Stechlinsee: Riesenbakterium verblüfft Mikrobiologen


Das Riesenbakterium Achromatium oxaliferum, hier ein Exemplar aus eimem Tümpel in der Nähe des Bodensees. © EOL/ micro*scope, CC-by-nc
Verblüffende Entdeckung: Eine im Stechlinsee vorkommende Mikrobe entpuppt sich als „multiple Persönlichkeit“. Denn sie ist nicht nur 30.000 Mal größer als normale Bakterien, sie trägt auch hunderte verschiedener Genome in sich. Geht man nur nach dem Erbgut, vereint ein einziges dieser Riesenbakterien die Gene mehrere verschiedener Arten in sich. Warum dieses Bakterium diese interne Vielfalt mit sich herumträgt, ist bisher unklar und auch wie sie es schafft, trotzdem als Art sie selbst zu bleiben.

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Eigentlich gilt für Bakterien: je kleiner, desto besser. Denn die Mikroben verlassen sich fürs Fressen und sonstigen Stoffwechsel weitgehend auf die Diffusion. Werden sie zu groß, funktioniert dieses passive Transportsystem nicht mehr. Umso überraschter waren daher Mikrobiologen, als sie vor einigen Jahren die ersten Riesenbakterienentdeckten. Mittlerweile sind schon mehrere solcher bis zu 0,75 Millimeter großen Bakterien bekannt, auch im Süßwasser.

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