RASSISMUS: Der Bürgerkrieg, der nie zu Ende gegangen ist

Robert E. Lee. Relief am Stone Mountain. Bild: wikimedia.org/CC BY 2.5 – SteamFan
Der Kampf des Südens gegen den Norden dauerte vier Jahre und war der tödlichste Konflikt Amerikas. Noch heute sind viele Amerikaner besessen von diesem Krieg. Der Grund: Er hat nie wirklich geendet.

Von Hannes Stein | DIE WELT

Wer einen beliebigen amerikanischen Buchladen betritt, es kann auch in der tiefsten Provinz sein, der wird feststellen, dass dort mindestens ein Regal für Werke reserviert ist, die den amerikanischen Bürgerkrieg aus den verschiedensten Perspektiven beleuchten.

Die Schlachtfelder des Bürgerkrieges sind beliebte Ausflugsziele; in manchen Teilen des Landes ziehen die Leute einmal im Jahr blaue und graue Uniformen an, um bedeutende Schlachten nachzustellen.

Der amerikanische Bürgerkrieg, der offiziell von 1861 bis 1865 dauerte, ist unsere nationale Besessenheit, unsere Obsession. Und auch wer (wie der Schreiber dieser Zeilen) erst spät in seinem Leben nach Amerika kam und die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen hat, wird bald von dieser Obsession angesteckt.

Es gibt für diese Besessenheit zwei Gründe, einen offensichtlichen und einen verdeckten. Der offensichtliche Grund: Im amerikanischen Bürgerkrieg sind mehr Amerikaner gefallen als in allen Kriegen nachher – also in beiden Weltkriegen, dem Korea-, dem Vietnamkrieg,  den Kriegen im Irak und Afghanistan zusammengerechnet.

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Gentechnik-Streit: Rehberger droht Evangelischer Kirche mit Hungerstreik

Bild: International Rice Research Institute (IRRI) CC BY 2.0
Im Bemühen um einen Dialog mit der Leitung der Evangelischen Kirche um das Thema Grüne Gentechnik hat der Vorsitzende des Forums Grüne Vernunft (FGV) und frühere Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, Horst Rehberger, jetzt mit Hungerstreik gedroht.

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Rehberger wirft dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Prof. Heinrich Bedford-Strohm, vor, trotz anderslautender Ankündigung immer wieder den Dialog abzulehnen. Dafür habe Bedford-Strohm „leider keine Zeit“, so Rehberger.

In einem offenen Brief hat der FGV-Vorsitzende dem EKD-Ratsvorsitzenden eine letzte Frist für die Nennung eines Dialog-Termins gesetzt. Sollte Bedford-Strohm dies wieder ablehnen, will Rehberger ab dem 19. September vor der EKD-Zentrale in Hannover einen unbefristeten Hungerstreik beginnen, und zwar „im Interesse von Millionen Kindern, die ohne Gentechnik zum Tode verurteilt sind“.

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Wegen „anti-türkischer Gefühle“: Türkei gibt Reisewarnung für Deutschland heraus

Erst verschärfte Deutschland die Reisehinweise für die Türkei, nun dreht die türkische Regierung den Spieß um: Sie warnt ihre Bürger vor politischen Debatten in Deutschland. Der Wahlkampf sei von anti-türkischen Kampagnen geprägt.

SpON

Das türkische Außenministerium hat die Bürger des Landes bei Reisen nach Deutschland und die in Deutschland lebenden Türken zur „Vorsicht“ ermahnt. In einer am Samstag veröffentlichten und als „Reisewarnung bezüglich der Bundesrepublik Deutschland“ überschriebenen Erklärung rät das Ministerium dazu, „sich nicht auf politische Debatten einzulassen“, „sich von Wahlkampfveranstaltungen politischer Parteien und von Plätzen fernzuhalten“, wo Kundgebungen oder Demonstrationen stattfinden, die von „Terrororganisationen“ organisiert oder unterstützt und von den deutschen Behörden geduldet werden“.

