Reichtum und Christentum: Durch das Nadelöhr in den Himmel

Bild: tilly
Wie das frühe Christentum es mit dem Reichtum hielt, wie Rom unterging und wie die Kirche aufstieg: Der Historiker Peter Brown führt es in einem meisterlichen neuen Werk vor Augen.

Von Stefan Rebenich | Neue Zürcher Zeitung

Wer kennt Jesu Wort aus dem Matthäusevangelium nicht? «Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben.» Der reiche Jüngling, dem diese Aufforderung galt, wollte aber von seinem Besitz nicht lassen und wandte sich ab. Jesus erklärte daraufhin seinen Jüngern: «Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher ins Reich Gottes kommt.»

Peter Brown hat dem schwierigen Verhältnis von christlichem Glauben und irdischem Reichtum sein neuestes Buch gewidmet. Einmal mehr schreibt der grosse irische Historiker, der in Oxford, London, Berkeley und Princeton geforscht hat, ein faszinierendes Kapitel der Geschichte der Spätantike. Die englische Originalausgabe erschien 2012 unter dem Titel «Through the Eye of a Needle. Wealth, the Fall of Rome, and the Making of Christianity in the West, 350–550 AD».

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Australische Rechts-Politikerin kommt mit Burka ins Parlament

Ein muslimischer Senator bezeichnete sie als „Schande“. – AAP/Mick Tsikas/via REUTER
Die Politikerin will damit ihre Forderung unterstreichen, das Tragen der Burka in der Öffentlichkeit zu verbieten. Im Parlament löste der Auftritt Proteste aus.

Die Presse.com

Die Vorsitzende von Australiens Rechtsaußen-Partei One Nation, Pauline Hanson, ist am Donnerstag vollverschleiert mit einer Burka im Parlament erschienen. Die 63-Jährige hatte Körper und Gesicht ganz mit einem schwarzen Schleier verhüllt, wie ihn Frauen in konservativen islamischen Ländern tragen.

Hanson wollte damit ihrer Forderung Nachdruck verleihen, das Tragen der Burka in der Öffentlichkeit zu verbieten. Bei den anderen Parteien löste der Auftritt Proteste aus. Australiens konservativer Justizminister George Brandis warf der Rechtspopulistin vor, Zwietracht zu säen. „Ich würde sehr, sehr vorsichtig damit sein, die religiösen Gefühle von anderen Australiern zu beleidigen.“ Zugleich versicherte er: „Wir werden die Burka nicht verbieten.“

Fremdenfeindlichkeit in Polen: Feindbild Islam

Während auch in Polen offener Antisemitismus tabubelastet ist, gilt das für Islamophobie nicht. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)
Terroristen, Gewalttäter, Sexualverbrecher – immer öfter werden Muslime in Polen öffentlich verunglimpft und grundlos mit Straftaten in Verbindung gebracht. Die pauschale Herabwürdigung von Muslimen ist mittlerweile Alltag in Polen. Dazu trägt auch die Regierungspartei PiS bei.

Von Jan Pallokat | Deutschlandfunk

Sprechchöre gegen Araber im Warschauer Stadtzentrum bei einem Aufmarsch der Allpolnischen Jugend, dem wohl ältesten Rechtsaußen-Verband des Landes mit etwa 5000 Mitgliedern. Dass Polens Rechtsradikale jenseits des traditionellen Antisemitismus einen neuen Hauptfeind gefunden haben, zeigen auch Untersuchungen des Warschauer Zentrums zur Erforschung von Vorurteilen. Psychologin Karolina Hansen erklärt: „Was sich in den letzten Jahren verschlimmert hat, ist der Gebrauch von Hasssprache mit Blick auf Muslime und Flüchtlinge. Obwohl insbesondere letztere in Polen gar nicht vorhanden sind, sind die Leute sehr voreingenommen. Sie wollen keine Flüchtlinge aufnehmen und auch keinen Kontakt mit ihnen.“

Übergriffe nehmen zu

Ähnliches berichtet auch der Verein „Nie wieder“, der Übergriffe gegen Minderheiten dokumentiert. Er spricht von einem „explosionsartigen“ Anstieg von Aggressionen gegen die, die der Norm dessen nicht entsprechen, was angeblich einen „richtigen“ Polen ausmacht.

