Verteidigungsminister Mattis setzt Transgender-Verbot für US-Armee aus


US-Verteidigungsminister James Mattis will die Anordnung von Präsident Trump nur dann umsetzen, wenn Experten das sinnvoll finden. (Foto: REUTERS)
Präsident Trump hatte auf Twitter angekündigt, Transmenschen vom Dienst in den amerikanischen Streitkräften auszuschließen. Das Verteidigungsministerium geht aber einen anderen Weg.

Süddeutsche.de

Im Juli hatte US-Präsident Donald Trump mal wieder mit einem Tweet für Empörung gesorgt: Er wolle Transgender-Personen vom Dienst in den amerikanischen Streitkräften ausschließen. Das US-Militär dürfe nicht mit den „enormen medizinischen Kosten und der Störung belastet werden“, die Transgender-Menschen mit sich brächten. Jetzt hat US-Verteidigungsminister James Mattis die Anordnung des Präsidenten de facto auf Eis gelegt.

In einer offiziellen Mitteilung heißt es, eine Expertengruppe solle untersuchen, was das Beste sei für die „militärische Kampfeffektivität, die zum Sieg auf dem Schlachtfeld führt“. In der Zwischenzeit bleibe die derzeitige Regelung in Kraft, was bereits im Dienst stehende Mitglieder der Armee angehe. Die Frage der Neuaufnahme von Transgender-Personen erwähnt er nicht; die Expertengruppe soll sich auch ihrer annehmen.

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