Apostel Oster: „Christentum ist nie unpolitisch“

FB-Page, Screenshot:bb
Im Mittelpunkt der Predigt von Bischof Dr. Stefan Oster am Fest Maria Himmelfahrt in Altötting stand zwar die Gottesmutter und ihre Bedeutung für die Christen, doch mit Blick auf die Bundestagswahl wurde der Passauer Oberhirte auch politisch: „Christentum ist nie unpolitisch. Christen haben eine Aufgabe in der Welt. Sie müssen schauen, dass die Familie, dass jeder Mensch in seiner Würde geschützt wird, dass die Schöpfung bewahrt, dass Gerechtigkeit geschaffen wird.“

Alt-Neuöttinger Anzeiger

Als Vertreter der Staatsregierung war Innenminister Joachim Herrmann nach Altötting gekommen. Im Gespräch mit der Heimatzeitung sagte Herrmann, der CSU-Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl ist, die Predigt sei eine „Ermunterung und Erinnerung“ gewesen, die christliche Botschaft als Basis für die eigene Arbeit zu nehmen. Eine „Wahlpredigt“ oder gar Empfehlung jedoch sei dies nicht gewesen, so Herrmann.

Weitere Themen des Redaktionsgesprächs waren der Weiterbau der A94, die Innen- und Sicherheitspolitik und die – so Herrmann – „starke Rolle“ von MdB Stephan Mayer auf diesen Feldern sowie die Frage, warum Stadt und Landkreis Altötting bei öffentlichen Projekten immer mit hohen staatlichen Förderquoten bedacht würden.

 

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Berlin: Erzapostel warnt vor Wegfall religiöser Symbole

Heiner Koch. Bild: wikimedia.org. CC-BY-SA 4.0 – Martin Rulsch

Berlins katholischer Erzbischof Heiner Koch hat vor einem Wegfall religiöser Symbole im öffentlichen und staatlichen Bereich gewarnt. „Statt der religiösen Zeichen bliebe nur die weltanschauliche Leerstelle übrig“, sagte Koch in der Berliner Sankt Hedwigs-Kathedrale.

religion.ORF.at

Der Staat würde sich „mit der Zurückweisung religiöser Zeichen die atheistische Weltanschauung zu eigen machen“. In der Hauptstadt hatte es unlängst eine Kontroverse um die Errichtung des historischen Kuppelkreuzes auf dem rekonstruierten Berliner Stadtschloss gegeben.

Aufruf zu Debatte über religiöse Zeichen

Zugleich rief Koch zu einer intensiven gesellschaftlichen Debatte darüber auf, wie die Präsenz religiöser Zeichen „für den Glauben an Gott und für den atheistischen Glauben an die Nichtexistenz Gottes“ in Staat und Gesellschaft zum Ausdruck gebracht werden könnte.

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AfD-Funktionäre sollen Verbindungen zu russischem Spion haben

Der 41-jährige Manuel Ochsenreiter (l.) ist ein Journalist, der in die Krisenregionen reist, um der Deutungshoheit westlicher Medien alternative Fakten entgegenzusetzen. Hier im griechischen Parlament mit der Abgeordneten Evgenia Uzunidou. (Foto: imago)
  • AfD-Funktionäre brechen immer wieder nach Osteuropa auf – und attestieren fragwürdigen Abstimmungen in prorussischen Regionen als Wahlbeobachter demokratische Unbedenklichkeit.
  • Organisiert werden die Reisen auch über einen Berliner Verein.
  • Stellvertretender Vorsitzender ist ein Mann, dem der polnische Generalstaatsanwalt Spionage für den russischen Nachrichtendienst FSB vorwirft.

Von Katja Riedel, Andrea Becker, Sebastian Pittelkow, Georg Heil | Süddeutsche.de

Manuel Ochsenreiter trägt Stahlhelm und kugelsichere Weste. Hinter ihm türmen sich mal Reifenstapel, mal ragen Trümmer in die Luft. Meist steht er dabei freundlich lächelnd und Zigarette rauchend neben Soldaten. Auf einigen der Aufnahmen sind Wahlurnen zu sehen. Er zeigt die Bilder mit Stolz, wenn er über seine Reisen spricht, die ihn häufig in umkämpfte Krisenregionen am Rande Europas führen, etwa dorthin, wo russische Separatisten und ukrainische Truppen kämpfen.