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Porno im Beichstuhl in niederländischer Kirche gedreht – keine Strafe für Darsteller

In einer niederländischen Kirche wurde ein Porno gedreht – bisher hat das jedoch keine rechtlichen Konsequenzen.Foto: imago stock&people / imago/Christian Ohde
  • Ein Porno erzürnte Gläubige in den Niederlanden: der Sexfilm wurde in einem Beichtstuhl gedreht
  • Der Priester der betroffenen Kirche reichte Beschwerde ein
  • Diese wurde nun von der Staatsanwaltschaft abgewehrt – mit einer logischen Begründung

DERWESTEN

Tilburg.  Es ist Blasphemie, aber keine Straftat: Die Staatsanwaltschaft hat die Beschwerde einer Kirche in der niederländischen Stadt Tilburg abgewiesen, nachdem zwei Pornodarsteller dort beim Sex im Beichtstuhl gefilmt wurden. Das Video erregte in den Niederlanden Anfang des Jahres Aufsehen, nachdem es auf einer bekannten Pornoseite veröffentlicht wurde.

Ein offizieller Sprecher erklärte, der Pornofilm sei zwar anstößig – in den Niederlanden gebe es jedoch kein Gesetz mehr gegen Blasphemie.

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Klaus Lederer findet Festival-Boykott „widerlich“

Plakate für das „Pop-Kultur“-Festival – nun boykottieren arabische Band das FestivalFOTO: PROMO
Weil die israelische Botschaft als Partner dabei ist, sagen Bands aus Syrien, Ägypten und Tunesien für das Berliner Festival „Pop-Kultur“ ab.

Von Ken Münster | DER TAGESSPIEGEL

Das Berliner Pop-Kultur-Festival, das am 23. August in der Kulturbrauerei startet, erlebt im Vorfeld einen politischen Skandal. Vier arabische Acts haben ihre Teilnahme abgesagt und damit auf einen Boykott-Aufruf des dreitägigen Events reagiert. Als Begründung wird die Tatsache angegeben, dass die israelische Botschaft Reisekosten von israelischen Musikern bezuschusst. Nach der Absage des syrischen Rappers Abu Hajar, der tunesischen Sängerin Emel Mathlouthi, des syrischen DJs Hello Psychaleppo und der ägyptischen Gruppe Islam Gipsy & EEK steht das Festival mit mehr als 70 Veranstaltungen nun gänzlich ohne Bands aus dem arabischen Raum da.

Das Festival selbst äußerte sich bedauernd und erstaunlich zurückhaltend. Gegenüber dem Tagesspiegel hieß es, man wolle sich für eine längere Stellungnahme erst intern absprechen. Auf der Pop-Kultur- Website findet sich ein kurzes Statement, darin wird betont, dass Partner und Geldgeber keinerlei Einfluss auf die Ausgestaltung des Festivals haben.

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Krebsmittel gepanscht – Tausende Betroffene unwissend

Geld und Pillen
Geld und Pillen (CC-by-sa/3.0/en by Ragesoss)
Über Jahre hinweg soll ein Bottroper Apotheker Krebsmedikamente unterdosiert und Tausende Patienten gefährdet haben. Jetzt wurde bekannt, dass die Mittel in sechs Bundesländer geliefert wurden. Viele der Betroffenen sind nicht informiert.

DIE WELT

Es gibt schon unzählige Horrorvorstellungen, Ängste und Unsicherheiten, mit denen Menschen, die Krebs haben, jeden Tag leben müssen. Wird der Krebs sich ausbreiten, werden die Therapien anschlagen, wie werde ich die Nebenwirkungen verkraften und vor allem: Werde ich überleben? Für Tausende kommt nun noch die unerträgliche Vorstellung hinzu, dass vielleicht lebensrettende Medikamente nicht korrekt hergestellt worden sind.

