Wie Forscher Nervenzellen mit Licht einschalten


picturedesk Das Gehirn des Menschen gilt als das Organ, von dem man am wenigsten weiß. Mit den Mitteln der Optogenetik wollen Forscher einige der vielen Rätsel lösen. 
Mit Proteinen und Licht kann man schon seit längerem Zellen des neuronalen Netzwerks steuern. Mittlerweile versucht man, diese Forschungen mit Schallwellen zu ergänzen.

Von Peter Illetschko | derStandard.at

Es gibt mittlerweile viele Experimente in der Optogenetik, die einiges Aufsehen erregt haben, weil sie Gedanken an Heilungsansätze für spezifische Krankheiten mitschwingen lassen: „Can Chronic Pain Be Treated with Light?“ Kann man chronischen Schmerz mit Licht behandeln?, fragte zum Beispiel vor mehr als einem Jahr Krissy Lyon, Doktorandin der Neurowissenschaften in Harvard, im Science-Newsportal der Bostoner Universität.

Die Jungwissenschafterin schrieb in ihrem Beitrag von Versuchen, das Protein Opsin sowohl „eingeschaltet“ als auch „abgeschaltet“ in das Mausmodell zu bringen – konkret in schmerzleitende Neuronen in den Mauspfoten. Wenn das Protein im On-Modus eingebracht wurde, empfanden die Mäuse Schmerzen, gelangte aber die Transfusion im Off-Modus dorthin und wurde das Protein erst dann mit Licht aktiviert, konnte man das Schmerzempfinden verhindern.

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