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Roboter im Kampfeinsatz: Wenn die künstliche Intelligenz Krieg führt

Bei einer Parade in Bagdad im November 2011 marschieren Einheiten des US-Militärs und der irakischen Armee gemeinsam mit Robotern. Bild: ap
Der Roboter auf dem Werbevideo von Boston Dynamics sieht nicht so aus, als würde er in einen Krieg zeihen. Viel eher ähnelt er verblüffend einem Hund. Auf vier Beinen stolziert er durch die Gegend.

Von Anna Sawerthal | derStandard.at

Ein anderer, groß wie ein Pony, stapft durch einen Wald, geht Bäumen selbstsicher aus dem Weg und erklimmt Stiegen. Einer der Entwickler gibt einem Roboter einen festen Tritt in die Seite – die Maschine tariert aus, fängt sich und steht wieder fest auf ihren Beinen. Ein anderer Roboter greift in einer Küche nach einer Cola-Dose.

Selbst erkennen kann er die Dose noch nicht, meint Markus Vincze vom Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik der TU Wien. Er erkennt die Position nur durch Mark-ups. Was die Roboter aber gut können, ist, robust über unwegsames Gelände zu gehen. Sie wissen durch GPS auch, wo sie sich selbst befinden. Dass sie auch andere Objekte erkennen können, sei nur noch eine Frage der Zeit.

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BASEL: Kein Staatsgeld für Sicherheit von Religionsgemeinschaften

Die Basler Regierung ist dagegen, dass die laufenden Sicherheitskosten jüdischer Organisationen von der Staatskasse übernommen werden. Dagegen will die Exekutive einen Beitrag leisten an geplante Investitionen zur Erhöhung der Sicherheit.

Allein die Israelitische Gemeinde Basel (IGB) lässt sich die Sicherheit pro Jahr 460’000 Franken kosten. Dies geht aus der Stellungnahme der Regierung zu einem Budgetpostulat hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Die im Vorstoss beantragte Übernahme dieser Kosten lehnt die Regierung ab.

«Präzedenzlos» und ein «Präjudiz»

Zwar anerkennt die Regierung die Problematik steigender Sicherheitskosten für jüdische Organisationen. Eine Übernahme durch den Kanton wäre jedoch «präzedenzlos», heisst es im Bericht. Zudem stellte ein solcher Staatsbeitrag ein Präjudiz dar für weitere religiöse oder andere Gemeinschaften, die überdurchschnittlichen Schutz benötigen oder hohe Sicherheitskosten haben.

Die Ablösung privater Sicherheitsleute durch die Polizei käme für die Basler Regierung einem Paradigmenwechsel bei. Die klare Trennung der Sicherheitsaufgaben zwischen Staat und Dritten habe sich jedoch bewährt. Der Staat sei für die generelle Gefahrenabwehr in der Öffentlichkeit und spezifischen Schutz bei einer konkreten Gefährdung zuständig.

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Hitler-Unterhosen werden in den USA versteigert

Adolf Hitler, 1937 – (c) imago/Cinema Publishers Collection
Der NS-Diktator soll die Boxer Shorts in einem österreichischen Hotel zurückgelassen haben. Sie werden als „überraschend groß“ beschrieben.

Die Presse.com

Ein Auktionshaus in den USA wird kommende Woche zwei Unterhosen von NS-Diktator Adolf Hitler versteigern. Hitler habe die beiden Boxer Shorts offensichtlich in einem protzigen österreichischen Hotel zurückgelassen, schreibt die „New York Post“ online.

Die mit einem Monogramm versehen leinenen Unterhosen werden als „überraschend groß“ beschrieben. Hitler habe sich „grauenhaft“ gekleidet und lockerste Bekleidung bevorzugt, so der Bericht. Der Wert der beiden Kleidungsstücke wird auf 4000 bis 5000 US-Dollar (rund 3300 bis 4100 Euro) geschätzt.

