Bibel-Marathon in Potsdam

Bibel nonstop: In der Französischen Kirche in Potsdam startet am Sonntagabend ein Bibel-Marathon.

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Bis Freitag sollen das Alte und das Neue Testament weitgehend ohne Unterbrechungen vorgelesen werden, teilte die Kirchengemeinde mit. Die Lesung vom ersten Vers des ersten Buches Mose bis zum Ende der Offenbarung des Johannes ist Teil des Potsdamer Themenjahres „Stadt trifft Kirche“ zum 500. Reformationsjubiläum.

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Wasser auf den Planeten von TRAPPIST-1?

Artist’s render of the TRAPPIST-1 system. Image: ESO/M.Kornmesser Themenbild
Exoplaneten mit Lebenselement: Zumindest auf drei der sieben Erdzwillinge um TRAPPIST-1 könnte es genügend Wasser für Leben geben. Denn spektrografische Messungen mit dem Weltraumteleskop Hubble sprechen dafür, dass die äußeren Planeten dieses nur 40 Lichtjahre entfernten Systems bisher nur wenig Wasserdampf verloren haben. Bei den inneren Planeten jedoch hat die starke UV-Strahlung des Sterns wahrscheinlich alles Wassers zersetzt und in den Weltraum gerissen.

scinexx

Das 40 Lichtjahre von uns entfernte Planetensystem TRAPPIST-1 umfasst die größte Ansammlung potenziell lebensfreundlicher Exoplaneten in unserer Nähe: Gleich sieben erdähnliche Planeten kreisen um den Roten Zwerg, davon mindestens drei in der habitablen Zone. Sie gelten als vielversprechende Kandidaten für außerirdisches Leben – auch, weil das Planetensystem bereits gut sieben Milliarden Jahre alt sein könnte.

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Studie: Viele Todesbescheinigungen weisen Fehler auf

Totenscheine sind laut einer Studie der Universitätsmedizin Rostock häufig fehlerhaft.

evangelisch.de

Für die Untersuchung wertete das Institut für Rechtsmedizin 10.000 ärztliche Todesbescheinigen aus dem Einzugsgebiet des Krematoriums Rostock aus, wie die Universität am Freitag mitteilte. Fehlerfrei waren demnach lediglich 223 dieser Totenscheine, die im Zeitraum zwischen August 2012 und Mai 2015 ausgestellt worden waren. Mehr als jeder vierte Schein (27 Prozent) wies einen schwerwiegenden Fehler auf. Als Reaktion forderte die Deutsche Stiftung Patientenschutz, amtsärztliche Leichenschauen gesetzlich vorzuschreiben.

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Wurde die Urknalltheorie aus Glauben geboren? Lemaîtres Uratom-Hypothese

Georges Lemaître, Bild: wikimedia.org/PD

Es war ein Physiker und katholischer Priester, Vater Georges Lemaître, der die heutzutage weithin akzeptierte Idee entwickelte, dass das Universum einen Anfang hatte, von ihren Kritikern “Urknalltheorie“ genannt. Was inspirierte ihn, diese Annahmen zu machen? Trafen sich Wissenschaft und Glaube in seiner wissenschaftlichen Theorie, wie unterschied er zwischen den beiden?

Von Dominique Lambert | EAK Rheinland

Ein bedeutender Moment in Georges Lemaîtres Leben war sicherlich der Erste Weltkrieg, der genau dann begann, als er in Louvain seinen Bachelor in Ingenieurwissenschaften erhielt. Er diente zu Beginn des Krieges als Freiwilliger in der Infanterie und später in der Artillerie, und war in wichtige Kämpfe entlang des Flusses Yser verwickelt. Wenn er Zeit hatte zu ruhen, widmete Lemaître sich dem Gebet und dem Studium vieler Bücher. Zum Beispiel studierte er sorgfältig zwei Werke Poincarés, Electricité und Optique. Als er das letztgenannte aufmerksam las, fragte sich Lemaître, ob die Essenz der Materie aus Teilchen (Elektronen) oder Wellen (elektromagnetischen Wellen) besteht. Er suchte nach einer Art einheitlichen Begründung des Universums.