Für Ochsenreiter, aber auch für die vielen Herren und wenigen Damen, die ihm am „Russlandtag“ der Alternative für Deutschland in der alten Fabrikhalle im Magdeburger Gewerbeviertel gebannt zuhören, ist klar: Ochsenreiter ist ihr Held. Ein Journalist, der in die Krisenregionen reist, um der Deutungshoheit westlicher Medien alternative Fakten entgegenzusetzen. Fakten, die er recherchiere, während von der nahen Front der Sound des Krieges donnert. Manuel, hörst du, wie dein Geld arbeitet, würden sie zu ihm sagen, seine „Freunde“. Europäisches Steuergeld, um amerikanische Kriegsziele in der Ukraine zu verwirklichen – so das Narrativ. Seine Erkenntnisse veröffentlicht Ochsenreiter in der extrem rechten, prorussischen und antiwestlichen Zeitschrift Zuerst, deren Chefredakteur er auch ist. Unverhohlen wird den Lesern in dem Blatt auch Nahe gelegt, wen sie wählen sollen: Die Alternative für Deutschland.

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Zehn Raumsonden „jagen“ Sonnensturm

Mit einem koronaren Massenauswurf auf der Sonne am 14. Oktober 2014 begann die „Verfolgungsjagd“ quer durch das Sonnensystem. © SDO/NASA, SOHO (ESA/ NASA)
Konzertierte Aktion: Erstmals haben Astronomen einen Sonnensturm auf seinem gesamten Weg durch das Sonnensystem verfolgt – von der Sonne bis zum Pluto. Gleich zehn Raumsonden lieferten dafür die Daten, darunter mehrere Mars-Orbiter, Cassini, Rosetta, New Horizons und Voyager 2. Diese Beobachtungen zeigten zum ersten Mal, wie sich Tempo und Magneteigenschaften eines solchen koronaren Massenauswurfs im Verlauf seines Fluges verändern.

scinexx

Eigentlich hatte sich das Bodenteam der ESA-Sonde Mars Express darauf gefreut, den Kometen Siding Spring bei seinem nahen Vorbeiflug am Mars zu beobachten. Doch es kam anders: Als sie am 14. Oktober 2014 alles für diese Passage vorbereiteten, ereignete sich auf der Sonne ein koronarer Massenauswurf (CME): Die Sonne schleuderte eine gewaltige Wolke aus geladenem und magnetischem Plasma ins All hinaus.

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Über das islamische Kopftuch

Audrey Hepburn, „Breakfast at Tiffany’s“ (1961)
„Obwohl das islamische Kopftuch kein religöses Symbol ist, bedeutet dies aber nicht, dass es keinen Symbolcharakter hätte.“

Von Giordano Brunello | Richard-Dawkins-Foundation

Bevor ich mich mit den islamischen Kleidervorschriften und im Besonderen mit dem islamischen Kopftuch (hijab) befasse, möchte ich zunächst eine aus meiner Sicht komplette Fehleinschätzung der Bedeutung und der Tragweite des islamischen Kopftuchs korrigieren, die leider sehr oft anzutreffen ist. Es ist völlig unzulässig und auch falsch, das islamische Kopftuch mit Kopftüchern, die im Westen insbesondere in den Sechziger- und Siebzigerjahren in Mode waren, zu vergleichen. Das Kopftuch, das von der Stilikone Audrey Hepburn etwa im Film „Frühstück by Tiffany’s“ getragen wurde oder das allseits bekannte Kopftuch der Queen, sind im Gegensatz zum islamischen Kopftuch wertfreie Kleidungsstücke. Die Trägerinnen dieser „westlicher“ Kopftücher wollen oder wollten damit keine besondere moralische respektive gesellschaftspolitische Botschaft vermitteln, oder eine verinnerlichte Werteordnung im Zusammenhang mit der Sexualmoral zum Ausdruck bringen. Auch soll mit diesen Kopftüchern kein „göttliches Recht“ erfüllt respektive durchgesetzt werden. Es kann ausgeschlossen werden, dass die Person, die für das Styling von Audrey Hepburn im vorerwähnten Film verantwortlich war, auch nur ansatzweise an solche Dinge gedacht hat.