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Seehofer will Guttenberg und Herrmann nach Berlin schicken

Bild: FAZ.net
Kehrt Karl-Theodor zu Guttenberg zurück? Wenn es nach Horst Seehofer geht, schon bald: Er will Guttenberg und seinen Innenminister Herrmann nach der Wahl im Bundeskabinett sehen.

Frankfurter Allgemeine

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer erwägt, nach einem Unions-Sieg bei der Bundestagswahl sowohl seinen Innenminister Jochim Herrmann als auch den früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in die nächste Regierung zu entsenden. „Die CSU will Joachim Herrmann als Innenminister nach Berlin schicken“, sagt Seehofer der Zeitschrift „Spiegel“.

Das bedeute aber nicht, dass für Guttenberg dann kein Platz mehr sei: „Für die künftige Rolle von Karl-Theodor zu Guttenberg heißt das gar nichts.“ Seehofer lobt die politischen Fähigkeiten des in den Vereinigten Staaten lebenden früheren Ministers, der im Jahr 2011 wegen einer Plagiatsaffäre zurückgetreten war.

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Nordsee hat sich doppelt so schnell erwärmt wie Ozeane

Algen in der Nordsee: Zwischen Dänemark und Großbritannien bilden sie einen riesigen Teppich. Symbolbild. Bild. NASA
Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ bezieht sich auf einen Bericht des Bundesumweltministeriums als Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag.

evangelisch.de

Die Nordsee hat sich in den vergangenen 45 Jahren doppelt so schnell erwärmt wie die Ozeane. Die Durchschnittstemperatur der deutschen Nordsee stieg demnach um 1,67 Grad Celsius, während es bei den Ozeanen im Mittel nur 0,74 Grad waren, heißt es in einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Das Blatt bezieht sich auf einen Bericht des Bundesumweltministeriums als Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag. Das Ministerium stütze sich dabei auf Daten des Weltklimarates und des Alfred-Wegener-Instituts bis zum Jahr 2010.

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HUMANEVOLUTION : Genstudie beleuchtet laufende Evolution des Menschen

Bild: merakname.com

Der Durchschnittsmensch der Moderne wird gerade immer älter – und irgendetwas geschieht demnach wohl auch in unseren Genen. Kann man das dingfest machen?

Von Jan Osterkamp | Spektrum.de

Eine der umfangreichsten DNA-Vergleiche von heute lebenden Menschen hat Genvarianten identifiziert, die es in naher Zukunft beim Menschen vielleicht nicht mehr geben wird: So scheinen durch Evolutionsprozesse der Moderne zwei Mutationen verloren zu gehen, die die Lebenszeit verkürzen. Dies legt ein Abgleich der Genome von 215 000 DNA-Spendern aus den USA und Großbritannien nahe, den Hakhamanesh Mostafavi von der Columbia University und Kollegen in „PLoS Biology“ veröffentlicht haben.

Dabei haben die Forscher vor allem versucht, die Entwicklung des Genpools von einer Generation zur nächsten und übernächsten zu dokumentieren. Um diesen dynamischen Prozess zu erkennen, ist es nicht nur nötig, enorm viele Genome aus verschiedenen Generationen zu vergleichen – zudem müssen die Lebensdaten der verschiedenen Personen möglichst fehlerfrei dokumentiert sein, um verlässliche Aussagen möglich zu machen. Die Wissenschaftler um Mostafavi konzentrierten sich daher zunächst auf nur eines, allerdings das am verlässlichsten fehlerfrei erfasste Lebensereignis von Genomspendern: deren Tod, sofern er durch natürliche Umstände eintrat. Dann versuchten sie, ein langes oder kurzes Leben mit bestimmten Genvarianten zu korrelieren. Dies gelang, so Mostafavi und Co: Unter acht Millionen häufig vorkommenden Mutationen, die die Forscher in den Blick genommen hatten, fanden sich zwei auffällige Kandidaten, die bei den besonders alten Lebenden und den erst hochbetagt Verstorbenen besonders selten sind.