Jahrelang soll der Bottroper Apotheker Peter S., so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, Chemotherapien und Antikörper-Infusionen zu niedrig dosiert oder sogar ganz ohne Wirkstoff – mit Kochsalzlösung oder Glukose versetzt – verschickt haben. Bei den Krankenkassen habe er die volle Dosis abgerechnet. Seine „Alte Apotheke“ mit rund 90 Angestellten ist eine von rund 300 sogenannten Onkologie-Schwerpunktapotheken. Solche Apotheken verfügen über sterile Labore und versorgen Patienten individuell mit krebshemmenden Medikamenten. Die Mitarbeiter müssen speziell geschult sein.

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TRAPPIST-1 ist fast doppelt so alt wie die Sonne

Artist’s render of the TRAPPIST-1 system. Image: ESO/M.Kornmesser Themenbild
Uralter Zwerg: Der nahe Zwergstern TRAPPIST-1 und seine sieben Erdzwillinge sind schon überraschend alt. Neuen Analysen nach könnte das nahe Planetensystem mehr als sieben Milliarden Jahre alt sein, vielleicht sogar doppelt so alt wie unsere Sonne. Spannend ist dies für die Frage, ob es Leben auf diesen Exoplaneten gibt. Denn das hohe Alter macht dies in mancher Hinsicht wahrscheinlicher, in anderer dagegen nicht, wie die Astronomen erklären.

scinexx

Vielversprechende Nachbarn: Anfang 2017 entdeckten Astronomen gleich sieben erdähnliche Planeten um den 40 Lichtjahre von uns entfernten Zwergstern TRAPPIST-1. Zwar umkreisen diese sieben Exoplaneten ihren Stern sehr eng, weil dieser aber ein sehr kühler Zwerg ist, liegen mindestens drei der Erdzwillinge in der habitablen Zone.

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Youtube löscht islamkritisches Video

Eyad Hadrous – Facebook. Screenshot: bb
Islamist Eyad Hadrous lässt ein Video des Youtube-Kanals „Achgut.Pogo“ sperren. In dem Film äußern sich unter anderem Hamed Abdel-Samad und Henryk M. Broder. BILD stellte jetzt das Video online.

kath.net

Fast 50.000 Menschen haben auf YouTube den Beitrag „Ateş, Abdel-Samad, Broder und ein Dutzend Personenschützer“ gesehen, dann verschwand das Video plötzlich am 14. August. Der Islamist Eyad Hadrous hatte sein Veto einlegte und Youtube ließ das Video sperren, weil angeblich Urheberrechte betroffen waren. Dies berichtet die BILD. Tatsächlich werden allerdings Ausschnitte aus einer Rede Hadrous eingespielt, die jedoch alle mit Zitat der Quelle gekennzeichnet wurden. Das Originalvideo ist übrigens weiterhin bei Youtube abrufbar. In dem Film ging es darum, der liberalen Muslima Ateş der Rücken zu stärken, die immer wieder bedroht wird und nun unter Personenschutz steht (kath.net hat berichtet). Im Film wird Hadrous mit folgenden Worten zitiert: „Wie kannst du als Frau kommen und sagen ich möchte die erste Imamin sein. (…) Frauenrechtlerin – ja mach deine Frauenrechte. Aber nicht in der Religion! Gibt’s nicht! (…) Die Männer sind den Frauen überlegen!“. Zur Rolle der Geschlechter sagt er: „Allah hat sie erschaffen. Allah sagt, sie sind nicht gleich. Allah bestimmt (…), dass ein Mann nicht von einer Frau in seinem Gebet geführt werden darf. Punkt!“

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Frauke Petrys Immunität soll aufgehoben werden

Frauke Petry ist die Vorsitzende der AfD. (Foto: Getty Images)
  • Ein Ausschuss im sächsischen Landtag hat die Aufhebung von Frauke Petrys Immunität empfohlen.
  • Gegen die AfD-Politikerin wird seit über einem Jahr ermittelt: Sie soll unter Eid falsch ausgesagt haben.
  • In ihrer Aussage war es darum gegangen, dass Kandidaten Darlehen vorstrecken mussten, um für die AfD antreten zu dürfen. Petry sagte, davon nichts gewusst zu haben.

