Wie wäre es mit bekreuzten Kartoffeln?


Eine Packung mit Moussaka der Lidl-Eigenmarke Eridanous: Das Kreuz auf der Kirchenkuppel wurde wegretuschiert. © Sebastian Gollnow/dpa
Verrat an Kultur und Christentum!, schreit es aus der Kommentarspalte. Mancher Glaube gerät offenbar schon ins Wanken, wenn ein Kreuz auf einer Lidl-Verpackung fehlt.

Von Hannes Leitlein | ZEIT ONLINE

Das Abendland wird jetzt auch im Kühlregal verteidigt. Lidl hat hübsche Fotos griechischer Kirchen auf die Verpackung von Oliven und Käse gedruckt, die Kreuze auf den Kuppeln aber wegretuschiert. Anscheinend „aus Respekt vor religiöser Vielfalt“. Das reicht 2017 offenbar für ein handfestes Skandalon. Auf der Facebookseite von Lidl gibt es, seit ein belgisches Nachrichtenportal darüber berichtete, kein Halten mehr. Verrat an Kultur und Christentum!, schreit es aus der Kommentarspalte. Mancher Glaube gerät offenbar schon bei einer falschen Lebensmittelverpackung ins Wanken.

Einige rufen deshalb jetzt zum Lidl-Boykott auf, darunter die evangelische Regionalbischöfin von München und Oberbayern, Susanne Breit-Keßler. Bei Twitter schrieb sie: „#Lidl hat auf griechischen Produkten Kreuze wegretouchieren lassen: ‚Respekt vor religiöser Vielfalt‘. Aus Respekt gehe ich da nicht mehr hin.“

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2 Comments

  1. Bei so was wundert es mich nicht, dass die Außerirdischen auf der Suche nach intelligentem Leben seit Jahrtausenden schon einen ganz großen Bogen um die Erde machen…

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