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Aung San Suu Kyi kritisiert „Fake News“ über Konflikt in Rakhine

Auch optisch Saudi-nah: Flagge der Rohingya-Solidatitätsorganisation Bild. heise.de/TP
Islamistische Separatisten haben enge Verbindungen nach Saudi-Arabien, Pakistan und Afghanistan

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Seit die „Harakah al-Yakin“ („Glaubensbewegung“), die sich in „Arakan Rohingya Salvation Army“ (ARSA) umbenannt hat, am 25. August mehrere Polizeiposten und einen Armeestützpunkt angriff, wird im birmanischen Bundesstaat Rakhine gekämpft. Bei diesen Kämpfen gab es den Erkenntnissen des UN-Sonderberichterstatters Yanghee Lee nach bislang etwa 1000 Tote – die birmanische Regierung geht von ungefähr der Hälfte aus. Während Buddhisten aus den Kampfgebieten in den Osten Birmas flüchten, setzten sich von den etwa eine Million Rohingya, für die die ARSA einen eigenen Staat erkämpfen will, bis zu 270.000 nach Bangladesch ab, wo man ihre Sprache spricht.

Der Begriff „Rohingya“ etablierte sich für die birmanischen Bengalischsprecher erst Mitte der 1990er Jahre. Ihre Vorfahren wanderten vor allem während der britischen Kolonialzeit ein, als das heutige Bangladesch ebenso zum Empire gehörte wie Birma.1 Aus diesem Grund verwehrten man ihnen in Birma die Staatsbürgerschaft, was maßgeblich dazu beitrug, dass westlichen Medien die Minderheit vor allem als Opfer und andere Volksgruppen vor allem als Täter schildern, obwohl die ARSA buddhistische und hinduistische Dörfer attackiert und deren Bewohner vertreibt.

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Religiotie: Unterdrückt ‚Google Maps‘ die Kreuze auf Kirchtürmen?

In den sozialen Netzwerken wird unter christlichen Teilnehmern derzeit die Frage diskutiert, ob Google Maps bei seiner Funktion „Streetview“ möglicherweise die Kreuze auf den Kirchen unterdrückt.

kath.net

Es werden teilweise Beispielsfotos gebracht, die dies zu belegen scheinen. Andere User weisen allerdings darauf hin, dass die Kreuze oft eher filigran seien und deshalb in der bisher noch eher gröberen 3D-Darstellung schlicht untergingen, wie auch andere schmale Objekte, etwa Antennen.

Nur jeder zweite Deutsche vertraut der Wissenschaft

Bild: 4ever.eu
Die Deutschen haben die Wissenschaft für sich entdeckt. Das heißt aber nicht, dass sie ihr vertrauen.

Von Florian Schumann | DER TAGESSPIEGEL

Die Deutschen haben großes Interesse an Wissenschaft und Forschung. Das geht aus den Ergebnissen des Wissenschaftsbarometers hervor, das heute in Berlin veröffentlicht wurde. So gaben 58 Prozent der Befragten an, sich für Wissenschaft und Forschung zu interessieren. Das sind 17 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Dabei belegen Medizinthemen mit 72 Prozent den ersten Platz. Für Sozial- und Geisteswissenschaften interessieren sich 42 Prozent. Die meisten Bürger wünschen sich, mehr in Forschungsfragen einbezogen zu werden. Vierzig Prozent würden sogar selbst gerne einmal in einem Projekt mitarbeiten.

AfD-Wähler sind besonders misstrauisch

Vor dem Hintergrund der Debatte um „Fake News“ sollten die Teilnehmer dieses Jahr erstmals Fragen zu ihrem Vertrauen in Wissenschaft und Forschung beantworten. Während jeder Zweite der Wissenschaft Glauben schenkt, vertrauen ihr zwölf Prozent nicht oder eher nicht, der Rest ist unentschieden.