Süddeutsche.de

Die AfD-Politikerin Frauke Petry könnte bald vor Gericht stehen. Der Immunitäts- und Geschäftsordnungsausschuss des sächsischen Landtags hat heute die Aufhebung ihrer Immunität empfohlen. Die Ausschussmitglieder stimmten einstimmig für die Aufhebung, die damit als vom Landtag beschlossen gilt, sofern in der kommenden Woche niemand widerspricht.

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Ältestes Eis der Erde entdeckt

Das Eis in diesem Eisbohrkern ist bis zu 2,7 Millionen Jahre alt. © Yuzhen Yan/ Princeton University
Eisiger Rekord: In der Antarktis haben Forscher erstmals 2,7 Millionen Jahre altes Eis geborgen – das bisher älteste Eis der Erde. Das Spannende: Dieses Eis stammt aus der Zeit kurz vor Beginn des Eiszeitalters und könnte daher verraten, warum damals das Erdklima so wechselhaft wurde. Der Eisbohrkern stammt aus einem Gebiet, in dem die Eisschichten quer gekippt waren. Erst das machte das Uralt-Eis zugänglich.

scinexx

Eisbohrkerne sind ein Fenster in die Vergangenheit der Erde. Denn im Eis und in den darin eingeschlossenen Luftbläschen sind Gase und Moleküle gespeichert, die Auskunft über Klima und Lebenswelt zur Zeit der Eisentstehung liefern können. Forscher versuchen daher, über Eisbohrungen, an möglichst alte Eisschichten zu gelangen. Der bisher älteste Eisbohrkern reichte jedoch „nur“ knapp 900.000 Jahre zurück. Er stammt aus knapp drei Kilometer tief liegendem antarktischen Eis.

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Robert E. Lee: Amerikas Rommel

Relief am Stone Mountain. Bild: wikimedia.org/CC BY 2.5 – SteamFan
  • An der Frage, ob eine Statue von Robert E. Lee abgebaut werden soll, hatte sich der Neonazi-Aufmarsch von Charlottesville entzündet.
  • Der Südstaaten-General symbolisiert das zwiespältige Verhältnis einiger Amerikaner zur Sklaverei: Er sprach sich stellenweise dagegen aus, profitierte aber davon.
  • Viele Konservative definieren sich heute wieder über ihre Hautfarbe. Sie sehen in Lee vorrangig einen Unabhängigkeitskämpfer.

Von Johannes Kuhn | Süddeutsche.de

Der Künstler Clyde Broadway hat die Perspektive der konservativen weißen Südstaaten-Bewohner einmal in einem Gemälde festgehalten: „Trinity“ (Dreifaltigkeit) zeigt drei Heilige, umgeben von Blumen und rosa Wolken: Elvis Presley, Jesus Christus und den Konföderierten-General Robert E. Lee. Dabei ist der vermeintliche Held eine historisch ambivalente Figur, an dem sich eine landesweite Debatte entzündet hat.

Pläne zur Demontage einer Statue Robert E. Lees waren der offizielle Anlass für den Neonazi-Aufmarsch in Charlottesville, Virginia. Am Dienstag stellte sich US-Präsident Donald Trump auf die Seite der so genannten „Monument-Befürworter“ und wagte den Vergleich: Wenn Lee und sein treuer Untergebener Thomas „Stonewall“ Jackson abmontiert würden, was komme danach? Auch George Washington und Thomas Jefferson hätten schließlich Sklaven gehalten.

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Oury Jalloh: Haben Polizisten den Asylbewerber misshandelt und angezündet?

Während einer Kundgebung zum Tod von Oury Jalloh © Uwe Hiksch @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Der Fall Oury Jalloh steht vermutlich vor einer weiteren Wende. Ein Gutachten nährt Zweifel an der offiziellen Darstellung, der Asylbewerber habe sich selbst angezündet. Jetzt sollen die genauen Umstände des Todes geklärt werden.

MiGAZIN

Der Fall des 2005 beim Brand in einer Dessauer Polizeizelle zu Tode gekommenen Asylbewerbers Oury Jalloh steht nach Informationen der Tageszeitung Die Welt möglicherweise vor einer weiteren Wende. Wie die Zeitung berichtet, hätten gutachterliche Bewertungen zu einem neuen Brandversuch Zweifel am bisher vermuteten Ablauf genährt. Die Welt beruft sich auf Justizkreise. Demnach sei unklar, ob der Mann aus Sierra Leone tatsächlich an den Folgen des Brandes gestorben sein kann.

