Leipzig erhält Unikirche als modernen Bau zurück


Baustelle des Paulinums – Aula und Universitätskirche St. Pauli im Juli 2012. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 – Concord

Leipzig hat eine neue Kirche St. Pauli. Die Universität erhält damit ihr geistliches Zentrum zurück. Das Paulinum ist aber auch Aula und Konzertsaal. Der Bau wurde später fertig und teurer als erwartet.

Von Katharina Rögner | evangelisch.de

Vom strahlend weißen Kirchengewölbe hängen von innen beleuchtete Glassäulen herab. Sie ragen in den Raum und symbolisieren wie sich die Sprengung der Universitätskirche St. Pauli vor 49 Jahren in die Geschichte Leipzigs eingebrannt hat. Am Mittwoch hat die Universität der Messestadt eine neue Aula und eine neue Kirche zurückerhalten. Im sogenannten Paulinum auf dem Grundriss der abgetragenen Kirche am Augustusplatz wurde die Fertigstellung gefeiert – acht Jahre später als zunächst erwartet.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) lobte den „Simultan-Ort für Wissenschaft und Glauben“. Mit dem Gebäude habe der Augustusplatz im Herzen der Stadt „ein markantes Gesicht“ erhalten. Bundesbildungs- und Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) betonte: „Der eindrucksvolle Neubau des Paulinums verdeutlicht nicht zuletzt den hohen Stellenwert, den Bildung und Forschung in unserer Gesellschaft einnehmen. Zugleich erinnert das Paulinum an die wechselvolle Geschichte der Universität Leipzig.“ Die Universitätskirche St. Pauli war am 30. Mai 1968 auf Anweisung der DDR-Regierung gesprengt worden.

weiterlesen