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Saudis rufen nach „regime change“ – in Katar

foto: reuters / jonathan ernst US-Präsident Donald Trump mit dem Emir von Kuwait, Sheikh Sabah, im Weißen Haus. Die USA und Kuwait verbinden seit dem Golfkrieg 1991 zur Befreiung Kuwaits vom Irak enge Beziehungen.
Die USA drängen auf eine Lösung der Katar-Krise, die den Besuch des Emirs von Kuwait bei Donald Trump beherrschte

Von Gudrun Harrer | derStandard.at

US-Präsident Donald Trump bot am Ende des Gesprächs seine Vermittlerkünste an, die gewiss „schnell zu einem Deal“ führen würden: Aber die Katar-Krise ist auch nach dem Besuch des Emirs von Kuwait in Washington nicht weniger komplex geworden.

Sheikh Sabah al-Ahmad al-Sabah (88) war am Donnerstag der erste Herrscher eines der Staaten des arabischen Golfkooperationsrats (GCC) im Weißen Haus. Der GCC ist inmitten seines ärgsten Zerwürfnisses seit seiner Gründung 1981, die als Aneinanderrücken der arabischen Staaten am Persischen Golf nach der islamischen Revolution im Iran erfolgte. Auch heute geht es wieder, unter anderem, um die Beziehung der Golfaraber zum Iran. Katar hat seine vor kurzem normalisiert.

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Atheismus in der arabischen Welt: „Ketzer“ als Schreckgespenster

Als vermeintliche Gralshüter des Glaubens missbrauchen viele arabische Regime ihre religiöse Macht dazu, um den Mangel an demokratischer Legitimität ihrer Staaten auszugleichen. Daher wittern sie im Atheismus die große Gefahr, die ihre Länder in Chaos und Sittenlosigkeit stürzen könnte.

Von Brian Whitake | Qantara.de

Die meisten arabischen Länder reagieren auf Atheismus und Abfall vom islamischen Glauben in der Regel mit großer Panik. In Ägypten wurden beispielsweise gleich zwei Regierungsministerien damit beauftragt, einen nationalen Plan zur „Eliminierung des Atheismus“ zu entwickeln. Und in Saudi-Arabien wird jeglicher „Aufruf zum Atheismus“ im Rahmen der jüngsten Anti-Terror-Gesetze als terroristisches Vergehen betrachtet.

Insbesondere in einer Zeit, in der uns diejenigen, die im Namen ihrer Religion töten, viele Sorgen bereiten, wirkt diese Verfolgung von Atheisten doch recht bizarr. Aber die arabischen Gesellschaften hegen allgemein eine Abneigung gegen jedweden Nonkonformismus, und die Regierungen der Region favorisieren daher häufig eine offizielle Version des Islam, die ihren politischen Interessen dient. Also wird sowohl der Dschihadismus als auch der Atheismus – obwohl die beiden sich völlig voneinander unterscheiden – als Form sozialer oder politischer Abweichung betrachtet. In den arabischen Medien wird dann die Angst verbreitet, die Ideen derjenigen, die Gott und die Religion ablehnen, könnten sich durchsetzen und dann zu Chaos und Sittenlosigkeit führen.

In sechs arabischen Ländern – in Kuwait, in Qatar, in Saudi-Arabien, im Sudan, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Jemen – kann die Abkehr vom Glauben mit dem Tode bestraft werden. In den letzten Jahren fanden zwar diesbezüglich keine Hinrichtungen statt, allerdings werden gegen Menschen, denen vorgeworfen wird, die Religion verunglimpft zu haben, lange Haftstrafen verhängt – egal wie trivial diese Beschimpfungen auch gewesen sein mögen.