Zur selben Zeit nun meditierte Lemaître über die Bücher der Psalmen und das Buch Genesis der Bibel. Er versuchte für sich eine Auslegung der ersten drei Verse des Buches Genesis zu finden. Dies führte zu einem kleinen Aufsatz mit dem Titel “Les trois premières paroles de Dieu” (“Die ersten drei Worte Gottes”) (Lemaître, 1996a). In dem Aufsatz versuchte er, den biblischen Ausdrücken eine symbolische Bedeutung mit Bezug auf wissenschaftliche Konzepte zu geben (Wasser, Licht, …). Zum Beispiel konstituierte das biblische Licht des “es werde Licht” für ihn die grundlegende Wirklichkeit am allerersten Anfang, welche dem fortschreitenden Entstehen der Materie aus einer Art Kondensation Raum gab. Der biblische Text konnte hier von ihm also als eine Art physikalische Beschreibung verstanden werden.

Der junge Soldat Lemaître sprach mit einigen seiner engen Freunde über diesen Aufsatz. Einer von Ihnen, Joris van Severen, mit dem er viele Diskussionen führte, schrieb in seinem Notizbuch am 17. April 1917, nachdem er von diesem Aufsatz gehört hatte (Lambert 2007, 48):

« Lemaître wird die ganze Wissenschaft verändern…Er wird eine wirkmächtige und wundervolle Kosmogonie errichten»

Auf Fronturlaub in Paris stellte Lemaître seinen Aufsatz dem französischen Schriftsteller Léon Bloy vor. Lemaître war von Bloys Büchern fasziniert, in denen dieser die Botschaft der gesegneten Jungfrau von La Salette vorstellte und verteidigte. Bloy überzeugte Lemaître, seine symbolische Auslegung, die wissenschaftliche Konzepte und biblischen Inhalt vermischte, beiseite zu lassen, einen “Versuch der wissenschaftlichen Interpretation der ersten Verse des Hexameron (des Sechstagewerks)”, wie er sagte (Lemaître 1996a, 109). Lemaître folgte Bloys Rat. Dennoch kann man zwei Stellen aufspüren, in denen die Eingebungen der “Drei Worte Gottes” auch in seinen rein wissenschaftlichen Beiträgen zu Tage treten.

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Türkei bespitzelt 173 Personen in NRW

Eine kleine Anfrage der Grünen im Landtag lässt das Ausmaß der Bespitzelung durch den türkischen Geheimdienst erahnen

Von Gerrit Wustmann | TELEPOLIS

Dass der türkische Geheimdienst MIT ein Netz von wahrscheinlich bis zu 6000 Agenten in Deutschland unterhält ist schon seit einiger Zeit bekannt. Nun wird langsam das Ausmaß der Bespitzelung sichtbar. Mindestens 173 Personen sowie 40 Vereine und Institutionen sollen allein in NRW unter Beobachtung türkischer Behörden stehen. Das geht aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag hervor.

Auf den Listen des MIT befinden sich demnach vor allem mutmaßliche Angehörige der Gülen-Bewegung, die von der türkischen Regierung für den Putschversuch von 2016 verantwortlich gemacht wird. Innerhalb der Türkei ist die Bewegung massiver Verfolgung ausgesetzt, Zehntausende Mitglieder wurden inhaftiert und enteignet. In Deutschland wurden Betroffene laut Landesregierung von den Behörden darüber informiert, dass sie auf türkischen Fahndungslisten stehen und unter anderem vor Reisen in die Türkei gewarnt. Nicht klar sei, wie viele Betroffene deutsche Staatsbürger sind.

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BKA: Eine Superbehörde im Datenrausch

Welche Daten landen beim Bundeskriminalamt? Die Behörde steht unter Rechtfertigungsdruck.FOTO: REUTERS
Das Bundeskriminalamt sammelt Daten, ohne es zu dürfen – und die Politik sieht zu.

