Südsudan: Seit 40 Jahren Bürgerkrieg


Juli 2017: Nahrungssuche in Padding, Jonglei, Südsudan, wo Hunderte als Displaced Persons um ihr Überleben kämpfen. Foto: afp
Im Gebiet des Südsudan herrscht mit Unterbrechungen seit 40 Jahren Bürgerkrieg. Die Menschen dort leben zwischen Flucht und Vertreibung in einer verzweifelten Situation. Ihr neuer Staat hat sie im Stich gelassen.

Von Stella Gaitano | Frankfurter Rundschau

Lässt sich beschreiben, was ein Volk ertragen muss, wenn seine Menschen ihr Leben lang keine Heimat finden? Für die Situation der südsudanesischen Flüchtlinge findet sich weltweit kein Vergleich. Nach der Unabhängigkeit des Sudan wurden sie vollberechtigte Staatsbürger, doch der neue Staat ließ sie im Stich. Grund dafür waren vor allem Kriege um die Macht.

Dem sogenannten zweiten Bürgerkrieg von 1983 bis 2005 fielen ungefähr zwei Millionen Menschen, hauptsächlich Zivilisten, zum Opfer. Vier Millionen Südsudanesen emigrierten damals. Die meisten flohen innerhalb des Landes, Richtung Norden, während sich die anderen etwa sechshunderttausend Menschen auf die Länder Ostafrikas und die übrige Welt verteilten.

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