Die Wut auf Trump treibt Frauen in die Politik


Frauen demonstrieren gegen Donald Trump – Immer mehr Amerikanerinnen treibt es in die Politik. (Foto: Roya Ann Miller/Unsplash.com)
Der Präsident prahlt mit sexuellen Übergriffen und will das Recht auf Abtreibung abschaffen. Viele Amerikanerinnen wollen das nicht hinnehmen. Wer ihnen hilft und welche Hürden sie überwinden müssen.

Von Jana Anzlinger | Süddeutsche.de

Laura Moser kämpft im Widerstand. An diesem Abend im August ist diese Front eine kleine Bühne in Houston. Ihre Uniform: hellblaues Kleid, zweireihige Perlenkette und der Bob-Haarschnitt, den Politikerinnen weltweit tragen. Moser liest von ihrem Blatt ab, wie viel ihr Frauenrechte und Willkommenskultur bedeuten. „Deswegen kandidiere ich für den Kongress!“ Nach diesem Satz schaut Moser ihr Publikum an, schaudert ein bisschen und verzieht den Mund – fast, als wolle sie sich entschuldigen.

Wenn ihr vor einem Jahr jemand vorhergesagt hätte, dass sie als Demokratin für das Repräsentantenhaus antreten werde, hätte die 39-Jährige es schlicht nicht geglaubt. „Nichts hätte unwahrscheinlicher oder absurder sein können“, schreibt Moser in der Vogue. Die Überschrift des Artikels: „Von der freiberuflichen Autorin zur Kongress-Kandidatin: Meine unwahrscheinliche Reise an die Front des Widerstands“.

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