Der aus Sierra Leone stammende Asylbewerber Oury Jalloh war am 7. Januar 2005 in einer Dessauer Polizeizelle ums Leben gekommen. Er starb gefesselt an einer Matratze bei einem Brand in der Gewahrsamszelle. 2008 waren in einem ersten Prozess zwei Polizisten in Dessau freigesprochen worden. Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil gekippt hatte, wurde ein Beamter 2012 vom Landgericht Magdeburg wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe verurteilt. Eine erneute Revision verwarf der BGH 2014. Jalloh soll die Matratze selbst mit einem Feuerzeug angezündet haben.

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Türkei fordert von Deutschland Auslieferung eines Theologen

Bild: Magazin „The Economist“
Die türkische Regierung dringt auf Auslieferung von aus ihrer Sicht terrorverdächtigen Personen aus Deutschland. Jetzt teilt sie der Bundesregierung einen ganz konkreten Fall mit.

DER TAGESSPIEGEL

Die Türkei verlangt die Auslieferung eines mutmaßlichen Wortführers des Putschversuchs, der sich angeblich in Deutschland aufhalten soll. Falls der Verdächtige Adil Ö. in der Bundesrepublik sei, wolle man seine sofortige Verhaftung und Auslieferung, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Mittwoch dem Staatssender TRT. Man habe der Bundesrepublik dazu eine offizielle Note übermittelt.

Das Auswärtige Amt bestätigte, dass die Note am 12. August eingegangen ist. Man werde dem türkischen Wunsch „auf der Grundlage von Recht und Gesetz“ nachgehen, sagte ein Sprecher. Zur Frage, ob sich Ö. tatsächlich in Deutschland aufhalte, sagte er: „Ich weiß das nicht.“ Die Türkei reagierte mit der Note auf Medienberichte der vergangenen Tage, wonach sich Adil Ö. in Deutschland aufhalten soll.

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Warum viel weniger Flüchtlinge in Italien ankommen als erwartet

Vor ein paar Tagen, vor der Küste nahe Tripolis: Angehörige der libyschen Küstenwache auf Patrouillenfahrt. (Foto: Hani Amara/Reuters)
  • 2017 war als Rekordjahr angekündigt, die Behörden erwarteten mehr als 200 000 Migranten. Tatsächlich sind diesen August bislang etwa zehn Mal weniger Migranten in Italien gelandet als im gleichen Zeitraum im Vorjahr.
  • Der wahrscheinlichste Grund: Ein Deal, den Italien im Februar mit Libyen unterzeichnet hat. Die Italiener bilden die libysche Küstenwache aus, unterstützen sie finanziell und die Libyer fangen Schlepperboote ab, bevor sie in internationale Gewässer gelangen.
  • Was die libysche Küstenwache mit den Migranten macht, will man in Europa nicht allzu genau wissen.

Von Oliver Meiler | Süddeutsche.de

Zero, null. Es gibt nun plötzlich Tage, da kommen keine neuen Flüchtlinge an in den Häfen von Sizilien, Kalabrien und Kampanien. Gar keine. Es sind Tage ohne Bilder von müden, aber glücklichen Menschen zumeist aus dem Westen Afrikas und aus Bangladesch, die ihre gefährliche Reise übers zentrale Mittelmeer nach Italien, dieses letzte Wegstück in ein neues Leben, überstanden haben und eingehüllt in goldene Schutzfolien aus Aluminium von Bord geführt werden. Im August gab es bisher schon fünf solcher Tage, es waren die ersten seit Beginn des Jahres.

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Deutsche Rechtspopulisten werben mit dem Schweizer Matterhorn

Bild: Die Presse.com
„Hol Dir Dein Land zurück“: Auf einem digitalen Wahlkampfplakat präsentierte die rechtspopulistische AfD den 4500 Meter hohen Berg. Der steht allerdings in der Schweiz.

