Luther-Kitsch: Money talks, bullshit walks


Socken, Kuchen, Bier: Der Markt an Luther-Souvenirs scheint unerschöpflich. Zum 500. Reformationsjubiläum haben viele Unternehmen auch viele neue Produkte und Souvenirs im Angebot. Kassenschlager des Jahres ist wohl die kleine Martin-Luther-Playmobil-Figur in Mönchskutte, mit Bibel und Feder. Mehr als eine Million Exemplare wurden von dieser Figur verkauft, und sie wird nicht nur in Spielkisten in Kinderzimmern einsortiert, sondern schmückt auch viele Schreibtische von Erwachsenen, Christen und Nicht-Christen.

Von Romy Richter | evangelisch.de

Die Playmobil-Figur avancierte zum Werbebotschafter für das Reformationsjubiläum und wurde zum Hit in den Souvenirläden an den historischen Stätten, auch im Ursprungsland der Reformation. In Sachsen-Anhalt gibt es aber noch viele weitere Luther-Verkaufsideen.

Allein die Tourist-Information in der Lutherstadt Wittenberg hat mehr als 300 verschiedene Souvenirs im Programm. Sie liegt am wohl wichtigsten Ort der Reformationsgeschichte, direkt gegenüber der Schlosskirche, an deren Tür der Reformator Martin Luther (1483-1546) vor 500 Jahren seine 95 kirchenkritischen Thesen angeschlagen haben soll. Ein Besuch der Schlosskirche und ein Erinnerungsfoto vor der berühmten Thesentür gehören schon fast zum Pflichtprogramm eines Wittenberg-Touristen.

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