia. (Foto: AFP)
Statuen von Südstaaten-Generälen erinnern viele an eine finstere Zeit, in der Menschen eine Ware waren. In Charlottesville demonstrierten Rechsradikale gegen den Abbau – und die Gewalt eskalierte.

Von Hubert Wetzel | Süddeutsche.de

Mal ist es Robert E. Lee hoch zu Ross. Mal ist es Thomas „Stonewall“ Jackson. Mal ist es nur ein einfacher Infanterist mit Vorderlader. Doch die Statuen von Generälen und Soldaten der konföderierten Armee – des Heeres der Südstaaten also, die im amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 gegen den Norden kämpften – stehen überall im Süden der USA. Kaum eine Stadt kommt dort ohne ein Monument aus, das an den brutalen Krieg und die vielen Toten erinnert.

Die Befürworter sehen die Monumente als Zeichen der Mahnung, die vor allem an soldatische Tugenden wie Ehre oder Pflichterfüllung erinnere. Für viele Kritiker jedoch erinnern diese Statuen an etwas ganz anderes: an eine finstere Zeit, in der Rassismus Staatsdoktrin war, eine ganze Gesellschaft auf dem Fundament der Sklaverei ruhte und schwarze Menschen eine Ware ohne Rechte waren, die nach Belieben gehandelt werden konnte.

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