Weshalb ein solcher Vergleich unzulässig ist, möchte ich anhand eines besonders krassen Beispiels verdeutlichen, das in überhaupt keinem Zusammenhang mit den islamischen Kleidungsvorschriften steht. Es dürfte bekannt sein, dass das Hakenkreuz in Indien lange vor den Nationalsozialisten ein Glückssymbol war und immer noch ist. Auch im Westen wurde das Hakenkreuz vor der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in der Architektur oder in der Mode als Ornament eingesetzt, ohne dass ihm eine rassistische und totalitäre Bedeutung zugerechnet worden wäre.

Dieses Beispiel zeigt auf, dass zwei gleich oder mindestens sehr ähnlich aussehende Gegenstände völlig unterschiedliche Bedeutungen haben können. Solchen Konstellationen begegnen wir immer wieder in unserem Leben. Die wichtige Erkenntnis daraus ist, dass es nur auf die Bedeutung und Inhalt von solchen Dingen ankommen kann und das Äußere mehr oder weniger irrelevant ist. Auf das Hakenkreuz übertragen bedeutet dies, dass das darin enthaltene Problem nichts mit der Ästhetik dieses Symbols zu tun hat. Vielmehr geht es ausschließlich darum, was hinter diesem Symbol steht und wer damit welche Botschaften vermittelt. So haben meine Überlegungen über das islamische Kopftuch, die ich hier meinen Lesern vermitteln möchte, überhaupt nichts mit meinen persönlichen ästhetischen Wertungen etwas zu tun. Über Geschmack lässt sich nämlich nicht streiten. Es geht mir vielmehr um materielle Inhalte und Botschaften, die mit dem islamischen Kopftuch verbunden sind und was davon zu halten ist.

Aus meiner Sicht stellt genau diese äußerliche Ähnlichkeit, die ich vorhin angesprochen habe, oder sogar das gleiche Aussehen des islamischen Kopftuches mit „westlichen“ Kopftüchern den Hauptgrund für die oft anzutreffende verharmlosende Betrachtungsweise dieses Kleidungsstücks dar. Oft heißt es bei Diskussionen „Auch unsere Großmütter hatten früher Kopftücher an!“ oder „Ich bin zwar gegen die Burka, aber Kopftücher sind doch etwas, was auch wir in unserer eigenen Kultur kennen!“. Solche Vergleiche sind deshalb falsch, weil die Kopftücher der Großmütter nicht die gleiche Bedeutung haben wie das islamische Kopftuch. So wie man nicht alle Hakenkreuze in den gleichen Topf werfen kann, ist dies auch bei Kopftüchern unzulässig.

Die religiöse Pflicht zum Tragen eines Kopftuchs geht gemäß islamischer Tradition, d.h. nach geltender islamischer theologischer Doktrin, auf Sure 24:31 zurück. Wörtlich heißt die Stelle: „Sie [die Frauen] sollen ihre chumur (sing. chimar / خمار / ḫimār) über ihre Taschen schlagen“, wobei die eigentliche Bedeutung der chumur unklar ist, aber traditionell, etwa im Korankommentar des islamischen Historikers und Gelehrten Tabari(um 900 n. Chr.), als Kopftuch verstanden wird. Auch die Webseite islam.de übersetzt die Stelle mit Kopftuch. Häufig wird auch der Begriff „Schleier“ verwendet. Diese Übersetzung ist nicht unumstritten und wird von einer nicht geringen Anzahl von Musliminnen und Muslimen auch nicht so verstanden und umgesetzt. Das Problem liegt jedoch nicht einfach in diesem Wort allein, sondern im Gesamtkontext dieser Koranstelle. Daher zitiere ich im Nachfolgenden nicht nur Sure 24:31 sondern auch Sure 24:30. Die Übersetzung stammt von islam.de, wobei allfällige Ungenauigkeiten meines Erachtens nicht wirklich eine Rolle spielen:

