Warum Europa den endgültigen Bruch mit der Türkei scheut


Quelle: n-tv, Screengrab: bb
Angela Merkel plädiert nun auch für ein Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Doch ganz so einfach ist das nicht. Das bisherige Zögern vor dem endgültigen Schnitt hat mehrere Gründe.

Von Hannelore Crolly | DIE WELT

Einen radikalen Schlussstrich unter eine Beziehung zu setzen fällt häufig schwer, selbst wenn das Verhältnis längst derart zerrüttet ist, dass eine gemeinsame Zukunft unmöglich erscheint. So ist es auch in Sachen EU und Türkei: Noch scheuen die Beteiligten davor zurück, die Verhandlungen über eine Mitgliedschaft der Türkei in der EU ein für allemal abzubrechen.

Doch nun könnte das komplette Aus der auf Jahrzehnte angelegten Aufnahmeprüfungen, das zu Beginn der Verhandlungen im Jahr 2005 eigentlich gar nicht vorgesehen war, tatsächlich kommen. Laut Regierungssprecher Steffen Seibert will Bundeskanzlerin Angela Merkel beim nächsten EU-Gipfel am 19. und 20. Oktober mit den 27 anderen Staats- und Regierungschefs über einen Abbruch der Beitrittsverhandlungen beraten. Allerdings hat Merkel bis dahin noch eine Bundestags- und Wiederwahl zu überstehen.

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