Wenn die CDU mit AfD und NPD stimmt


Gehören in Dresden zum Stadtbild: AfD- und Pegida-Anhänger vor der Frauenkirche . (Foto: dpa)
  • Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bemüht sich seit Jahren darum, dass Dresden nicht mehr als Pegida-Hochburg wahrgenommen wird.
  • In der Debatte um ein neues Förderprogramm für Projekte stellt sich die CDU auf die Seite von AfD und NPD.
  • Ein CDU-Stadtrat zieht sogar einen fragwürdigen Vergleich zur Nazi-Zeit.

Von Antonie Rietzschel | Süddeutsche.de

Dirk Hilbert wollte erst zum Schluss das Wort ergreifen. Doch dann konnte der Dresdner Oberbürgermeister und FDP-Politiker sich während der Sitzung des Stadtrats nicht zurückhalten: „Das, was ich hier jetzt erlebt habe, war keine Sternstunde unserer Stadt-Demokratie.“ Wenn nicht mal das höchste Gremium in Dresden eine gemeinsame Auffassung darüber habe, wo die Gefahren lägen, dann sei das bedenklich. „Es gab historische Analogien, die manchmal ähnlich angefangen haben, wie das, was wir heute erleben. Das möchte ich ungern erleben.“

Hilbert ist kein guter Redner, seine Sätze sind häufig verschwurbelt und manchmal falsch. Was eben so passiert, wenn man ehrliche Wut und Enttäuschung in seine Worte legt (Video der Sitzung, Hilbert spricht ab 3:55).

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