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Vom Fluchen

Die Kugel Schokoeis ist gleich vor der Eisdielentür auf den Gehsteig geplatscht? Schweinebraten! Foto: imago
Ach, der schöne Pomadenhengst ist rausgeflogen aus dem Duden. Wegen Nichtgebrauchs. Glücklicherweise werden andere Schimpfwörter noch munter gebraucht.

Von Sylvia Staude | Frankfurter Rundschau

Es gab einmal einen kleinen Jungen (und diese Geschichte ist wahr), der fluchte, wenn ihm etwas stark missfiel: Schweinebraten! Schweinebraten! Mancher, der den kleinen Jungen nicht näher kannte, meinte, er müsse sich verhört haben. Wie, Schweinebraten? Das soll ein Schimpfwort sein? Jahre später wurde der Junge Vegetarier, noch später Vater. Vielleicht gibt er das S-Wort ja an seine Kinder weiter. Vielleicht hat er aber auch längst vergessen, dass es für ihn einmal Ausdruck höchster Empörung war. Ein Erwachsener ist aus Versehen auf den kleinen gelben Bagger getreten (Lieblingsspielzeug!) und hat ein Rad abgebrochen? Schweinebraten! Die Kugel Schokoeis ist gleich vor der Eisdielentür auf den Gehsteig geplatscht? Schweinebraten!

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Ferngesteuerter Kindesmissbrauch aus deutschen Wohnzimmern

(Bild: Aaron Escobar CC BY 2.0)
Sie beobachten nicht nur Menschen, die sich an Kindern vergehen. Sie geben auch noch Regieanweisungen. Eine relativ neue Form des Kindesmissbrauchs zieht auch in Deutschland Kreise.

Von Marco Krefting | heise.de/dpa

Der Mann soll den Kindesmissbrauch live per Webcam verfolgt haben. Gegen Geld soll er Täter und Opfer Handlungsanweisungen gegeben, gewissermaßen Regie geführt haben. Anfang des Monats wanderte der 48-Jährige aus dem oberbayerischen Landkreis Altötting in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Traunstein und das Bundeskriminalamt (BKA) schreiben vom „noch neuen Modus Operandi des ‚Webcam Child Sex Tourism'“ (WCST).

Das Phänomen Webcam-Kindersextourismus gibt es seit wenigen Jahren. Genaue Zahlen nennt das BKA nicht. Wie in dem gesamten Bereich gebe es aber eine hohe Dunkelziffer, sagt Matthias Wenz vom Referat zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen. „Das betrifft den intimsten Bereich. Da spricht niemand offen drüber.“ Ganz selten stießen die Ermittler auf einen größeren Personenkreis, der sich darüber austausche und auch persönlich kenne.

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Missing-Link im Dino-Stammbaum

Rekonstruktion des Chilesaurus-Skeletts: Er sah aus wie ein Raubdinosaurier,war aber ein Pflanzenfresser. © Machairo/ CC-by-sa 4.0
Spannender Fund: Ein in Chile entdecktes Fossil könnte sich als entscheidendes Bindeglied der Dinosaurier-Evolution erweisen. Denn der Chilesaurus besitzt sowohl Merkmale der zweibeinig laufenden Raubdinosaurier als auch der pflanzenfressenden Vogelbecken-Dinosaurier. Diese bizarre Mischung spricht dafür, dass dieser Dinosaurier eine Übergangs-Art zwischen beiden Gruppen war – ein Missing-Link. Das Fossil könnte damit einen revolutionären, erst vor kurzem vorgestellten Stammbaum-Entwurf stützen.

scinexx

Lange Zeit teilten die Paläontologen die Dinosaurier in zwei Großgruppen ein: Eine bilden die Vogelbecken-Dinosaurier (Ornithischia) mit Pflanzenfressern wie dem Triceratops oder Stegosaurus. Diesen gegenüber stehen die Echsenbecken-Dinosaurier (Saurischia). Zu dieser Gruppe gehören die langhalsigen, pflanzenfressenden Sauropoden und die zweibeinig laufenden Theropoden, die Gruppe von Raubdinosauriern, zu der auch der berühmte Tyrannosaurus rex gehörte.