Von Jost Müller-Neuhof | DER TAGESPSIEGEL

Wenn CSU-Politiker das Bundeskriminalamt zu mehr Datenschutz mahnen, ist entweder Wahlkampf oder es liegt tatsächlich etwas im Argen. Im Fall der entzogenen Akkreditierungen von Journalisten beim G-20-Gipfel trifft beides zu. Bei dem angeblich sorgsam vorbereiteten Treffen der Weltlenker hatte es neben viel Krawall einige verdutzte Pressevertreter gegeben, die aus Sicherheitsgründen plötzlich nicht mehr hinter die Absperrungen durften. Nun stellt sich heraus, dass die Behörden geschludert hatten. Daten, welche die Betroffenen zum Sicherheitsrisiko stempelten, waren unrichtig oder unvollständig. Rund 30 Journalisten wurden verdächtigt, bei mindestens vier, möglicherweise mehr, hätte das nicht passieren dürfen.

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Irland/Vatikan: Umgang mit „Priesterkindern“ regeln

Priesterweihe – ANSA
Niemand weiß genau, wie viele es von ihnen gibt: Kinder, deren Väter römisch-katholische Priester sind. „Priesterkinder“ werden sie genannt. Einer von ihnen bittet den Vatikan um Richtlinien für den Umgang der Betroffenen.

Radio Vatikan

Er heißt Vincent Doyle, ist ein Ire und hat die Website „Coping International“ gegründet. Seine Idee: der Heilige Stuhl soll doch jene Prinzipien übernehmen, die die irische Bischofskonferenz im Mai veröffentlicht hat.

In den Richtlinien der irischen Bischofskonferenz heißt es unter anderem: „Bei ihrer Weihe versprechen Priester, zölibatär und ganz im Dienste Christi und der Seelsorge zu leben. Wenn ein Priester aber, entgegen dieser Verpflichtung, ein Kind zeugt, muss das Wohl dieses Kindes im Vordergrund stehen.“ Die irischen Bischöfe fordern, ein Priester, der Vater geworden ist, dürfe nicht davonlaufen vor seiner „persönlichen, moralischen, legalen und finanziellen Verantwortung“. Für das Wohl des Kindes solle es Gespräche mit der Mutter und den Kirchenoberen geben, die den betroffenen Priester in diesem Fall leiten und beraten sollten. Im Vordergrund müsse stehen, dass Kind und Mutter nicht isoliert oder ausgeschlossen werden.

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In 1.3 Million Years, the Solar System Will Briefly Contain Two Stars

It won’t be the first time the Sun has had its personal space invaded.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

The Sun is used to having plenty of personal space, given that its nearest stellar neighbor, the Alpha Centauri system, is located about four light years away. While that’s not very distant in cosmic terms, it’s wide enough for our solar system to not be influenced by these alien stars.

But in about 1.3 million years, a star named Gliese 710, which is about 60 percent as massive as the Sun, is projected to interrupt the Sun’s hermitude by crashing right on through the far-flung reaches of the solar system. While astronomers have been aware of this stellar meetup for years, new observations from the European Space Agency’s Gaia satellite, released on Thursday, have constrained the trajectory of Gliese 710’s impending visit, and charted out nearly 100 other upcoming close encounters with wandering stars.

According to the Gaia team, Gliese 710 will swoop through the Oort cloud, a vast shell of icy debris at the outer limits of the solar system, at a distance of roughly 90 light days, or 1.4 trillion miles. To put that into perspective, the star will be about 16,000 times farther from the Sun than Earth.

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Es ist verstörend, wie unterschiedlich der Westen Leid wahrnimmt

Der Monsun hat die Stadt Mumbai in Indien schwer getroffen, in den Straßen der Millionenmetropole steht meterhoch Wasser. (Foto: AFP)
Während die Hochwasseropfer in Texas die Schlagzeilen der westlichen Medien füllen, bekommen die Flutgeplagten in Asien nur Randnotizen. Offenbar reicht Leid nicht, um Interesse auszulösen.

Von Arne Perras | Süddeutsche.de

Wer die Aufgabe hat, aus fernen Welten zu berichten, macht manchmal irritierende Erfahrungen. Man sieht bei der Arbeit in armen Ländern vieles, was zum Himmel schreit. Aber will das zu Hause, im fernen Europa, jemand lesen, hören, sehen? Klar, es gibt die sogenannten nachrichtenarmen Zeiten, das berüchtigte Sommerloch, in dem die Gesellschaften in den Wohlstandszonen samt ihrem Politikbetrieb in Ferien sind. Zeitungen haben dann auf einmal Platz für nahezu alles, sogar den Krieg in den Savannen des Sudan. Oder für Naturgewalten, die indische Kinder fortreißen oder Dörfer in Sri Lanka unter Schlamm begraben.

