Die Nazis lernten von den USA


Ku-Klux-Klan-Mitglieder in Atlanta, 30er Jahre. Foto: afp
Ein Buch über der Entstehung der Rassengesetze der Nazis: Es belegt, dass Hitler fasziniert war von der amerikanischen Rassentrennung.

Von Arno Widmann | Frankfurter Rundschau

Die Nationalsozialisten waren fasziniert von den USA. Man kann das in den verschiedensten Veröffentlichungen von Hitlers „Mein Kampf“ bis zu begeisterten Reiseberichten in der nationalsozialistischen Presse der 30er Jahre lesen. Der 1957 geborene James Q. Whitman ist Rechtsanwalt und Professor für Ausländisches Recht und Vergleichende Rechtswissenschaft an der Yale University. Er hat Anfang des Jahres ein Buch vorgelegt, in dem er zeigt, wie genau nationalsozialistische Juristen sich ansahen, wie US-Juristen und US-Politiker Fragen des Staatsbürgerschaftsrechts behandelten.

Die USA sind in diesen und noch mehr in der Behandlung der sogenannten Rassenfrage ein immer wieder konsultiertes Vorbild für die in den Nürnberger Gesetzen von 1935 kulminierende rechtliche Entwicklung. Whitman verfolgt die zu den Rassengesetzen führenden Debatten auf den einschlägigen Tagungen und in den Zeitschriften. Das Buch ist dem „Geist von Louis B. Brodsky“ gewidmet.

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