Die Presse.com

Im Land geirrt oder Absicht? Die AfD in Nürnberg hat auf einem digitalen Wahlkampfplakat das Matterhorn kurzerhand nach Deutschland verlegt. Auf Facebook und Twitter postete die rechtspopulistische Partei ein Foto mit dem Spruch „Hol dir dein Land zurück“.

Im Hintergrund war der markante, fast 4.500 Meter hohe Berg samt Hinweis „Unser Programm für Deutschland“ zu sehen. Nur: Das Matterhorn steht in der Schweiz. In sozialen Medien sorgte dies für teils belustigte und hämische Reaktionen.

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‚Vollverschleierung hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun!‘

Ismail Tipi (2013). Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 – Gerd Seidel
„Vollverschleierung ist inzwischen zu einem politischen Symbol der Salafisten, Radikalislamisten und Scharia-Befürworter geworden.“

Von Ismail Tipi | kath.net

Vollverschleierung hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun. Es ist weder unnötiger Wirbel noch Panikmache hier in Deutschland. Es ist bittere Tatsache. Politiker, die ein Verbot der Vollverschleierung fordern, werden inzwischen als Unruhestifter, Störenfriede, Provokateure oder als Populisten auf Stimmenfang dargestellt. Das liegt daran, dass möglicherweise das Problem nicht verstanden wurde.

Die Vollverschleierung (Burka oder Niqab) ist eine sicherheitsrelevante Kleidungsform. Manche sagen, in Deutschland war keiner der Attentäter mit einem Vollschleier bekleidet. Doch. Haben sie mal in andere Länder geschaut, wie oft vollverschleierte Attentäter Anschläge ausgeübt haben? Nein! Manche sagen: „Wir haben Religionsfreiheit“. Das ist richtig. Wissen diese Leute aber auch, dass Vollverschleierung kein islamisches Symbol oder Bekleidungsstück ist? Nein! Burka oder Niqab sind nur in manchen Ländern eine lokal kulturelle Bekleidung wie in Afghanistan oder in manchen arabischen Ländern.

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Halb nackt in der Kirche – auch Italien klagt über Touristen

Themenbild
Nach den Protesten am Strand von Barcelona hat die Wut über das rüpelhafte Benehmen vieler Touristen jetzt auch Italien erreicht. Diese richtet sich nicht nur gegen Reisende aus dem Ausland.

DIE WELT

Das Foto aus der Kirche im süditalienischen Villammare lässt die Diskussion über Touristen nun auch in Italien aufwallen. Im Eingangsbereich der Kirche Madonna di Portosalvo stehen eine Frau und ein Mann: sie im Bikini und Flipflops, er in Badehose.

Der Schnappschuss einer Passantin verbreitete sich in den vergangenen Tagen rasant. „Um die Kirchen zu füllen, werden jetzt auch fast Nackte akzeptiert“, kommentiert ein Gabriele Bojano. Es sei eines von Hunderten Fotos touristischen Fehlverhaltens auf Facebook, schreibt die Zeitung „Corriere della Sera“.

In den vergangenen Wochen hatte es auf der Baleareninsel Mallorca und in Katalonien teils kampagnenartige Proteste gegen Touristen gegeben. Der Schlachtruf extremer Tourismusgegner lautet: „All tourists are bastards.“

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Der Lego-Islam der Attentäter

Bild: qantara.de
Wer in den Dschihad zieht, kennt mitunter nicht einmal den Koran. Es gibt andere Zeichen, die darauf hindeuten, dass jemand einen Anschlag im Namen Allahs begehen könnte.

Von Friederike Haupt | Qantara.de

Warum zieht jemand in den Dschihad, wenn ihm die Ideologie des Dschihad wenig bedeutet? Die Frage stellt sich, weil Selbstmordattentäter, die sich auf Allah berufen, oft kaum etwas über Allah wissen. Eine internationale Studie, für die vergangenes Jahr die Daten von 330 Rekruten des „Islamischen Staates“ ausgewertet wurden, zeigt: Je mehr religiöses Wissen sich die Männer selbst zuschrieben, desto weniger waren sie bereit zum Selbstmordanschlag. Was diejenigen antreibt, die dazu bereit sind, ist wichtig für die Frage, wie Anschläge verhindert werden können.