Die Lehre aus diesen schwankenden Erfahrungen lautet: Existenzielles Leid per se reicht nicht, um konsequentes Interesse auszulösen. Viele Faktoren entscheiden darüber, ob es eine Katastrophe in die Abendnachrichten schafft. In der Vermittlung von Informationen ist das Ausmaß der Gefährdung von Menschen kein allgemeingültiges Kriterium. Ansonsten wäre alles einfach. Dann würde die Regel gelten: Die Fluten in Asien sind derzeit besonders groß, also wird groß darüber berichtet.

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Holger Arppe: AfD-Politiker tritt nach geleakten Chats zurück

Die SPD und die CDU fordern Arppe auf, auch sein Landtagsmandat abzugeben. Foto: dpa
In den Chats von Holger Arppe ist laut einem Bericht die Rede davon, Gegner „an die Wand zu stellen“, „eine Grube auszuheben“ und „Löschkalk obendrauf zu streuen“. Der AfD-Politiker zieht selbst die Konsequenzen.

Frankfurter Rundschau

Der Vizechef der AfD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns, Holger Arppe, hat seinen Austritt aus Fraktion und Partei angekündigt. Dies sagte ein Fraktionssprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks erfolgt der Schritt Arppes kurz vor einer geplanten Berichterstattung des Senders über „rassistische und gewaltverherrlichende Chats“ des AfD-Politikers. Darin habe der Landtagsabgeordnete und ehemalige Landesvorsitzende der AfD politischen Gegnern Gewalt angedroht.

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Eines der ältesten Menschenfossilien Amerikas entdeckt

Schädel und Knochen des „Ur-Amerikaners“ in der Unterwasser-Höhle von Chan Hol – bevor sie gestohlen wurden. © Tom Poole, Liquid Junge Lab
Spannender Fund: In einer Unterwasser-Höhle in Mexiko haben Archäologen die vielleicht ältesten menschlichen Überreste Amerikas entdeckt. Die halb in einem Stalagmiten eingeschlossenen Knochenreste könnten bereits 13.000 Jahre alt sein, wie eine Uran-Thorium-Datierung nahelegt. Skurril: Das komplette Skelett haben Höhlentaucher bereits 2012 entdeckt, doch der Großteil davon wurde kurz darauf gestohlen.

scinexx

Wann die ersten Menschen den amerikanischen Kontinent betraten, ist noch immer unklar – und umstritten. Nach gängiger Lehrmeinung zogen Einwanderer aus Sibirien vor rund 15.000 Jahren über die Bering-Landbrücke nach Nordamerika und breiten sich dann entlang der Küste und durch einen eisfreien Korridor nach Süden aus. Wie schnell diese Besiedlung aber erfolgte – und ob diese Zeiteinschätzung überhaupt stimmt, ist strittig. Denn menschliche Fossilien aus dieser Zeit sind extrem rar.

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Saubere Atombomben

The „Baker“ explosion, part of Operation Crossroads, a nuclear weapon test by the United States military at Bikini Atoll, Micronesia, on 25 July 1946. United States Department of Defense/PD
USA geben Studien von 1961-63 zu den Folgen eines Nuklearkriegs frei

Von Markus Kompa | TELEPOLIS

In den 1950er Jahren pflegte die US-Regierung zu Nuklearwaffen ein bemerkenswert naives Verhältnis. Nicht nur der Öffentlichkeit gegenüber wurde mit der Duck-and-Cover-Propaganda die relative Harmlosigkeit eines atomaren Angriffs suggeriert, auch das Militär ging erstaunlich sorglos mit der Bomben um. Eigene Verluste hielt man im Pentagon selbst in der Größenordnung von 200 Millionen Menschen für akzeptabel.