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Frankreichs geschorene Frauen – filles à boche

Der Volkszorn macht sich Luft bei der Befreiung Frankreichs 1944/45. Tausende von Frauen werden in der «Säuberung» kahlgeschoren, als Strafe für «horizontale Kollaboration» mit dem Feind.

Von Andres Wysling | Neue Zürcher Zeitung

«Horizontale Kollaboration», lautet der Vorwurf. Die «Deutschenflittchen» (filles à boche) werden gepackt, eingesperrt, auf dem Hauptplatz vor der johlenden Menge geschoren, schliesslich von der Meute durch die Strassen getrieben, manche halb oder ganz nackt. Sie sind nur noch hässliche Glatzköpfe, ausgeschlossen von der Gesellschaft. Mit ihren Haaren verlieren sie ihr Aussehen und ihr Ansehen, ihre Weiblichkeit und ihre Persönlichkeit. Manchen wird ein Hakenkreuz auf die Stirn gemalt.

Das Kahlscheren ist ein öffentliches Rache- und Erniedrigungsritual, das überall in Frankreich stattfindet bei der Befreiung 1944/45, in grossen und kleinen Städten und in vielen kleinen Dörfern. Es richtet sich fast ausschliesslich gegen Frauen, nach einer Schätzung waren etwa 20’000 betroffen. Das brutale Geschehen kann man heute im Internet nachverfolgen und nachvollziehen, anhand von Fotos und Youtube-Videos.

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Religiotie: Rauchende, kopftuchtragende Frauen signalisieren Kontaktbereitschaft

Rauchen und Kopftuch? Das geht nach Ansicht des Gelehrten Hayrettin Karaman nicht zusammen Quelle: REUTERS
Rauchende Frauen mit Kopftuch signalisieren Kontaktbereitschaft für Männer. Deshalb sollte ihnen das Qualmen nicht gestattet sein. Das meint der türkische Gelehrte Hayrettin Karaman. Selbst Konservative sind entsetzt.

DIE WELT

Der islamisch-konservative Gelehrte Hayrettin Karaman hat in der Türkeieine Debatte darüber ausgelöst, ob Frauen rauchen sollen oder nicht. Karaman hat einen Beitrag veröffentlicht, in dem er behauptete, Rauchen sei für Frauen schädlicher als für Männer, da es etwas über die Moral der Frauen aussage. Rauchende Frauen mit Kopftuch würden Bereitschaft zur Kontaktaufnahme signalisieren.

Wörtlich erklärte Karaman, die Frau sage mit dem Rauchen indirekt: „Ich habe viel mit dir zu teilen.“ Seine Äußerungen sorgten für eine aufgeheizte Debatte in sozialen Netzwerken und unter Kolumnisten.

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Marburg: Proteste gegen Homo-„Heiler“

Bei einer Pride-Veranstaltung in Florida zeigt ein Aktivist das Protestschild „Born This Way“ (Bild: Mike Smith)
Eine evangelikale Organisation, die Homosexuelle „heilen“ will, breitet sich in Marburg immer mehr aus – und will nun eine „Kindererlebniswelt“ eröffnen. Dagegen gibt es Widerstand.

