In-vitro-Fleisch: Schnitzel aus dem Labor


Dieser weltweit erste Labor-Burger wurde bereits 2013 in London serviert. Foto: rtr
Ein Start-up will Fleisch durch Zellteilung herstellen, ohne dafür Tiere schlachten zu müssen.

Von Stefan Sauer | Frankfurter Rundschau

Steaks aus der Petrischale, Entenbrust aus der Retorte: Das klingt ein wenig nach Raumschiff Enterprise und nicht unbedingt lecker. Ungeachtet dessen hat sich das kalifornische Unternehmen Memphis Meats der Idee verschrieben, in kommerziellem Maßstab Fleisch zu erzeugen, das nicht von lebendigen Tieren stammt. Die Erzeugnisse firmieren unter „clean meat“ und entstehen durch Zellteilung in einer Nährlösung: Aus einer Hühnerbrustzelle wird Hühnerbrustfleisch. Bisher konnte Memphis Meats 22 Millionen Dollar Startkapital von Investoren einsammeln. 17 Millionen kamen allein in dieser Woche dazu, wie das in Silicon Valley residierende Unternehmen bekanntgab.

Dabei beeindruckt weniger die Summe als der illustre Kreis der Anleger: Der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg nennt unter anderem Bill Gates, den Virgin-Records-Gründer und Milliardär Richard Branson, den amerikanischen Agrarhandelsgiganten Cargill und den Investmentfonds Atomico mit Sitz in London, der sich auf Hochtechnologie-Unternehmen spezialisiert hat.

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