Nunmehr haben die USA bislang unter Verschluss stehende Dokumente zu Anfang der frühen 1960er Jahre betriebener Erforschung freigegeben, die sich mit der Langzeitwirkung nuklearer Explosionen auf die Umwelt befasst. Die für die Bombe zuständige Atomic Energy Commission hatte eine Studie über die biologischen und indirekten ökologischen Folgen beauftragt, die ein Nuklearkrieg gegen die Sowjetunion verursachen könnte, etwa Einflüsse auf das globale Wetter.

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Schweiz: Saïda Keller-Messahli fordert Moscheen-Stopp

Islamkritikerin Saida Keller-Messahli kritisiert Behörder und linke Politiker scharf | © Keystone/Christian Beutler
Wieder soll ein Imam in einer Schweizer Moschee zu Hass aufgerufen haben. Das Land verlassen muss der Prediger und Sozialhilfebezüger aus Biel jedoch nicht. Die Islamkritikerin Saïda Keller-Messahli geht mit den Behörden und Politikern hart ins Gericht.

Von Francesca Trento | kath.ch

Für Saïda Keller-Messahli ist klar: Die meisten Schweizer Imame sind Islamisten. Das sagte sie am Wochenende gegenüber der NZZ am Sonntag (26. August). Der lybische Imam Abu Ramadan, der in Biel zum Hass ausgerufen hat, darf bis jetzt in der Schweiz bleiben. Das sei der Beweis, dass die Schweizer Behörden die Moscheen und Imame nicht im Griff hätten – obwohl es ihrer Meinung nach möglich sei.

Die Schweiz müsste laut der Islamkritikerin Folgendes tun:

  • Imame sollten in der Schweiz ausgebildet werden
  • Ein Register von Imamen führen (ob aus der Schweiz oder aus dem Ausland)
  • Finanzen der Moscheen müssen kontrolliert werden
  • Sofortige Ausweisung bzw. Einreiseverbot von islamistischen ausländischen Imamen
  • Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden im Zusammenhang mit Islamisten

«Es braucht kein Imam-Register, sondern ein Imam-Kritiker-Register.»

Gegen ein Imam-Register ist der Bieler Verein «Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS), den die Bundesbehörden in die Nähe des Salafismus rücken . Qaasim Illi, Sprecher des IZRS, hat ein zusätzliches Register im Sinn, nämlich ein Islam-Kritiker-Register. Ein solches Register sei nötig, um den Behörden zu ermöglichen, sowohl Imame, wie auch Islam-Kritiker zu kontrollieren. Das sei nur konsequent, so Illi gegenüber kath.ch.

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Kognitive Dissonanzen: Woidke sieht Kirche in der Mitte der Gesellschaft

Dietmar Woidke (2013). Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 – Uwe Klössing – Hoffotografen – Staatskanzlei des Landes Brandenburg
Kurz vor dem Höhepunkt des brandenburgischen Festjahres zum 500. Reformationsjubiläum haben Land und evangelische Kirche die aktuelle Bedeutung der historischen Umbrüche gewürdigt. Die Kirche spiele bei der Vermittlung grundlegender Werte wie Toleranz weiter eine wichtige Rolle und gehöre „in die Mitte der Gesellschaft“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am 30. August in Potsdam.

EKD

Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist eine gemeinsame Festveranstaltung von Landesregierung und Evangelischer Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am 7. September in der Potsdamer Nikolaikirche, bei der der Ministerpräsident die Festrede hält. Das Land hat die verschiedenen Vorhaben zum 500. Reformationsjubiläum nach Angaben der Staatskanzlei seit 2011 mit rund 1,8 Millionen Euro gefördert.

Die Reformation habe einen Weg geebnet

Zentrales Thema der reformatorischen Theologie sei die Idee der Freiheit des Menschen, die mit der Verpflichtung zum Handeln für das Gemeinwohl verbunden sei, betonte Bischof Markus Dröge. Martin Luther habe seinerzeit diese Freiheitsidee „unüberholbar genial“ formuliert. Dieses Denken habe bis heute eine entscheidende Bedeutung für das Land, sagte der Bischof. Deshalb passe auch „die Botschaft der Reformation in unsere Zeit“.

