Integration von Muslimen: Zu fromm für Europa


Mittendrin und trotzdem nicht richtig dabei: Muslimische und andere Neuköllnerinnen auf dem Ramadanfest im Juli 2014.FOTO: JÖRG CARSTENSEN/DPA
Sie sprechen die Sprache, lieben ihr Land, arbeiten wie alle anderen – aber Muslime sind dennoch unbeliebt. Religiosität erzeugt in modernen Gesellschaften Unbehagen. Fragen und Antworten.

Von Andrea Dernbach | DER TAGESSPIEGEL

Muslime in Europa sind gut integriert, akzeptiert sind sie allerdings nach wie vor nicht. Das ergibt sich aus dem „Religionsmonitor 2017“, den die Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegeben hatte. Sie lässt seit zehn Jahren regelmäßig die Rolle der Religion in den europäischen Gesellschaften untersuchen; diesmal wurde die Situation in fünf Ländern verglichen – in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Großbritannien. Die Forschungsinstitute infas und Gallup International befragten dafür zwischen Juli 2016 und März 2017 insgesamt 10.000 Menschen in den fünf Ländern.

Als muslimisch galt dabei, wer sich selbst so definierte. Erst kürzlich angekommene Flüchtlinge, bei denen Integrationserfolge kaum messbar wären, wurden nicht einbezogen.

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1 Comment

  1. „Religiosität erzeugt in modernen Gesellschaften Unbehagen“. Ist wohl so, aber mehr noch als Frömmigkeit schafft die „Dummheit als Ursache der Frömmigkeit“ Unbehagen, denn leider macht Frömmigkeit, im steten Verbund mit Dummheit, verhältnismäßig oft von (gottgefälliger ?) Gewalt gebrauch.

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