Im Fall des 26 Jahre alten Palästinensers, der vor einiger Zeit in einem Hamburger Supermarkt einen Mann erstach, ist es zu früh für eine Antwort. Auffällig ist, dass er zwar während der Tat „Allahu Akbar“ rief und später zu Protokoll gab, er habe gehofft, den Märtyrertod zu sterben. Allerdings sagte er auch, er habe sich erst zwei Tage vor der Tat zu einer islamischen Lebensweise entschlossen und erst am Tag der Tat zu dem Anschlag. Das Messer brachte er nicht mit in den Supermarkt, sondern er schnappte es sich aus dem Sortiment. Zuvor hatte der Mann wochenlang brav mitgeholfen, die Papiere für seine Ausreise aus Deutschland zu organisieren.

Nun sitzt er in Untersuchungshaft, in einer Spezialzelle für Suizidgefährdete. Der Palästinenser galt schon vor der Tat als psychisch labil, die Staatsanwaltschaft sieht aber derzeit keine „belastbaren Anhaltspunkte für eine erheblich eingeschränkte Schuldfähigkeit“. Die Ermittlungen dauern an.

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US-Bericht zur Religionsfreiheit: Kritik auch an Verbündeten

Beinahe 80 Prozent der Weltbevölkerung leben dem US-amerikanischen Jahresbericht zur internationalen Religionsfreiheit zufolge in Ländern, die die Religionsausübung begrenzen oder Gläubige anfeinden. Ein Umstand, den US-Außenminister Rex Tillerson scharf kritisiert.

evangelisch.de

Das US-Außenministerium hat die Verletzung der Religionsfreiheit in einer Reihe von Ländern kritisiert. Darunter befinden sich China wie auch mit den USA verbündete Staaten wie Saudi-Arabien und die Türkei. US-Außenminister Rex Tillerson beklagte am Dienstag (Ortszeit) bei der Vorstellung des Jahresberichts zur internationalen Religionsfreiheit, dass beinahe 80 Prozent der Weltbevölkerung in Ländern lebten, die die Religionsausübung begrenzten oder Gläubige anfeindeten.

Besonders scharf verurteilte Tillerson die Terrororganisation „Islamischer Staat“. Der IS habe einen Genozid gegen Jesiden, Christen und schiitische Muslime verübt und sei verantwortlich für „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Der US-Botschafter für Demokratie und Menschenrechte, Michael Kozak, äußerte sich optimistisch, dass der IS besiegt werde und religiöse Minderheiten in ihre Wohnorte zurückkehren könnten.

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Exploding Star Smashes Into Its Non-Exploding Star Friend

NGC 5643. Image: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 Based on observations made with the NASA/ESA Hubble Space Telescope, and obtained from the Hubble Legacy Archive, which is a collaboration between the Space Telescope Science Institute (STScI/NASA), the Space Telescope European Coordinating Facility (ST-ECF/ESA) and the Canadian Astronomy Data Centre (CADC/NRC/CSA).
“The universe is crazier than science fiction authors have dared to imagine.”

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

Stars, like people, often hang out with their neighbors. Though our Sun appears to be a bit of a loner, with no obvious companions nearby, scientists have estimated that around half of all star systems in the Milky Way are comprised of at least two stars, including the closest system to our own, Alpha Centauri, which contains three.

But as fun as it is to have friends in life, kicking it with other stars also comes with major risks, as demonstrated by new research published in The Astrophysical Journal Letters. Led by Griffin Hosseinzadeh, an astrophysics PhD student at the University of California, Santa Barbara, the study reveals that an exploding star called SN (supernova) 2017cbv straight-up bodyslammed its companion star. While we’ve all had self-destructive friends, this is truly a whole other level.

„The universe is crazier than science fiction authors have dared to imagine,“ said Andy Howell, a staff scientist at Las Cumbres Observatory and Hosseinzadeh’s PhD adviser, in a statement. „Supernovae can wreck nearby stars, too, releasing unbelievable amounts of energy in the process.“

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