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Studie sieht große Übereinstimmung bei Protestanten und Katholiken

Protestanten und Katholiken in den Vereinigten Staaten und in Westeuropa sind laut US-Studien in Glaubensfragen großteils auf einem Nenner.

evangelisch.de

Diese Annährung würde „Christen vergangener Jahrhunderte schockieren“, mutmaßten die Autoren des „Pew Research Center“. Anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation untersuchte das Forschungsinstitut in zwei am Donnerstag vorgelegten Studien Glaubenseinstellungen in den USA und in 15 westeuropäischen Ländern, darunter auch Deutschland.

Mit deutlichen Mehrheiten erklärten Protestanten und Katholiken, der Katholizismus und der Protestantismus hätten mehr Ähnlichkeiten als Unterschiede. In Deutschland sahen 78 Prozent der Protestanten und 58 Prozent der Katholiken mehr Übereinstimmung.

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Nato: Russlands Atomprogramm verstößt gegen Abkommen

Erinnert an die Zeit des Kalten Krieges: ein Hinweisschild für einen Atombunker in New York (Foto: AFP)
  • Nach Überzeugung der Nato verletzt Russland ein bedeutendes Abrüstungsabkommen.
  • Ein geheimes Papier mit dem Titel „Was wäre wenn“ , listet insgesamt 39 Optionen auf, wie auf den Bruch reagiert werden könnte.
  • Ausdrücklich abgeraten wird von neuen Sanktionen.

Von Lena Kampf, Georg Mascolo | Süddeutsche.de

Die Nato erwägt Schritte gegen Russlands Atomprogramm. Nach Überzeugung der Allianz verletzt Präsident Wladimir Putin eines der bedeutendsten Abrüstungsabkommen der vergangenen Jahrzehnte – den INF-Vertrag von 1987. Er verbietet den Besitz von bodengestützten Kurz- und Mittelstreckenraketen sowie von Marschflugkörpern mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern. Für die Nato stellt dieser Bruch nach eigenen Angaben eine „ernste Besorgnis“ dar.

Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR hat das Bündnis ein als geheim eingestuftes Papier an die Mitgliedsstaaten übermittelt, in dem es darum geht, wie auf den Bruch reagiert werden könnte. Das Dossier, das den Namen „Was wäre wenn“ trägt, listet insgesamt 39 Optionen auf. Einige sind sehr weitreichend, zum Beispiel ist davon die Rede, die nukleare Abschreckung der Nato auszubauen.

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Orban schickt der EU satte Rechnung für Grenzzaun

Viktor Orban. – (c) Reuters
400 Millionen Euro fordert der ungarische Premier Viktor Orban in einem Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Die Presse.com

Der ungarische Premier Viktor Orban hat in einem Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine Zahlung von 400 Millionen Euro für den ungarischen Grenzzaun gefordert. Die EU solle damit die Hälfte der Kosten für den Bau und den bisherigen Betrieb der Sperranlagen an Ungarns Südgrenze übernehmen, sagte Orbans Kanzleramtsminister Janos Lazar am Donnerstag vor der Presse in Budapest.

„Wenn wir über europäische Solidarität reden, dann müssen wir auch über den Grenzschutz reden und dann muss Solidarität auch in der Praxis gelebt werden“, befand Lazar. „Infolgedessen muss sich die Union an den Kosten beteiligen.“

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Wahl Dodo des Monats August 2017

Dodo des Monats August 2017 ©HFR

Die Bundestagswahl in diesem Monat wirft ihre Schatten voraus. Politik und nicht wenige Schlagwort-Geber der Kirchen füllen den medialen Strom der Nachrichten täglich mit Blödsinn bis hin zur Idiotie. Die Feststellung der Kanzlerin Beten sei Privatsache ist so der Gipfel protestantischer Kleingeistigkeit, schweigen wäre die bessere Wahl gewesen. AfD-Gauland steht wohl kurz davor in SA-Uniform auf der Bühne zu erscheinen, während Theologen täglichen ihren Müll ins Internet gießen.

Die Wahl ist bis zum 07.09.2017, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird, am folgenden Tag, hier gewürdigt werden.

