Distanzieren von Erdogan oder Job los


Von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund wird immer öfter erwartet, dass sie sich von Erdogan distanzieren Quelle: pa/dpa/Laura Lewandowski
In einer E-Mail hat der Bürgermeister von Stadtoldendorf in Niedersachsen seine Integrationsbeauftragte aufgefordert, sich von Erdogan zu distanzieren. Falls Esin Özalp dies nicht tue, sei sie „nicht mehr tragbar“.

DIE WELT

Diese Mail hat es in sich: In einem persönlichen Schreiben fordert Helmut Affelt (CDU), Bürgermeister der  Stadtoldendorf im Landkreis Holzminden, seine Integrationsbeauftragte Esin Özalp auf, sich „sehr zeitnah“ vom türkischen Präsident Erdoganzu distanzieren. Sollte sie dies nicht tun, sei sie für diese Position „nicht mehr tragbar“. Eine Mail, die zeigt, was die Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei bewirken und die Özalp sprachlos macht.

In dem Schreiben, das „NDR Hallo Niedersachsen“ vorliegt, beschwert sich Affelt über die Wortwahl des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Er fühle sich persönlich beleidigt, wenn der Staatspräsident ihn als „Türkenfeind“ bezeichne.

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