Schächtung: Behörde legt nahe, Tiere nicht an Muslime zu verkaufen


foto: apa Im Bezirk Murtal gibt die Bezirkshauptmannschaft umstrittene Tipps, an wen die Bauern ihre Schafe verkaufen sollen.
Brief der Bezirkshauptmannschaft Murtal an Landwirte sorgt für Aufregung

Von Colette M. Schmidt | derStandard.at

Ein Schafbauer aus dem Bezirk Murtal wunderte sich dieser Tage über ein Schreiben, das er von seiner Bezirkshauptmannschaft erhalten hatte. Darin werden Schaf- und Ziegenhalter im Bezirk „ab einer Bestandsgröße von 20 kleinen Wiederkäuern“ darauf aufmerksam gemacht, dass das muslimische Opferfest vor der Tür stehe und es dabei bei vielen Muslimen üblich sei, „zu opfern und rituell, das heißt ohne vorangehende Betäubung, zu schlachten“.

Weiters wird betont, dass das sogenannte Schächten nach dem Tierschutzgesetz grundsätzlich verboten sei, es sei denn, ein Betrieb habe eine Sonderbewilligung, die aber im Bezirk Murtal niemand habe. Ratlos hinterließ den Landwirt das Ende des Schreibens, in dem es heißt, dass „keine kleinen Wiederkäuer an Personen verkauft werden dürfen, wenn der Verdacht besteht, dass diese Tiere geschächtet werden“.

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