Die Kandidaten:

  1.  Helmut Affelt, „kleinkindischer Protest eines Türkenfeindes.“
  2.  Angela Merkel, „beten sei eine sehr private Angelegenheit.“
  3.  Hermann Gröhe, „Rechtstreue gegen religiöse Bigotterie, letztere gewinnt.“
  4.  Deutsche Bibelgesellschaft, „missionieren unter Afghanen.“
  5.  Alexander Gauland, „alternativer Müllschlucker.“
  6.  Heinrich Bedford-Strohm, „Fake News Produzent verlangt Qualitätsmedien.“
  7.  Thomas de Maizière, „mag Sultane.“
  8.  Günther Oettinger, „großzügig mit Geld, dass ihm nicht gehört.“
  9.  Heribert Hirte, „Endkampf gegen den Atheismus.“
  10.   Aiman Mazyek, „islamische Heulsuse.“
  11.   Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“, Gotteswahn gegen Homoehe.“
  12.  Jens Spahn, „Hinterwäldler mit paranoiden Großstadtgefühl.“
  13.  Andreas Kruse, „Pseudowissenenschaft mit Luther.“
  14.  Ulrich Hemel, „Schwierigkeiten mit der Kirchensteuer.“
  15.  Hartmut Rosa, „professoraler Unsinn über Demokratie und Religion.“

Weiterlesen „Wahl Dodo des Monats August 2017“

Caritas und Diakonie verteidigen das kirchliche Arbeitsrecht

Bild: tilly
Caritas und Diakonie haben die Forderung der Gewerkschaft ver.di nach Abschaffung des kirchlichen Arbeitsrechts zurückgewiesen.

evangelisch.de

„Die tariflichen Arbeitsbedingungen in Einrichtungen und Diensten der Caritas sind besser sind als die von der Gewerkschaft ver.di abgeschlossenen Tarifverträge im Sozialbereich“, sagte eine Sprecherin des katholischen Wohlfahrtsverbandes am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Auch die Diakonie betonte, dass sich das kirchliche Arbeitsrecht für die Mitarbeiter bewährt habe. Ver.di-Chef Frank Bsirske hatte in der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag) das kirchliche Arbeitsrecht als grundgesetzwidrig verurteilt.

Der „Dritte Weg“, der unter anderem Streiks in kirchlichen Einrichtungen und Unternehmen ausschließt, „gehört abgeschafft“, sagte Bsirske. „Dass der Arbeitgeber allein beansprucht, die Regeln aufzustellen, an die sich dann alle halten müssen, halte ich für einen Eingriff in die Grundrechte der kirchlichen Arbeitnehmer.“ Die Gewerkschaft ver.di war 2012 mit einer Klage gegen das kirchliche Arbeitsgericht vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt gescheitert.

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The Most Realistic Antarctic Warming Experiment to Date Went Worse Than Expected

Researchers heading out to check on the experiment Image: Gail Ashton
By studying the impact on microscopic, shallow water organisms, researchers got a glimpse of the impact of warming seas.

By Kaleigh Rogers | MOTHERBOARD

When it comes to climate change, we’re often debating the impact of just one or two degrees of warming. But when it comes to ocean temperatures, we don’t have a ton of in situ research that shows the consequences of an ever-so-slightly more tepid sea. Now, thanks to a new study published Thursday in Current Biology, we know that when Antarctic Ocean waters warm just one or two degrees Celsius, it completely changes the ecosystem in a way even the study’s authors did not anticipate.

„We knew there would be changes, but it was the extent of the change that surprised us,“ said Gail Ashton, the lead author of the study and a researcher with the British Antarctic Survey and the Smithsonian Environmental Research Center, in a phone interview. „We expected maybe a 10 percent growth rate [of certain organisms]. We saw a 100 percent growth rate.“

Previous experiments have tried to set up laboratory condition identical to the Antarctic Ocean to test out how warming temperatures influence sea flora and fauna. But Ashton and her team, which studies ocean microorganisms, wanted to see what happens when you warm the actual Antarctic Ocean on site. To do this, they placed small plastic blocks rigged with heating elements on the shallow Antarctic seabed. Using these blocks, they could reliably control the temperature of the surface (where these microorganisms colonize) and about 3 millimeters of water above and around the blocks, Ashton said. Some were heating 1 degree Celsius above the surrounding water temperatures, some 2 degrees, and other weren’t heated at all, to provide a control group.

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