Monopole und Meinungsfreiheit


Google in einem bewegten Gif – Social-Media-Parodie nach der Damore-Entlassung
Nach dem Googlememo-Fall machen sich auch Libertäre und Konservative Sorgen wegen der Macht großer Unternehmen

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

In der Vergangenheit sprachen sich Libertäre und Konservative meist gegen die Regulierung von Unternehmen aus. Oft auch dann, wenn Konzerne sehr groß wurden und viel Macht anhäuften. Bis vor kurzem herrschte diese Haltung auch bezüglich Unternehmen wie Google und Facebook vor. Dann erzeugte Google weltweit Schlagzeilenmit der Entlassung von James Damore – und seitdem macht man sich auch in diesen beiden Lagern verstärkt Gedanken darüber, dass die Grenzen zwischen wirtschaftlicher und politischer Macht ebenso fließend sein können wie die zwischen Lizenzgebühren und Steuern.

Damore wurde von Google gefeuert, weil er in einem zehnseitigen (und für die interne Diskussion gedachten) Papier die Diversitätspolitik des Unternehmens hinterfragte. Dieses Diskussionspapier wurde an das Boulevardmagazin Vice geleakt, wo man eine um Fußnoten gekürzte Version als angeblichen Beleg für eine „sexistische“ Position des 27-Jährigen veröffentlichte. Andere Medien, die das Papier teilweise offenbar nicht gelesen hatten, übernahmen diese Vice-Behauptung und übertrieben sie weiter, weshalb Damore aussichtsreiche juristische Ansprüche gegen solche Publikationen hat – möglicherweise auch gegen deutsche wie die Süddeutsche Zeitung.

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