Von Dennis Klein | QUEER.DE

In der hessischen Universitätsstadt Marburg mehren sich Proteste gegen den evangelikal-fundamentalistischen „Christus-Treff“, unter anderem weil dieser die „Heilung“ von Homosexuellen propagiert. Anlass ist der geplante Einzug der Aktivisten in das historischen Werkstattgebäude „Lokschuppen“, das gerade renoviert wird. Die Organisation, die eigenen Angaben zufolge mehr als 250 Mitarbeiter hat,will laut einem Schreiben der Investoren an den Marburger Magistrat das Gebäude für Kinder- und Jugendangebote nutzen – die Organisation spricht von einer „Kindererlebniswelt“. Bereits jetzt betreibt der CT in Marburg ein Büro, einen Jugendtreff und ein Café.

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Türkei: „Wiege der Metallurgie“ war keine

Zeugnis einer Kupferverarbeitung oder Zufallsprodukt? Kupferhaltiges Relikt aus der Steinzeit-Siedlung Çatalhöyük. © Çatalhöyük Research Project
Sie galt als ältester Beleg einer gezielten Kupferverhüttung durch den Menschen. Doch nun hat sich vermeintliche Schlacke aus der rund 9.000 Jahre alten Steinzeit-Siedlung Çatalhöyük in Anatolien als zufällig entstanden entpuppt. Chemische und mikrostrukturelle Analysen des Materials ergaben: Das erzhaltige Mineral schmolz wohl nicht durch Menschenhand – stattdessen könnte ein Brand zu der nur oberflächlichen Verschlackung geführt haben.

scinexx

Im Südosten Anatoliens entstand vor tausenden von Jahren eine der frühesten Großsiedlungen der Menschheit: Çatalhöyük. Die Relikte der jungsteinzeitlichen Stätte sind unter einem unscheinbaren Hügel verborgen, der für Archäologen immer wieder Überraschungen bereithält und interessante Einblicke in das Leben der ersten sesshaften Menschen ermöglicht.

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China ist wieder größter Gläubiger der USA

Yuan und Dollar-Banknoten – REUTERS
Die USA schulden China umgerechnet rund 980 Milliarden Euro. Mit dem Anstieg löste China auch Japan wieder als größten Gläubiger ab.

Die Presse.com

Mitten im sich verschärfenden Handelskonflikt mit China ist die Volksrepublik wieder größter Gläubiger der US-Regierung: Keinem anderen Land der Welt schuldet der US-amerikanische Staat so viel Geld wie China – insgesamt 1,15 Billionen Dollar (rund 980 Milliarden Euro).

So hoch bezifferte das US-Finanzministerium in einer am Dienstagabend veröffentlichten Statistik den Bestand an US-Staatsanleihen und anderen Schuldtiteln in chinesischen Händen Ende Juni. Ende Mai waren es noch rund 44 Milliarden Dollar weniger.

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Forscher finden fast einhundert Vulkane unter der Antarktis

Unter dem Eis schlummert das Feuer. (Alfred-Wegener-Institut / Mario Hoppmann)
Forscher haben fast einhundert Vulkane unter dem Eis der Antarktis gefunden.

Dlf24

Dazu nutzten sie Radarsysteme, die Eis durchdringen können, und kombinierten diese Messungen mit Satellitendaten und Luftaufnahmen. So konnten die Wissenschaftler aus Edinburgh 91 bisher unbekannte Vulkane ausmachen.
Der kleinste von ihnen ist 100 Meter hoch, der Größe misst 3.850 Meter. Die Ergebnisse lassen keinen Rückschluss darauf zu, ob es sich dabei um aktive Vulkane handelt.

Die Forscher haben ihre Arbeit in den Geological Society Special Publications“ veröffentlicht. Sie liefert Informationen darüber, wie Vulkane den Antarktischen Eisschild beeinflussen. Außerdem könnte die Arbeit dabei helfen, zu verstehen, wie der Kontinent sich während der Erdgeschichte verändert hat.

Strafe für den Arzt der Colonia Dignidad

Hartmut Hopp in einer Aufnahme aus dem Jahr 1999. (Foto: Marcelo Agost/dpa)
  • Hartmut Hopp leitete das berüchtigte Krankenhaus der Kolonie, die heutzutage Villa Baviera heißt, Bayerisches Dorf.
  • 2011 wurde Hopp in Chile wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch zu fünf Jahren Freiheitsentzug verurteilt, flüchtete aber nach Deutschland.
  • Er lebt seither unbehelligt in Krefeld, obwohl ihn Interpol suchte.

