Warum plötzlich viel weniger Migranten übers Mittelmeer kommen


Rettungkräfte helfen vor der libyschen Küste Flüchtlingen aus einem Schlauchboot. (Foto: dpa)
  • In Italien sind die Zahlen von Migranten, die übers Mittelmeer kommen, massiv zurückgegangen.
  • Die Regierung in Rom sieht das vor allem als Erfolg ihrer Ausbildung der libyschen Küstenwache.
  • Der immense Rückgang könnte aber auch mit einer fragwürdigen Miliz zusammenhängen.

Von Oliver Meiler | Süddeutsche.de

In Sabratha, einer Hafenstadt im Nordwesten Libyens, nur 70 Kilometer von der Hauptstadt Tripolis entfernt, gibt es offenbar eine Miliz mit mehreren Hundert bewaffneten Mitgliedern, die dafür sorgt, dass von dort keine Schiffe mit Flüchtlingen mehr nach Italien ablegen. Die Bande soll „Brigade 48“ heißen, aber ganz sicher ist das nicht. Ihr Chef soll ein ehemaliger Mafioso sein, womöglich ein früherer Menschenschmuggler, doch auch seine Identität ist noch verschwommen. Die Gruppe patrouilliert in den Straßen und an den Stränden von Sabratha, einer Stadt mit 100 000 Einwohnern, als wäre sie die Polizei.

weiterlesen

2 Comments

  1. Das ist ganz klar, die Italienische Regierung hat sich zu Maßnahmen durchgerungen, welche die Migration von Afrika nach Italien erschwert. Sie unterstützen die Libysche Küstenwache und alle relevanten Kräfte mit Schiffen, Information und wahrscheinlich mit viel Geld.

    Der letzte Aspekt ist den Leuten zu wenig bekannt.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.