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Zentralrat der Juden startet bundesweites Schulprojekt

Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb
Mit einem bundesweiten Schulprojekt möchte der Zentralrat der Juden in Deutschland antisemitische Vorurteile abbauen. Das Projekt „Likrat – Jugend und Dialog“ starte bereits in diesem Schuljahr, teilte der Zentralrat am Freitag in Berlin mit.

evangelisch.de

Antisemitische Stereotype sollen demnach auf niederschwellige Weise durchbrochen werden, indem sich gleichaltrige jüdische und nichtjüdische Jugendliche begegnen und austauschen. Dafür sollen zwei ausgebildete jüdische Jugendliche auf Anfrage der Schulen in die Klassen kommen.

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THE SURPRISING EFFECT OF OCEAN WAVES ON GLOBAL CLIMATE

Photo © iStockphoto.com/snowbeach
Evidence mounts of the important role of sea spray in shaping Earth’s atmosphere

By Tim Lougheed | ensia

Breaking waves are the stuff of romance and poetry, but the spray they generate is serious business. Just ask Vicki Grassian, who thinks about what crashing waves mean for clouds and, ultimately, our ability to understand and adapt to our changing climate.

In more than 20 years as a professor in the University of Iowa’s chemistry department, Grassian earned the title “dust queen” for her studies of how mineral particles make their way from land into the sky. The specialized tools and expertise required to study dust eventually drew her to the Department of Chemistry and Biochemistry and the Scripps Institution of Oceanography at the University of California, San Diego, where investigators have spent much of the past decade tackling a tantalizing question: How does the ocean affect Earth’s atmosphere?

At first glance, the answer would appear to be simple and obvious: Water evaporates at the surface of the sea, eventually rising to form clouds. Grassian, now distingished chair of physical chemistry at UC San Diego, focuses on a far more complex picture: Wave action creates microscopic particles suspended in that vapor, an amalgamation called aerosols.

Depending on their chemical makeup, aerosols influence the physical properties of clouds, such as their ability to absorb sunlight or trap heat — which makes aerosols of interest to anyone trying to understand climate.

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Die Denkfehler der Homöopathie

Symbolbild,

Die Homöopathie ist eine der beliebtesten Methoden der Alternativmedizin. Doch die wichtigsten Argumente ihrer Befürworter sind auf Sand gebaut. Eine Kritik in sieben Schritten.

Von Natalie Grams, Nikil Mukerji | Spektrum.de

Homöopathie liegt im Trend. Viele Deutsche schwören auf ihre Heilkraft, und auch von offizieller Seite wird die Methode zunehmend anerkannt und akzeptiert: Immer mehr Krankenkassen zahlen für Globuli und homöopathische Tropfen. Doch hinter der Erfolgsgeschichte stecken vor allem logische Fehlschlüsse und systematische Verzerrungen im Denken, vor denen niemand gefeit ist. Wir alle erliegen ihnen hin und wieder. Gerade in der Homöopathie halten sich Scheinargumente, die auf Denkfehlern fußen, hartnäckig – vermutlich weil das Image einer sanften und natürlichen Heilung sehr anziehend wirkt und viele diesem Versprechen glauben möchten. Im Folgenden entkräften wir die gängigsten Argumente der Befürworter.

1. Persönliche Erfahrungen reichen als Wirksamkeitsbeleg nicht aus.

Die Homöopathie hat zwei Hauptprobleme: So zeigen methodisch hochwertige, unabhängige Studien ebenso wie die Gesamtbetrachtung des Forschungsstands, dass ihre Mittel nicht arzneilich wirken. Zudem ist ihr Ansatz aus naturwissenschaftlicher Sicht höchst unplausibel: Die betreffenden Arzneimittel enthalten oft nicht einmal Wirkstoffe (siehe „Die Prinzipien der Homöopathie“). Trotzdem glauben viele Menschen daran. Das häufigste Argument lautet: „Aber mir hilft’s!“ Solche anekdotischen Belege sind psychologisch äußerst überzeugend und auch nicht unbedingt unvernünftig. Allerdings ist persönliche Erfahrung nicht immer ein guter Ratgeber. Der menschliche Organismus ist extrem komplex, und so kann der Verlauf einer Erkrankung von sehr vielen Faktoren abhängen. Es ist praktisch unmöglich, diese in der eigenen Wahrnehmung voneinander zu trennen. Wer ein Mittel einnimmt und dann feststellt, dass sich sein Befinden bessert, kann nicht wissen, was passiert wäre, wenn er gar nichts getan oder eine Pille ohne Wirkstoff eingenommen hätte.