Von Peter Burghardt | Süddeutsche.de

Jahrzehntelang wurde in der deutschen Enklave im Süden Chiles verschleppt, vergewaltigt, gequält, versklavt, gemordet. Deutschlands Justiz unternahm so gut wie nichts, obwohl erste Vorwürfe gegen diese sogenannte Colonia Dignidadbereits vor einem halben Jahrhundert ans Licht kamen. Jetzt wollen die Behörden in zumindest einem prominenten Fall zugreifen, und auch das nur, weil chilenische Kollegen die Vorlage lieferten. So beschloss das Krefelder Landgericht am Dienstag, die in Chile längst gültige Haftstrafe gegen den früheren Sektenarzt Hartmut Hopp hierzulande zu vollstrecken.

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Holocaust Memorial in Boston Shattered, Days After Neo-Nazi Rally in Charlottesville

One civil rights group blames Trump for creating an „incubator of hate.“

By Conor Gaffey / Newsweek/Alternet

A civil rights group has accused President Donald Trump of creating an “incubator of hate” after a Holocaust memorial in Boston was vandalized for the second time in two months on Monday.

Police in Boston arrested a 17-year-old male suspect on Monday evening after being told by witnesses that he had thrown a rock and smashed part of a glass panel at the New England Holocaust Memorial.

The suspect’s name has not been released, as he is a juvenile, but police said he would be charged with wilful and malicious destruction of property. The Boston Police Department’s civil rights unit is also looking into the incident.

The New England Holocaust Memorial consists of six luminous glass towers that are each 54 feet high. The panels are etched with millions of numbers that reflect the numbers tattooed onto victims by Nazi guards at concentration camps.

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„Sternenstaub ist häufiger als lange angenommen“

Universum Nasa, Esa, Hubble SM4 ERO Team
Staubkörner von lange verglühten Sternen gehören zu den Bausteinen auch unseres Sonnensystems. Neue Analyseverfahren, die solchen Sternenstaub in Meteoriten mit bislang unerreichter Präzision nachweisen können, zeigen: Er ist gar nicht so selten wie bislang angenommen. Über die nun in der Fachzeitschrift „Nature Astronomy“ veröffentlichten Ergebnisse sprach Welt der Physik mit Peter Hoppe vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz.

Von Dirk Eidemüller | Welt der Physik

Welt der Physik: Welche Art von Sternenstaub untersuchen Sie an Ihrem Institut?

Peter Hoppe: Der Sternenstaub, der uns interessiert, stammt von fernen Sternen, die längst verglüht sind. Am Ende ihrer Lebenszeit blähen sich massereiche Sterne zu Roten Riesen auf oder explodieren sogar als Supernova. Dabei werden gigantische Mengen an Material ins All geblasen. Ein Teil davon kondensiert noch in der Nähe des Sterns zu Staubkörnern. Diese Staubkörner tragen dadurch auch Informationen über die Zusammensetzung ihres Ursprungssterns in sich. Es gibt verschiedene interessante Minerale unter diesen Staubkörnern – Siliziumkarbid, Graphit, Oxide und Silikate. Indem wir diese Staubkörner möglichst präzise untersuchen, lernen wir also gleich mehrere Dinge: einerseits, welche Arten von Sternen diese Staubkörner ursprünglich erzeugt haben, und andererseits, zu welchem Anteil unser eigenes Sonnensystem aus solchem Sternenstaub besteht. Nach unseren neuesten Ergebnissen ist Sternenstaub häufiger, als von Meteoritenforschern lange angenommen wurde. Vermutlich stammen einige Prozent des ursprünglichen, festen Materials unseres Sonnensystems aus solchen Staubkörnern.

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Verschleppter Vietnamese: Spur führt zu deutscher Behörde

Das vietnamesische Staatsfernsehen sendet das angebliche Geständnis des Geschäftsmanns Trinh Xuan Thanh. Er soll als Chef einer Tochterfirma des staatlichen Öl- und Gaskonzerns für Millionen-Verluste verantwortlich sein. (Foto: dpa)
Im Fall des mutmaßlich in Berlin verschleppten Managers Trinh Xuan Thanh gerät ein Mitarbeiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge ins Visier. Der Mann wurde von Hanoi belobigt.

Von Ronen Steinke | Süddeutsche.de

Sigmar Gabriel? Der deutsche Außenminister, der vor ein paar Tagen derart scharf gegen das Regime in Vietnam protestierte, dass er den Vertreter des vietnamesischen Nachrichtendienstes aus dem Land werfen ließ, sei bloß ein Windmacher, witzelt der Vietnamese Ho N. T. Da solle man sich keine Sorgen machen, schreibt er nach Hanoi, „im Oktober wird es eine neue Bundesregierung geben“, die „entscheidet neu über die Außenpolitik“, und „spätestens in ein paar Wochen“ werde der ganze Fall vergessen sein. Sigmar Gabriel, eine lame duck.

Bislang war dies nur ein Entführungsfall. Er lief so ab: Am 23. Juli, einem Sonntag, wurde im Berliner Bezirk Tiergarten gegen 10.40 Uhr ein gefallener Günstling des vietnamesischen Regimes in ein Auto gezerrt, ein Mann namens Trinh Xuan Thanh, kurz TXT, der hier Asyl gesucht hatte. Nach allem, was die Ermittler der Bundesanwaltschaft an Indizien gesammelt haben, war es eine Aktion vietnamesischer Geheimdienstler. Ein Affront gegen die Souveränität des deutschen Staates.

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Eiche erschlägt Gläubige auf Madeira

  • Ein umstürzender Baum hat bei einer religiösen Feier auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira mehrere Menschen getötet und viele weitere verletzt.
  • Berichten zufolge war eine 200 Jahre alte Eiche auf eine Menge vor einer Kirche gestürzt.

Süddeutsche.de

Bei einem religiösen Volksfest auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira ist ein Baum auf eine Menschenmenge gestürzt und hat mehrere Gläubige in den Tod gerissen. Die genaue Zahl der Opfer war zunächst unklar. Laut Zivilschutz sollen mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen und fünf schwer verletzt worden sein. Das staatliche Fernsehen (RTP) sprach hingegen von elf Toten und mehr als 30 Verletzten, die aber von den Behörden zunächst nicht bestätigt wurden.

Bei dem Baum handelte es sich lder Zeitung Público zufolge um eine 200 Jahre alte Eiche. Den Angaben zufolge war sie schon seit drei Jahren als gefährlich und umsturzgefährdet eingestuft worden.

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Richard Spencer is ‘happy’ Trump didn’t blame white nationalists for Charlottesville

Richard Spencer, who leads a movement that mixes racism, white nationalism and populism, speaks at the Texas A&M University campus in College Station, Texas on December 6, 2016. (AP Photo/David J. Phillip)
After the president takes days to condemn white supremacists, the alt-right leader says he believes Trump shares their view of US history

By Eric Cortellessa | The Times of Israel

Richard Spencer is pleased with the president.

A white supremacist and one of the leading figures of the alt-right, Spencer said he was “happy” US President Donald Trump did not initially fault his movement for the deadly turn Saturday’s “Unite the Right” rally took in Charlottesville, Virginia.

After the rally, which was organized to protest the city’s plans to remove a statue of the Confederate general Robert E. Lee, ended in a 20-year-old Ohio man ramming his car into a crowd of counter-protesters, killing one person and injuring 19 others, Trump addressed the nation.

He condemned “in the strongest possible terms this egregious display of hatred, bigotry and violence, on many sides.” He then repeated for emphasis: “On many sides.”

Trump’s words Saturday quickly prompted widespread outrage, as many saw them as suggesting a false equivalence between the white supremacists and their opponents, while pointedly failing to specify who was in the wrong.

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