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Keine Krise in Konya: Türkei gibt sich bei Truppenbesuch versöhnlich

Ein kleines Entspannungssignal nach monatelangem Streit: Beim Besuch von Bundestagsabgeordneten in Konya haben sich türkische Regierungsvertreter den Deutschen gegenüber versöhnlich gezeigt.

Frankfurter Rundschau

Das berichteten mitreisende Parlamentarier der Deutschen Presse-Agentur. Der heftige deutsch-türkische Streit kam beim Truppenbesuch aber gar nicht zur Sprache. „Das ganze politische Thema wurde außen vor gelassen“, bestätigte der Linken-Verteidigungsexperte Alexander Neu. Es ging demnach nur um den Nato-Einsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und um „rein operative Informationen“.

Irma ist schlimmster Karibik-Sturm aller Zeiten

Infrarotbild des Hurrikans Irma über der Karibik, aufgenommen am 7. September 2017 © NOAA/NASA/ UWM-CIMSS, William Straka III
Spur der Verwüstung: Schon jetzt ist Hurrikan Irma der schlimmste Wirbelsturm, der je in der Karibik gewütet hat. Kein anderer Sturm hat so viele Schäden angerichtet und blieb so lange so heftig, wie Forscher berichten. Nachdem der Hurrikan bereits mehrere Karibikinseln überquert hat, nimmt er nun Kurs auf Florida. Die US-Behörden haben bereits viele Küstengebiete evakuiert. Auch wenn Irma sich leicht abgeschwächt hat, werden weitere Folgen erwartet.

scinexx

Kaum hat Texas die verheerenden Auswirkungen des Tropensturms Harvey überstanden, nehmen gleich drei weitere Wirbelstürme Kurs auf den Golf von Mexiko. Der erste von ihnen ist dabei gleich der schlimmste: Hurrikan Irma hat bereits weite Teile der Karibikinseln Barbuda, Saint Martin, der Virgin Islands und Puerto Ricos verwüstet. Jetzt nimmt er Kurs auf Florida, er wird die dortige Küste am Wochenende erreichen. Der Sturm ist so groß, dass er die gesamte Halbinsel überziehen wird.

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„Hitler-Glocke“ soll nicht mehr läuten

Bild: SWR.de
Die sogenannte Hitler-Glocke im pfälzischen Herxheim am Berg soll verstummen. Das Presbyterium der Kirchengemeinde habe beschlossen, die umstrittene Glocke nicht mehr für den liturgischen Gebrauch zu nutzen, teilte die pfälzische Landeskirche am Freitag in Speyer mit.

evangelisch.de

Auch der Gemeinderat von Herxheim hat sich dafür ausgesprochen,  das viertelstündige Schlagen der Glocke einzustellen. Ob die Glocke abgehängt wird, ist noch nicht entschieden.

Seit Wochen erregt in dem rund 750 Einwohner zählenden Herxheim am Berg im Landkreis Bad Dürkheim die 1934 gegossene Glocke mit einem Hakenkreuz und der Aufschrift „Alles fuer?s Vaterland – Adolf Hitler“ die Gemüter. Zunächst hatte der Ort erwogen, den Kirchturm zu schließen, um den Zugang zu der Glocke zu verhindern. Mittlerweile hat der Gemeinderat beschlossen, ein Gutachten in Auftrag zu geben, auf dessen Grundlage das weitere Vorgehen besprochen werden soll. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat gefordert, die Glocke abzuhängen und ins Museum zu stellen.

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